Gastgeber der WM 2026 – Ein Land im „Soccer“-Rausch: „Es ist so unglaublich“ | OneFootball

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·2. Juli 2026

Gastgeber der WM 2026 – Ein Land im „Soccer“-Rausch: „Es ist so unglaublich“

Artikelbild:Gastgeber der WM 2026 – Ein Land im „Soccer“-Rausch: „Es ist so unglaublich“

Die USA stehen nach einem intensiven 2:0 gegen Bosnien-Herzegowina im Achtelfinale der WM und lösen im ganzen Land eine Welle der Euphorie aus. In Santa Clara sangen Spieler, Fans und selbst Mauricio Pochettino voller Hingabe mit, während die Hoffnung auf einen großen Turnierlauf immer größer wird. Der erste K.o.-Rundensieg bei einer WM seit 24 Jahren befeuert nun die Fantasie einer ganzen Nation.

US-Mittelfeldspieler Malik Tillman bejubelt sein Tor zum 2:0 im Sechzehntelfinale der WM 2026 gegen Bosnien und Herzegowina. Aufgenommen im San Francisco Bay Area Stadium am 1. Juli 2026 in Santa Clara. (Michael Steele / Getty Images)


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USA – Bosnien1/16

Do 02.07. · 02:00 Uhr · Magenta

Ein Sieg, der die USA elektrisiert

Aus den Lautsprechern dröhnte „Country Roads“, der frühere Schalker Weston McKennie animierte die begeisterten Zuschauer zum mitreißenden John-Denver-Klassiker, und auch auf dem Platz wurde die Stimmung immer elektrischer. Pochettino ließ sich davon komplett mitreißen. Zunächst sang der US-Coach die Siegerhymne aus voller Kehle mit, danach erklärte er: „Ich bin so stolz, so stolz auf diese Mannschaft. Und die Fans waren unglaublich. Es ist so unglaublich, das zu erleben.“

Die Partie hatte die Mannschaft aus den USA hart erkämpft. Nach dem 2:0 durch Folarin Balogun, der in der 45. Minute traf, sahen sich die Amerikaner nach dessen Roter Karte in der 64. Minute plötzlich in Unterzahl wieder. Doch selbst die rund eine halbe Stunde mit zehn Mann brachte den Erfolg nicht mehr in Gefahr. Es war das erste Achtelfinale gegen Belgien, aber vor allem ein Signal an das eigene Land, dass in diesem Turnier noch vieles möglich scheint.

Die Nationalmannschaft der USA stellt sich vor dem Sechzehntelfinale der WM 2026 gegen Bosnien und Herzegowina zum Mannschaftsfoto auf. Aufgenommen im San Francisco Bay Area Stadium am 1. Juli 2026 in Santa Clara. (Charlotte Wilson / Getty Images)

Public Viewing und große Worte

Auch abseits des Stadions der San Francisco 49ers griff die Begeisterung um sich. Von West nach Ost und von Nord nach Süd verfolgten Tausende Amerikaner die Begegnung beim Public Viewing, standen zusammen, jubelten und fühlten sich durch das Geschehen bestätigt. TV-Kommentator John Strong brachte die aufgeladene Stimmung auf den Punkt, als er ins Mikrofon rief: „Für diese Gruppe ist der Himmel die Grenze.“ Und wenig später sagte er auch: „Ich bin stolz, ein Amerikaner zu sein.“

Fox-Experte Thierry Henry ordnete den Sieg ebenfalls ein und erklärte: „Manchmal musst du so ein Spiel gewinnen, um auch ein Turnier zu gewinnen.“ Zlatan Ibrahimovic saß wie gewohnt daneben und nickte nur zustimmend. Für die amerikanischen Fans passte diese Botschaft perfekt zu dem Abend, an dem sich das Land immer stärker in diesen WM-Lauf hineinzusteigern begann.

US-Angreifer Folarin Balogun bejubelt gemeinsam mit Antonee Robinson sein Tor zur 1:0-Führung im Sechzehntelfinale der WM 2026 gegen Bosnien und Herzegowina. Aufgenommen im San Francisco Bay Area Stadium am 1. Juli 2026 in Santa Clara. (Jamie Squire / Getty Images)

Balogans Platzverweis, Tillmans Traumtor

Das entscheidende Knackpunktmoment ereignete sich nach dem Platzverweis für Balogun. Der Angreifer hatte Tarik Muharemovic unabsichtlich und eher unglücklich am Sprunggelenk getroffen. Danach waren die Amerikaner gefordert, stemmten sich aber mit enormem Einsatz gegen die bosnische Druckphase. Das Publikum honorierte genau diese Art von Spiel, in dem „blood, sweat and tears“ gefragt sind.

Gleichzeitig beschränkte sich Pochettinos Mannschaft nicht auf reines Verteidigen. Sie suchte weiter den Weg nach vorn und belohnte sich in der Schlussphase durch einen sehenswerten Freistoß von Malik Tillman in der 82. Minute. Der in Nürnberg geborene Profi von Bayer Leverkusen hatte kurz zuvor noch seine Schuhe wechseln müssen, weil ihm jemand darauf getreten war und das Modell zerrissen war. „Ich hatte Schmerzen. Der Schuh war zerrissen, weil mir jemand draufgestiegen ist. Ich musste wechseln“, berichtete Tillman später.

Sein Freistoß löste im Stadion eine regelrechte Explosion aus, alle Anspannung war schlagartig weg. Danach machte die Geschichte des Treffers noch einmal eine besondere Wendung, weil Tillman erzählte, er habe im Training Freistöße geübt und sogar davon geträumt, mit einem Freistoß zu treffen. „Ich habe davon geträumt, dass ich einen Freistoß schieße, und dass ich mit einem Freistoß treffe.“ Für viele Anhänger war das der nächste Beweis dafür, dass in diesem US-Team fast alles möglich scheint. Die Fans brüllen inzwischen ohnehin bei jeder Gelegenheit: „We believe!“

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