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·15. März 2026
Galatasaray: Okan Buruk verdient mehr Respekt! – Kommentar

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·15. März 2026

Immer wieder war Okan Buruk teils heftiger Kritik an seiner Person ausgesetzt, schon des Öfteren wurde seine Entlassung gefordert. Doch gerade in diesen Tagen untstreicht der 52-Jährige, dass er ein Top-Trainer ist und dafür auch entsprechend Respekt verdient. Ein Kommentar von LIGABlatt-Redakteur Mario Herb.
Mit dem klaren 3:0-Heimsieg gegen Başakşehir machte Galatasaray am Samstagabend einen Riesenschritt in Richtung nächster Meisterschaft. Nach dem Patzer von Fenerbahçe – das im Laufe eines Spieltags ausnahmsweise mal vorlegen durfte, sich dabei aber beim Tabellenletzten Karagümrük (0:2) bis auf die Knochen blamierte – beträgt der Vorsprung an der Tabellenspitze nun komfortable sieben Punkte. Sehr vieles spricht nun für Süper-Lig-Titel vier in der vierten Saison von Okan Buruk als Trainer des Rekordmeisters.
Diese Saison liefert Buruk auch endlich in Europa
Dass der 52-jährige Fußballlehrer dem nächsten Meilenstein entgegeneilt, ist nicht selbstverständlich; ist die Halbwertszeit von Trainern in der Türkei bekanntlich kurz und der Geduldsfaden vieler Anhänger dünn. Auch Buruk erlebte durchaus stürmische Zeiten, gerade nach den relativ plumpen Ausscheiden in den vergangenen Jahren im Europapokal oder dem fast noch verspielten Vorsprung im Meisterschaftsrennen in der Vorsaison. Buruk hielt dem Gegenwind aber stets stand, so auch zu Beginn dieser Saison. In der Spielzeit, in der der Türke die vielleicht heftigste und lang anhaltendste Kritik einstecken musste, steht er mit seiner Mannschaft mal wieder ganz oben in der heimischen Liga, gewann zudem alle Pokalspiele und erreichte in der Champions League das Achtelfinale, wo im Hinspiel schon zum zweiten Mal in dieser Spielzeit Liverpool bezwungen werden konnte.
Acht Beşiktaş-Trainer in Buruks Amtszeit
Der Gesamterfolg Galatasarays geht dabei auch auf die Arbeit des Vorstandes zurück. Bei Klub-Boss Özbek genießt Buruk uneingeschränktes Vertrauen, Schnellschüsse wie bei der Konkurrenz begehen die "Löwen" kaum. Zum Vergleich: in Buruks Amtszeit versuchten sich mit Jorge Jesus, Ismail Kartal, Jośe Mourinho und aktuell Domenico Tedesco vier Trainer daran, Fenerbahçe auf Augenhöhe mit dem Erzivalen zu bringen – allesamt erfolgslos. Beşiktaş verschliss in der gleichen Zeit sogar acht Trainer.
Womöglich erfährt Buruk den verdienten Respekt der breiten Öffentlichkeit am Ende dieser Saison. Vier Meistertitel in Folge gelangen zuvor nur einem Galatasaray-Trainer: der Legende Fatih Terim.
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