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·24. Juni 2026

"Gespenst" Havertz: Würde wieder Linksverteidiger spielen

Artikelbild:"Gespenst" Havertz: Würde wieder Linksverteidiger spielen

Kai Havertz würde für Julian Nagelsmann erneut als Linksverteidiger auflaufen. Seine Rolle als Stürmer beschreibt er als die eines Gespensts.

Am liebsten wäre er ein "Gespenst" im gegnerischen Strafraum, Fußball-Nationalspieler Kai Havertz ließe sich vom Bundestrainer aber auch wieder zweckentfremden. Dass er unter Julian Nagelsmann im November 2023 gegen Österreich Linksverteidiger hatte spielen müssen, sei "ungewohnt" gewesen, gab der 27-Jährige in der Zeit zu, "aber wenn er mich wieder darum bitten sollte, würde ich es machen".


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Er habe "nach drei Minuten ein Tor geschossen, es war also nicht allzu schlecht", ergänzte Havertz. Auch Nagelsmann hat die Maßnahme stets verteidigt - unter Experten galt sie aber als mitentscheidend für die 0:2-Niederlage in Wien.

Inzwischen ist Havertz in der DFB-Elf als "Neuner" gesetzt. Wie er seine Rolle versteht? "Die Verteidiger sollen nie wissen, wo ich bin, wohin ich will, was ich vorhabe, wo ich wann sein werde. Das ist für sie am schlimmsten. Ich versuche, für Verteidiger ein Gespenst zu sein", sagte er.

Havertz sieht sich zugleich als "der erste Abwehrspieler meiner Mannschaft. Wenn ich ins Pressing gehe, den Abwehrspieler anlaufe, ist das ein Kommando für meine Mitspieler. Alle folgen mir. Und mit Ball bin ich der, der am nächsten zum Tor steht. Das ist meine Verantwortung: dem Spiel eine Richtung zu geben."

Und das entspricht ganz seiner Natur. "Ich kann nicht im Strafraum warten. Ich muss involviert sein", betonte er: "Ich mache auch die Laufwege, von denen ich weiß, dass sie manchmal so aussehen, als würden sie nichts bringen. Doch ich schaffe Räume für die, die nachrücken."

Dass seine Spielweise mitunter allzu cool wirkt, ist ihm bewusst. "Ich kenne die Debatten, ich sei zu lässig, ich hätte die falsche Körpersprache. Wenn ich nicht gut spiele, kommt das immer", sagte er und betonte: "Ich bin keiner, der sich groß einen Kopf darüber macht. Ich bin kein Grübler." Stattdessen versuche er, "auf dem Platz ich zu sein. Im Hier und Jetzt. Das ist der Schlüssel zu meiner Persönlichkeit. Über mehr denke ich nicht nach."

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