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·19. April 2026
"Gibt keinerlei Zweifel": Männel will auch bei Abstieg bleiben

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Rechnerisch ist der Abstieg des FC Erzgebirge Aue durch das 2:2 beim VfB Stuttgart II zwar noch nicht besiegelt, doch angesichts eines Rückstands von zwölf Punkten und 16 Toren auf das rettende Ufer vor den letzten vier Spielen ist der Gang in die Regionalliga praktisch nicht mehr abzuwenden. Kapitän Martin Männel will beim Neuanfang mithelfen.
Fast hätte Marcel Bär in der Nachspielzeit noch den Siegtreffer erzielt, zog freistehend vor dem Tor aber deutlich drüber. "Das wäre allerdings zu viel des Guten gewesen", meinte Trainer Khvicha Shubitidze bei "MagentaSport". Mit dem Unentschieden könne sein Team "absolut leben", sodass der 51-Jährige seiner Mannschaft ein "kleines Lob" aussprach. Torhüter Martin Männel war dagegen weniger des Lobes. Schließlich sei es angesichts des bevorstehenden Abstiegs darum gegangen, nochmal eine anständige Leistung zu zeigen.
"Das haben wir, so ehrlich muss man sein, über 90 Minuten aber nicht geschafft", verwies er unter anderem auf den Doppelschlag kurz vor der Pause. "Da haben wir geschlafen, und das darf uns in der jetzigen Situation einfach nicht passieren." Immerhin: Nach dem Seitenwechsel habe Aue Charakter gezeigt, was in der aktuellen Situation nicht einfach sei. Denn neben den Ergebnissen müssten auch "viele Nebengeräusche" ausgeblendet werden. Guttau (54.) und Bär (88. / Elfmeter) gelang das mit ihren Treffern, wenngleich das Remis letztlich zu wenig war. Zwölf Punkte und 16 Tore fehlen zum rettenden Ufer – bei nur noch vier Spielen.
Dennoch glaubt Männel nach wie vor an die Minichance: "Wir wären ja verrückt, wenn wir nicht alles dafür tun würden, um da zu sein, wenn irgendjemand patzt. Bis dahin müssen wir alles reinhauen und unsere Leistung bringen." Da es aber nahezu ausgeschlossen ist, dass Saarbrücken die letzten vier Partien allesamt verliert, Aue jedes Spiel gewinnt und zudem noch 16 Tore aufholt, haben die Planungen für die Regionalliga längst begonnen. Auch mit Männel gab es bereits "erste Gespräche", wie dieser berichtete.
Und geht es nach dem 38-Jährigen, bleibt er den Veilchen weiterhin treu und geht damit in seine 19. Saison in Aue. "Die Lust und der Spaß am Fußball ist nie abhandengekommen. Zudem bin ich immer noch fit und möchte, sollte der Eventualfall eintreten, das in der Regionalliga wieder geradezurücken." Wie der Keeper betonte, gebe es "keinerlei Zweifel, dass ich gerne auch nächste Saison ein Teil dieser Mannschaft sein möchte". Nun gelte es noch, die Vorstellungen beider Seiten abzugleichen. "Ich möchte der Mannschaft helfen." Ob auf oder neben dem Platz, "darüber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht".
Bevor der Abstieg am nächsten Samstag im Heimspiel gegen Wiesbaden auch rechnerisch besiegelt werden könnte, steht am Mittwoch noch das wichtige Landespokal-Halbfinale beim Chemnitzer FC an. "Es geht darum, diesen Pokal zu holen, um nächste Saison im DFB-Pokal dabei zu sein und dem Verein ein bisschen mehr finanzielle Freiheit zu geben. Das ist unsere Aufgabe und unser Auftrag für dieses Spiel am Mittwoch", machte Männel klar.
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