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·17. September 2026

„Ganz viel Potenzial“: Klopp holt gleich 16 Debütanten

Artikelbild:„Ganz viel Potenzial“: Klopp holt gleich 16 Debütanten

Jürgen Klopp startet seine Amtszeit als Bundestrainer mit einem außergewöhnlichen Aufgebot. Für den Nations-League-Viererpack nominierte der neue DFB-Chefcoach gleich 44 Spieler in zwei Kadern, darunter 16 mögliche Debütanten.

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FRANKFURT AM MAIN, DEUTSCHLAND – 17. September 2026: Jürgen Klopp, Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft, spricht bei der Vorstellung des deutschen UEFA-Nations-League-Kaders auf dem DFB-Campus mit den Medien. (Foto: Alex Grimm/Getty Images)


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Mit seinem ersten Aufgebot setzt Jürgen Klopp sofort ein markantes Zeichen der Neuausrichtung. Der 13. Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft hat für die vier anstehenden Länderspiele zwei getrennte Gruppen mit jeweils 22 Akteuren zusammengestellt. Etablierte Namen wie Deniz Undav und Leroy Sané fehlen, dafür erhalten zahlreiche junge Profis die Gelegenheit, sich auf höchster Ebene zu präsentieren.

Bei seiner Vorstellung am 24. Juli 2026 auf dem DFB-Campus in Frankfurt/Main erklärte Klopp, der dabei eine schwarze Basecap mit der Aufschrift „Einer von 83 Millionen“ trug: „Die Kaderzusammenstellung hat Spaß gemacht, ich bin ganz happy damit.“ Seine Begründung für das XXL-Modell lieferte der frühere Liverpool-Coach gleich mit: „Wir haben ganz viele Fußballtalente gefunden. Ich möchte so viele Spieler wie möglich kennenlernen.“

Elf neue Gesichter im 44-Mann-Aufgebot

Zu den Neulingen in den beiden Aufgeboten zählen Hennes Behrens vom FC Augsburg sowie gleich vier Spieler des SC Freiburg: Max Rosenfelder, Philipp Treu, Yannik Engelhardt und Derry Scherhant. Zudem berief Klopp Bambasé Conté von der TSG Hoffenheim, Younes Ebnoutalib von Eintracht Frankfurt, Finn Jeltsch vom VfB Stuttgart und Felix Keidel von der SV Elversberg.

Auch drei Profis aus dem Ausland sollen sich zeigen: Vitaly Janelt vom FC Brentford sowie Mika Baur von Celtic Glasgow gehören zum Kreis der möglichen Debütanten. Insgesamt kann Klopp 16 Akteuren zu ihrem ersten Einsatz im DFB-Trikot verhelfen. „Wir sehen was in den Jungs: Ganz viel Potenzial“, sagte der Bundestrainer.

Nicht berücksichtigt wurden neben Undav und Sané auch Oliver Baumann, der verletzte Leon Goretzka, Pascal Groß, der angeschlagene Angelo Stiller und Jamie Leweling. Eine endgültige Absage an diese Spieler sei die Nichtnominierung jedoch nicht, betonte Klopp: „Für die ist weder die Tür zu oder sonst was.“

Ter Stegen zurück auf der Eins

Manuel Neuer und Antonio Rüdiger hatten nach dem erneuten WM-Desaster ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. Dennoch stehen noch 15 Spieler aus dem Kreis der Turnierverlierer im Aufgebot. Dazu gehört auch Joshua Kimmich, der weiterhin Kapitän ist. Klopp sieht den Bayern-Profi allerdings klar in einer zentralen Rolle: Kimmich spiele für ihn „als Mittelfeldspieler“.

Für die Torhüterposition nominierte der neue Bundestrainer gleich fünf Kandidaten. Marc-André ter Stegen ist dabei erstmals seit 15 Monaten wieder die „für den Moment“ alte und neue Nummer eins. Klopp ließ keinen Zweifel an der Einschätzung des Keepers: „Er ist genau der gleiche Torwart, der er war.“

Nach eigenen Angaben verliefen die Gespräche mit den Spielern äußerst positiv. „Super“ seien die Kontakte gewesen, berichtete Klopp. „Es bedeutet ihnen allen unglaublich viel, für die Nationalmannschaft zu spielen. Wir haben gemeinsam beschlossen, das wieder sichtbar zu machen.“

Zwei Kader für vier Nations-League-Spiele

Die lange Länderspielphase und die Belastungssteuerung sind die Gründe für Klopps Jobsharing-Konzept. Nach zwei Partien soll ein Großteil der ersten Gruppe abreisen, ehe neue Spieler dazustoßen. Eine Einteilung in erste und zweite Mannschaft lehnt der Bundestrainer ab. Von einer „A- oder B-Mannschaft“ habe er nicht gesprochen.

Dennoch bildet die erste Auswahl den vermeintlichen Stamm. Marc-André ter Stegen, die wieder genesenen Nico Schlotterbeck, Serge Gnabry, Lennart Karl und Jamal Musiala sowie Joshua Kimmich und Kai Havertz bestreiten zunächst die Begegnung gegen die Niederlande am 24. September in Amsterdam. Drei Tage später folgt in Augsburg das Duell mit Griechenland.

„Wenn die Achse stabil ist, kann man drum herum ein bisschen spinnen und Jugend dazumischen“, erklärte Klopp. Bei der Zusammenstellung habe er sich „ein bisschen an der WM orientiert“ und bewusst Spieler ausgewählt, „die sich kennen“.

Für die zweite Hälfte des Länderspielfensters rücken dann unter anderem Florian Wirtz, Said El Mala und Nick Woltemade in den Mittelpunkt. Dieser Kader trifft am 1. Oktober in München auf Serbien und spielt drei Tage später in Thessaloniki erneut gegen Griechenland.

Klopp nutzte seine erste Pressekonferenz zudem für ein politisches Statement. Er wolle sich „die Fahne zurückholen“ von rechts außen: „Dass niemand denkt, wenn die einer schwenkt: Was ist denn mit Dir nicht in Ordnung? Ich möchte Nationalstolz nicht den falschen Leuten überlassen.“

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