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·7. Juli 2026
Gespräche laufen! So realistisch ist eine Verpflichtung von Edson Álvarez für den 1. FC Köln

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Simon Bartsch
7 Juli, 2026
Die Kölner befinden sich in Gesprächen mit West Ham um Edson Álvarez. Der FC würde den Spieler gerne verpflichten. In der Theorie scheint das möglich. Denn alle drei Parteien wäre mit einem Wechsel einverstanden. Nur sind die Konditionen eben noch nicht geklärt – und die haben es in sich.
Edson Álvarez steht auf der Liste der Kölner (Lars Baron/GettyImages)
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Der Schmerz sei unheimlich groß gewesen, erklärte Edson Álvarez kurz nach dem Aus bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land. Il Tri hat bei dem Turnier mit dem Achtelfinale gegen England viel erreicht und sich ganz offensichtlich so viel mehr vorgenommen. Nun sind ein paar Tage Regeneration angesagt, bevor es dann in den Liga-Alltag zurückgeht. Bei Álvarez steht allerdings nicht fest, wie dieser Liga-Alltag aussieht. Bis zum Sommer war der defensive Mittelfeldspieler an Fenerbahce Istanbul ausgeliehen. Der türkische Vizemeister hätte den Spieler für 19 Millionen Euro fest verpflichten können. Doch der Traditionsclub zog die Kaufoption nicht. Álvarez ist also offiziell seit dem 1. Juli wieder Spieler von West Ham United. Bei dem Londoner Club hat der Mexikaner noch Vertrag bis 2028. Ob Álvarez aber für die Hammers nochmal auflaufen wird, ist offen. Und das hat Gründe. Denn vollends glücklich wurde der Abwehrspieler in London nicht. 2023 folgte der heute 28-Jährige dem Anruf von Tim Steidten nach England. Damals war ein Deal Richtung Dortmund knapp gescheitert.
West Ham bezahlte mehr als 40 Millionen Euro für den Mexikaner. Àlvarez entwickelte sich schnell zum Stammspieler und forcierte im vergangenen Sommer dann doch den Wechsel in die Türkei. Der Spieler erklärte, er habe die Entscheidung getroffen, um seine Karriere voranzutreiben. Es sei nicht einfach gewesen, so Álvarez, aber seine Familie habe ihn bei dieser schweren Entscheidung unterstützt. Nur trieb der Wechsel die Karriere eben voran. Im Gegenteil. Von Verletzungen geplagt, spielte der Mittelfeldspieler nie so richtig eine große Rolle – zwischenzeitlich schien sogar die WM in Gefahr. Und offensichtlich war man beim Vizemeister nicht davon überzeugt, dass sich der Mexikaner komplett erholen würde – zumindest wollte der Traditionsclub keine 19 Millionen Euro bezahlen. Bei West Ham ist die aktuelle Situation wiederum kompliziert. Die Hammers sind gerade abgestiegen und haben mit Mateus Fernandes ihren Top-Mittelfeldspieler an Tottenham Hotspur abgegeben. Problematisch: Tomas Soucek, der zweite zentrale Mittelfeldspieler hat sich bei der WM verletzt.
West Ham zählt nach dem Abstieg auf routinierte Spieler, die als Leader vorangehen – eben Typen wie Álvarez. Doch von Spieler- und Vereinsseite scheint es Bedenken über eine weitere Zusammenarbeit zu geben. Der Mexikaner soll sich den Vernehmen nach eine Veränderung wünschen, West Ham steht einem Abschied auch offen gegenüber. Und genau diese Gemengelage will der FC offenbar nutzen. Nach Informationen von come-on-fc.com befinden sich die Kölner tatsächlich mit West Ham und dem Spieler in Gesprächen, loten die Chancen aus. Entgegen englischer Medienberichte ist eine Leihe durchaus ein realistisches Szenario. Auch, wenn West Ham lieber verkaufen würde. Dass aber der FC das Rennen macht, ist noch lange nicht gesagt. Der größte Knackpunkt dürfte das Gehalt sein. Bei West Ham verdient der Spieler mehr als fünf Millionen Euro im Jahr und damit deutlich mehr als die Topverdiener in Köln (etwa das doppelte). Álvarez müsste schon auf eine Ecke seines Lohns verzichten. Ob er das tut, um seine Karriere erneut anzukurbeln, ist eher unwahrscheinlich.
Denn auch andere Clubs sind interessiert. Möglicherweise wird der Trumpf Tim Steidten eine entscheidende Rolle spielen. Der 47-Jährige lotste den Spieler wie berichtet schon einmal zu einem seiner Vereine. Ein zweites Mal wäre eine große Überraschung, aber eine, die sich für den FC lohnen würde. Und damit ist auch klar, dass die Kölner durchaus das Ziel verfolge, große Namen an den Rhein zu lotsen – zumindest dann, wenn sich die Chance ergibt.







































