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·7. August 2026

Genug ist genug: Tillman muss weg – dieses Juwel sollte Bayer stattdessen holen

Artikelbild:Genug ist genug: Tillman muss weg – dieses Juwel sollte Bayer stattdessen holen

Eigentlich sollte Malik Tillman in Leverkusen einen Neuanfang wagen. Nach einer enttäuschenden Premierensaison, in der der 35-Millionen-Euro-Neuzugang aus dem vergangenen Sommer den hohen Erwartungen nur selten gerecht wurde, schien unter dem neuen Trainer Carles Martinez alles auf einen Neustart hinauszulaufen.

Im neuen 4-3-3-System könnte der US-Nationalspieler deutlich besser zur Geltung kommen als noch in der vergangenen Spielzeit. Doch statt eines ruhigen Neuanfangs sorgte Tillman mit einem jüngsten, brisanten Interview selbst für neue Wechselgerüchte.


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Tillman sorgt selbst für neue Zweifel

Gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger ließ der 24-Jährige seine Zukunft bewusst offen. Zwar kündigte er an, sich bei Bayer noch einmal beweisen zu wollen, gleichzeitig erklärte er jedoch: "Am Ende wird sich zeigen, ob ich bleibe oder nicht."

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte seine Kritik an der Kommunikation mit der sportlichen Führung. Während der Weltmeisterschaft habe er sich "etwas mehr Unterstützung" gewünscht. Sportchef Simon Rolfes reagierte darauf ungewöhnlich deutlich: "Wenn jemand etwas Ernstes hat, muss er mit mir oder Fernando [Carro] sprechen. Ansonsten nehme ich das nicht so ernst."

Das alles folgt nach besagter sehr durchwachsener erster Saison Tillmans unter dem Bayer-Kreuz. Eigentlich sollte er der designierte Nachfolger von Florian Wirtz werden, fand jedoch nie wirklich in die Spur und blieb in 42 Pflichtspielen sogar ohne einzige Torvorlage. Zwar erzielte er selbst acht Treffer, insgesamt war das für einen Spieler seines Kalibers aber deutlich zu wenig.

Tillman und Bayer 04 – ein Missverständnis, das bald zu Ende geht?

Die neuen Aussagen werfen zwangsläufig Fragen auf. Zwar ist ein Abschied aktuell keineswegs beschlossen, doch erstmals entsteht der Eindruck, dass beide Seiten einem Transfer nicht grundsätzlich abgeneigt wären. Und genau das wäre mittlerweile wohl der richtige Schritt, denn Tillman sorgt in einer ansonsten hervorragenden Vorbereitung der Werkself erneut für unerwünschte Unruhe.

Beide Seiten sollten sich eingestehen, dass dieser Transfer bislang nur eines war – ein Fehler, den man schnellstmöglich korrigieren sollte. Noch hat Bayer die Möglichkeit, auf dem Transfermarkt zu reagieren. Ein mögliches Mega-Talent wäre dabei womöglich genau die richtige Lösung.

Darum wäre Ben Farhat der ideale Tillman-Nachfolger

Ein Name, der dabei hervorragend ins Anforderungsprofil der Werkself passen würde, ist Ben Farhat vom Karlsruher SC. Der 20-Jährige gilt als eines der spannendsten Offensivtalente Deutschlands und vereint viele Eigenschaften, auf die Leverkusen seit Jahren besonderen Wert legt: Tempo, Spielintelligenz, technische Qualität und enormes Entwicklungspotenzial.

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Louey Ben Farhat gilt als eines der größten Offensivtalente der 2. Bundesliga | picture alliance/GettyImages

Natürlich wäre Farhat kurzfristig kein Eins-zu-eins-Ersatz für Tillman. Dafür fehlt dem KSC-Juwel noch die Erfahrung auf höchstem Niveau. Genau darin könnte jedoch die Chance für Bayer liegen. Die Werkself hat in den vergangenen Jahren immer wieder bewiesen, dass sie junge Top-Talente früh erkennt und entwickelt. Farhat würde perfekt in dieses Beuteschema passen und könnte unter Carles Martinez ohne den ganz großen Erwartungsdruck den nächsten Entwicklungsschritt gehen.

Vielseitigkeit und Abschlussstärke als große Waffen

Vor allem im Eins-gegen-eins gehört Farhat bereits jetzt zu den stärksten Spielern seiner Generation. Der Tempodribbler sucht konsequent den direkten Weg zum Tor, verfügt über einen starken Abschluss und überzeugt trotz seiner eher schmalen Statur mit hoher Spielintelligenz.

Ein weiterer Pluspunkt ist seine Vielseitigkeit. Farhat wird beim Karlsruher SC meist im Sturmzentrum eingesetzt, fühlt sich aber ebenso auf beiden Außenbahnen oder als hängende Spitze und Zehnerposition wohl. Sechs Tore in 20 Zweitliga-Einsätzen unterstreichen sein Offensivpotenzial. Genau dieses flexible Profil würde hervorragend zum variablen Spielstil von Carles Martinez passen.

Aufgrund der Dreifachbelastung könnte sich der 20-Jährige zunächst hinter Ibrahim Maza auf der Zehnerposition oder auf den Außenbahnen behutsam an das Bundesliga-Niveau herantasten und zudem in der Europa League zum Einsatz kommen. Dass Farhat bislang noch nicht den endgültigen Durchbruch geschafft hat, liegt vor allem an seinem Verletzungspech. Dennoch beschäftigte sich zuletzt unter anderem Eintracht Frankfurt intensiv mit dem Offensivtalent.Mit der SGE soll er sich sogar schon mündlich einig sein, die Frankfurter wollen das KSC-Preisschild von mindestens zehn Millionen Euro aber nicht erfüllen. Die Chance für Bayer, um dazwischenzugrätschen.

Noch ist Tillmans Zukunft offen. Sollte sich die Situation jedoch weiter zuspitzen, wäre Ben Farhat für Bayer Leverkusen eine ebenso mutige wie spannende Lösung – und ein Transfer, der perfekt zur Vereinsphilosophie passen würde.

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