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·17. September 2026
„Gefällt mir nicht": Baumann über Nichtnominierung – Nachtritt gegen Nagelsmann

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Oliver Baumann äußerte sich zur seiner Nichtberücksichtigung für die kommende Länderspielpause. Er stichelte zudem gegen Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann.
Es war ein gebrauchter Donnerstag für Oliver Baumann. Nachdem sein Fehlen im ersten DFB-Aufgebot von Jürgen Klopp offiziell wurde, verlor der Schlussmann mit der TSG Hoffenheim in der Europa League mit 0:2 gegen OFI Kreta. Er habe schon länger gewusst, dass er nicht zur Nationalmannschaft reisen würde, sagte der 36-Jährige nach Abpfiff bei "RTL". Bereits nach dem letzten Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart (2:1) hatte er bestätigt, dass es einen Austausch mit dem neuen Bundestrainer gab.
Mehr Auskunft zu einer möglichen Nominierung wollte er nicht preisgeben. Nachdem bereits durchgesickert war, dass er wohl in keinem der beiden Aufgebote für die vier Nations-League-Spiele steht, herrscht seit Donnerstagmorgen endgültig Klarheit. Er müsse die Entscheidung akzeptieren, kommentierte Baumann die Nichtnominierung, sagte aber auch deutlich: „Die gefällt mir nicht, das ist ganz klar." Klopp und sein Trainerstab „schlagen einen anderen Weg ein und den muss ich akzeptieren und respektieren", fügte der Torhüter hinzu.
Für ihn ist es die zweite bittere Enttäuschung in der Nationalmannschaft in diesem Jahr. Noch vor wenigen Monaten sollte Baumann als klare deutsche Nummer 1 zur Weltmeisterschaft fahren, nur um vor dem ersten Gruppenspiel zugunsten des überraschend zurückgeholten Manuel Neuer auf die Bank verbannt zu werden. Der Hoffenheimer nahm die Entscheidung von Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann augenscheinlich sportlich und akzeptierte seine Rolle als Nummer 2, obwohl er gute Leistungen gezeigt hatte. Nun wurde klar: Die Art und Weise, wie mit ihm im Sommer umgegangen wurde, hängt ihm knapp zwei Monate später immer noch nach.
„Ich muss ehrlich sagen: Das im Sommer tat mehr weh", deutete Baumann an. Auf die Nachfrage, ob er jemals eine faire Chance im DFB-Tor bekommen habe, machte eine deutliche Anmerkung in Nagelsmanns Richtung: „Wie das gelaufen ist, das war unfassbar. Auch nicht nur aus einer Richtung tatsächlich." Damit scheint der Keeper die (mediale) Kritik an der Kommunikation und Entscheidung des ehemaligen Bundestrainers zu teilen.
Auch nach Neuers Rücktritt bleibt Baumann im DFB-Team außen vor. Klopp berief mit Neuers langjährigem Vertreter Marc-André ter Stegen einen Rückkehrer. Zudem sind Augsburgs Finn Dahmen, Noah Atubolu (Eintracht Frankfurt), Alexander Nübel (Besiktas Istanbul) und Bayern-Torwart Jonas Urbig mit dabei und wurden auf die zwei Kader für die anstehenden Länderspiele aufgeteilt. Baumann wird seine 13 Länderspiele vorerst nicht ausbauen können. Ob Klopp in Zukunft mit ihm plant, ist offen. Angesichts des nominierten Quintetts und seines Alters erscheint dies jedoch unwahrscheinlich.
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