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·14. September 2026

„Ganz schöne Zockerei”: Kohfeldt über das Debüt eines Rückkehrers

Artikelbild:„Ganz schöne Zockerei”: Kohfeldt über das Debüt eines Rückkehrers

Florian Kohfeldt wagte gegen Bielefeld einen riskanten Schachzug – und setzte ausgerechnet auf einen Spieler ohne Wettkampfpraxis. Marco Richter stand nach monatelanger Pause direkt in der Startelf. Warum der Darmstadt-Trainer trotzdem auf den Rückkehrer setzte.

Marco Richter ist zurück beim SV Darmstadt 98 – und Trainer Florian Kohfeldt ging bei seinem Comeback direkt ins Risiko. Nach gerade einmal einem halben Abschlusstraining stand der Rückkehrer gegen Arminia Bielefeld sogar in der Startelf. Eine Entscheidung, die sich zumindest ergebnistechnisch auszahlte.


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Richter hält 55 Minuten durch

„Es war eine ganz schöne Zockerei, ihn nach einem halben Abschlusstraining in der Startelf aufzustellen“, erklärte Kohfeldt nach dem 2:1-Erfolg. Richter hatte seit dem 17. Mai kein Pflichtspiel mehr bestritten und entsprechend fehlte ihm die nötige Wettkampfpraxis.

Ganz ohne Schwierigkeiten verlief der Einsatz erwartungsgemäß nicht. Richter unterliefen einige Fehlpässe und Missverständnisse. Auch körperlich war der Rückstand deutlich zu erkennen. Nach 35 Minuten blickte das Trainerteam bereits etwas besorgt auf den 28-Jährigen. Trotzdem biss Richter auf die Zähne und blieb 55 Minuten auf dem Platz.

„Aber er hat sich nicht verletzt und 55 Minuten geschafft“, bilanzierte Kohfeldt. Für den Darmstädter Trainer war damit eine wichtige erste Hürde genommen. Denn Richter soll nicht nur sportlich helfen, sondern auch Verantwortung übernehmen.

Richter stieß erst spät zur Mannschaft

Genau diesen Einfluss bemerkte Kohfeldt bereits bei seinem ersten Auftritt. Richter habe den Mitspielern vom ersten Moment an vermittelt, dass sie ruhig bleiben könnten und die Partie gemeinsam in den Griff bekommen würden. „Als Typ, als Charakter hat er sofort das gebracht, was wir uns von ihm erhoffen“, sagte der Coach.

Sportlich ist Richter noch nicht bei 100 Prozent. Nach seiner Vertragsauflösung beim 1. FSV Mainz 05 war er erst in der vergangenen Woche nach Darmstadt zurückgekehrt. Dort kennt man seine Stärken bereits aus der Vorsaison, als er vor allem als Vorbereiter überzeugte.

Nun soll er der neu zusammengestellten Offensive Stabilität und Erfahrung geben. Sein erstes Comeback ist zumindest gelungen – auch wenn Kohfeldts Zockerei durchaus hätte schiefgehen können.

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