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·10. Mai 2026
Gladbach braucht endlich den kompletten Neustart

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·10. Mai 2026

Borussia Mönchengladbach benötigt im kommenden Sommer einen radikalen Umbruch innerhalb des Vereins. Der aktuelle Kader muss detailliert analysiert und Spieler aussortiert werden, die perspektivisch keine Rolle mehr spielen. Rouven Schröder muss im Sommer mit einer gewissen Härte agieren. Bei einigen Spielern wird es womöglich nur mit klaren Ansagen oder sogar Vertragsauflösungen funktionieren.
Der Verein kann sich künftig nur noch Spieler leisten, die sich entwickeln möchten, sich vollständig mit Borussia identifizieren und sportlich alles investieren. Spieler, die ausschließlich aufgrund ihres hohen Gehalts oder ihrer Ablösesumme im Kader bleiben, darf es künftig nicht mehr geben.
Folgende Spieler sollten kein Bestandteil des Gladbach-Kaders 2026/2027 mehr sein:
Alle drei Spieler zählen zu den Topverdienern im Kader, besitzen aktuell jedoch kaum noch eine sportliche Perspektive am Niederrhein. Borussia Mönchengladbach müsste deshalb entweder Verkäufe realisieren oder sogar Vertragsauflösungen in Betracht ziehen, um keine wichtigen Kaderplätze weiter zu blockieren.

Neuhaus hat keine Perspektive in Gladbach – Photo by Christof Koepsel/Getty Images
Mit Spielern wie Joe Scally, Franck Honorat und Shuto Machino müssten die Fohlen versuchen, dringend benötigte Transfererlöse zu erzielen. Gerade die Außenverteidigung ist seit Jahren eine Dauerbaustelle bei Borussia Mönchengladbach. Der Verein muss es endlich schaffen, wieder bundesligataugliche Außenverteidiger zu verpflichten und diese Problemzone nachhaltig zu stabilisieren.
Auch Spieler wie Grant-Leon Ranos, Noah Pesch und Shio Fukuda konnten ihre Bundesligatauglichkeit bislang nicht dauerhaft nachweisen und gelten daher ebenfalls als Verkaufskandidaten. Gladbach benötigt wieder einen Kader mit einer gesunden Mischung aus erfahrenen Führungsspielern, entwicklungsfähigen Talenten und Nachwuchsspielern aus der eigenen Akademie.
Nur so kann die aktuelle Lethargie und fehlende Ambition innerhalb der Mannschaft langfristig beendet werden.
Folgende Spieler könnten das Grundgerüst der Mannschaft für die Saison 2026/2027 bilden:
Diese zehn Spieler sollten das sportliche Grundgerüst der neuen Mannschaft bilden und gezielt durch vier bis fünf hochwertige Transfers ergänzt werden. Bei Fabio Chiarodia und Lukas Ullrich müsste ein möglicher neuer Trainer beurteilen, ob das Potenzial dauerhaft für die Bundesliga ausreicht. Ergänzt werden könnte der Kader unter anderem durch Kevin Stöger und Nathan Ngoumou.
Hier muss Rouven Schröder konsequent handeln, um wieder eine Mannschaft mit echter sportlicher Ambition zusammenzustellen.
Für Eugen Polanski dürfte es nach nicht einmal einer kompletten Saison kaum noch eine langfristige Perspektive am Niederrhein geben. Nach dem letzten Spieltag gegen die TSG Hoffenheim könnte die Trennung vom Cheftrainer offiziell bekanntgegeben werden. Rouven Schröder muss einen Trainer finden, der eine Mannschaft ähnlich wie einst Lucien Favre über mehrere Jahre formen kann.
Ein Coach, der junge Talente entwickelt, integriert und am Ende sportliche wie wirtschaftliche Werte schafft. Ob Schröder einen solchen Trainer finden kann, werden die kommenden Monate und Jahre zeigen. Die große Frage bleibt allerdings, welcher Trainer sich das Projekt Borussia Mönchengladbach in der aktuellen Gemengelage überhaupt zutraut. Ein Engagement am Borussia-Park wäre gleichzeitig Chance und enormes Risiko.

Polanski in Gladbach gescheitert -Photo by Christof Koepsel/Getty Images
Auch die Vereinsführung steht zunehmend in der Kritik. Stefan Stegemann war zunächst von 2022 bis 2025 Vizepräsident des Vereins und ist seit Januar 2025 Geschäftsführer von Borussia Mönchengladbach. Der 62-Jährige hat den sportlichen und finanziellen Niedergang der vergangenen Jahre mitverantwortet.
Trotz weiterhin hoher Umsätze gelang es dem Verein nicht, Borussia wirtschaftlich nachhaltig zu stabilisieren. Eine fatale Bilanz für einen Geschäftsführer eines Wirtschaftsunternehmens, als das Borussia Mönchengladbach inzwischen betrachtet werden muss. Daher wird intern und unter Fans zunehmend auch die Rolle von Stegemann kritisch hinterfragt.
Bereiche wie Sponsoring, Merchandising und Marketing leisten bei Borussia Mönchengladbach seit Jahren gute Arbeit. Umso größer ist die Kritik daran, dass die Vereinsführung diese positive Entwicklung sportlich nicht nutzen konnte.
Auch die Rolle von Mark Aretz wird inzwischen zunehmend hinterfragt. Der langjährige Pressesprecher ist inzwischen Geschäftsführer Sport und Kommunikation und trägt damit ebenfalls Mitverantwortung für die Entwicklung der vergangenen Jahre.
Dass Rainer Bonhof als Präsident gemeinsam mit Hannelore Kraft als Vizepräsidentin für viele Fans nicht mehr tragbar ist, wird rund um Borussia immer häufiger diskutiert. Vor allem Bonhofs Auftritte auf den Mitgliederversammlungen sorgten zuletzt für massive Kritik. Der 74-Jährige wirkte auf sachliche Fragen häufig gereizt und antwortete mehrfach ausweichend oder emotional.
Viele Fans sehen genau darin ein Sinnbild für die aktuellen Probleme innerhalb des Vereins. Eitelkeiten und festgefahrene Strukturen würden die sportliche Entwicklung von Borussia Mönchengladbach zunehmend blockieren. Die entscheidende Frage bleibt daher, ob der Aufsichtsrat überhaupt die Macht besitzt, tiefgreifende Veränderungen innerhalb des Vereins anzustoßen.
Denn allein von Tradition und Vergangenheit zu leben, wird in den kommenden Jahren nicht mehr ausreichen. Ohne einen echten Neuanfang droht Borussia Mönchengladbach langfristig sportlich weiter abzurutschen. Mehrere Traditionsvereine befinden sich bereits in der 2. Bundesliga, weil sie den Umbruch in die moderne Fußballwelt verpasst haben.
Noch besitzt Gladbach die Chance, diesen Absturz zu verhindern. Doch dafür benötigt der Verein im Sommer einen echten Neuanfang – sportlich, strukturell und personell.
Glaubt ihr, dass sich Borussia Mönchengladbach im Sommer wirklich neu aufstellen wird und den Weg in eine modernere Zukunft einschlägt? Schreibt es in die Kommentare!
🖊 Autor: Jan David Busch
📷 Photo by IMAGO / Chai v.d. Laage
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