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·7. April 2026

Gattuso-Nachfolge: Napoli-Coach Conte hat Interesse

Artikelbild:Gattuso-Nachfolge: Napoli-Coach Conte hat Interesse

Übernimmt Antonio Conte zum zweiten Mal die italienische Nationalmannschaft? Nach dem WM-Debakel hat er seinen Namen in den Ring geworfen.

Nachdem die Squadra Azzurra zum dritten Mal in Folge die Qualifikation für die Weltmeisterschaft verpasst hat, befindet sich der italienische Fußball erneut in Schockstarre. 2014 trat der viermalige Weltmeister zuletzt bei einer Endrunde an, das letzte K.O.-Spiel ist bis heute das erfolgreiche WM-Finale 2006 in Deutschland. Damals krönten sich die Azzurri nach Elfmeterschießen gegen Frankreich zum Weltmeister.


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Auch in diesem Jahr war es ein Elfmeterschießen, dass das Schicksal des italienischen Fußballs besiegelte. Nach der Niederlage gegen Bosnien und Herzegowina im Play-off-Finale nahm Nationaltrainer Gennaro Gattuso seinen Hut. Die Suche nach einem Nachfolger läuft und schnell fiel dabei der Name Antonio Conte.

Als Nationaltrainer: Conte bemängelte fehlende Unterstützung der Vereine

Der 56-Jährige betreute die Auswahl bereits zwischen 2014 und 2016, derzeit steht er bei Napoli unter Vertrag. Angesprochen auf die Gerüchte zeigte sich der erfahrene Coach alles andere als abgeneigt. „Wenn ich der Präsident des italienischen Fußballverbands wäre, würde ich mich selbst in Betracht ziehen“, wird Conte von Football Italia zitiert: „Schließlich habe ich bereits mit der Nationalmannschaft gearbeitet und kenne das Umfeld. Ich fühle mich geschmeichelt, denn sein Land zu vertreten, ist etwas Wunderbares.“

Der ehemalige Juventus- und Inter-Trainer betonte jedoch, dass er noch ein Jahr Vertrag in Neapel habe und sich nach der Saison mit Präsident Aurelio de Laurentiis zusammensetzen werde. „Vergessen wir nicht, dass letztes Jahr, in den letzten drei Monaten der Saison, in den Medien darüber gesprochen wurde, dass ich Napoli verlassen würde, um zu Juventus zu wechseln, nicht wahr?“, wollte Conte den Gerüchten um eine Italien-Rückkehr auch nicht zu viel Bedeutung beimessen.

Mit Blick auf das erneute Quali-Aus bemängelte der 56-Jährige, dass nur die Ergebnisse zählen: „Es ist enttäuschend, dass die Leute von einer großartigen Leistung und großartigem Fußball Italiens gesprochen hätten, wenn wir das Elfmeterschießen gegen Bosnien gewonnen und uns für die Weltmeisterschaft qualifiziert hätten.“

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Foto: Getty Images

Dass nach drei Weltmeisterschaften in Folge „etwas Ernsthaftes unternommen werden“ muss, räumte er dennoch ein und blickte auf seine Zeit bei den Azzurri zurück: „Als ich Nationaltrainer war, wurde viel geredet, aber ich bekam sehr wenig Unterstützung von den Vereinen. Jetzt wird alles als Katastrophe angesehen, aber selbst in Katastrophen gibt es immer etwas, das gerettet werden kann. Wir müssen verstehen, dass, wenn die Dinge nicht funktionieren, sie gleich bleiben, egal ob wir uns qualifizieren oder nicht. Hätten wir uns qualifiziert, hätten dieselben Kritiker es als Triumph bezeichnet.“

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