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·19. August 2026
Gewinner und Verlierer der Schalke-Vorbereitung – Sieht so die erste Startelf aus?

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·19. August 2026

Die Saisonvorbereitung des FC Schalke ist abgeschlossen und mit dem Auswärtsspiel beim Halleschen FC, in der ersten Runde des DFB-Pokals, steht die erste Aufgabe ins Haus.
Dementsprechend stellen sich zwei unterschiedliche Fragen. Zum einen: Wer hat die Vorbereitung für sich nutzen können und wer geht sogar als Verlierer aus diesen rund sechs Wochen heraus? Zum anderen: Wie sieht die potenziell beste Startelf für die Partie am kommenden Montagabend aus?
Gewinner dieser S04-Vorbereitung gibt es gleich mehrere. Angefangen in der Abwehr, in der sich Timo Becker seinen Stammplatz gesichert haben dürfte. Den erneuten Wechsel vom Rechtsverteidiger zum rechten Innenverteidiger der Dreierkette hat er dahingehend unbeschadet überstanden und durchweg einen guten Eindruck hinterlassen. Das wird wohl auch Vinicius Junior bestätigen können.
Mit Satoshi Tanaka gehört auch einer der Neuzugänge dazu. Obwohl Ron Schallenberg mit einer eigentlich klaren Rolle aus der Aufstiegssaison ging und der Japaner wiederum eher als Herausforderer eingeplant war, scheint ein frühzeitiger Machtwechsel gut denkbar. Ob dieser sofort zum Saisonstart vollzogen wird oder erst nach ein paar Wochen, wird abzuwarten sein.

Luca Vozar im Einsatz gegen Real Madrid | DeFodi Images/GettyImages
Auch Luca Vozar konnte sich gegenüber Miron Muslic zeigen. Der 19-Jährige spielt unbekümmert auf und bringt frischen Wind ins Team. Sogar gegen Real Madrid konnte er nach seiner späten Einwechslung noch gute Akzente setzen und auf sich aufmerksam machen. Ob er im Laufe der Saison eine nennenswerte Rolle spielen oder vielleicht sogar noch verliehen wird, bleibt abzuwarten. Im Sinne des ohnehin schon sehr schwierigen Klassenerhalts wird es in diesem Jahr wohl nur wenige Möglichkeiten und Chancen für Experimente geben.
Junior Adamu sollte zwar seinen Torriecher noch weiter ausbauen, hat aber trotzdem schon zeigen können, wieso Muslic ihn im Team haben wollte. Mit seinem Pressing und den Tiefenläufen passt er bestens zu dem Spielstil, mit dem der Cheftrainer in der Bundesliga bleiben möchte.
Verlierer dieser Saisonvorbereitung gibt es dann noch ein paar. Ein ganzes Quartett wurde de facto aussortiert: Anton Donkor spielt keine Rolle mehr und soll wechseln, was ebenfalls für Finn Porath gilt. Während Max Grüger im Muslic-Spielstil keine Rolle mehr zugetraut wird, weil er vor allem viel Ballbesitz bräuchte, scheint auch Zaid Tchibara noch nicht bereit für den nachhaltigen Schritt zu den Profis zu sein.
Bryan Lasme muss ebenfalls zu den Verlierern gezählt werden. Intern gab es wohl die Hoffnung, dass er mit seiner Geschwindigkeit ein gefragter Umschaltspieler für die Offensive werden könnte. Stattdessen zeigte er ein weiteres Mal, dass er aufgrund seiner mangelhaften Verfügbarkeit durch ständige Verletzungen oder Problemchen einfach nicht vernünftig einzuplanen ist.

Auf Bryan Lasme kann Muslic einfach nicht verlässlich setzen | Christof Koepsel/GettyImages
Auch Christian Gomis hatte gehofft, durch diese Vorbereitung nochmal neu durchstarten und sich empfehlen zu können. Das hat der 26-Jährige allerdings nicht geschafft. Er hatte zwar vollmundig angekündigt, so viele Spiele und Tore wie möglich machen zu wollen – doch das wird sich wohl kaum bewahrheiten. Bleiben wird er wohl höchstens nur deshalb, weil es keinen interessierten Verein gibt, der ein für ihn und Schalke in finanzieller Hinsicht vernünftiges Paket tragen möchte.
Für das Pokalspiel am Montagabend fällt mit Kenan Karaman bereits ein gesetzter Stammspieler aus. Trotzdem ergibt sich schon jetzt, zum oftmals noch vergleichsweise unklaren ersten Pflichtspiel, eine recht klar zu erwartende Startelf.
Muslic wird gegen den Halleschen FC keinerlei Experimente wagen und die bestmögliche Elf ins Spiel schicken. Deshalb wird auch Loris Karius im Tor starten, während Kevin Müller auf Gelegenheiten warten muss. Den linken Schienenspieler wird Vitalie Becker geben, da ein Startelf-Einsatz für Robin Gosens wohl noch ein, zwei Wochen zu früh kommt. Auf der rechten Seite dürfte Dejan Ljubicic wiederum Adrian Gantenbein und den angeschlagenen Junior Dina Ebimbe ersetzen.

Dejan Ljubicic musste zuletzt auf der rechten Schiene aushelfen | DeFodi Images/GettyImages
Die Zusammensetzung der Innenverteidigung ist schon spannender. Timo Becker dürfte als rechter Innenverteidiger gesetzt sein, ebenso Hasan Kurucay (noch vor Maximilian Wöber) als linker Counterpart. Im Zentrum wiederum würde sich auch Mertcan Ayhan anbieten, doch wirkt es wahrscheinlicher, dass Nikola Katic den Vorzug bekommen wird.
Im Mittelfeldzentrum ist Soufiane El-Faouzi klar gesetzt. Satoshi Tanaka drängt zwar auf den Machtwechsel (siehe oben), doch dürfte in diesem Fall noch Ron Schallenberg die Nase vorne haben. Die zwei offensiven Außen- bzw. Halbraumpositionen werden auf Adil Aouchiche und Junior Adamu entfallen. Wie gesagt: Karaman fällt noch aus und muss ersetzt werden. Moussa Sylla kann in diesem Fall als Sturmspitze starten. Edin Dzeko soll behutsam aufgebaut werden, deshalb auch nur ein Kurzeinsatz gegen Madrid am vergangenen Sonntag.
Im 3-4-2-1: Karius - T. Becker, Katic, Kurucay - Ljubicic, Schallenberg, El-Faouzi, V. Becker - Adamu, Aouchiche - Sylla
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