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·7. Mai 2026

Gladbach braucht wieder einen Favre-Moment

Artikelbild:Gladbach braucht wieder einen Favre-Moment

Gladbach vor der Saisonanalyse

Borussia Mönchengladbach hat theoretisch im Saisonendspurt gegen den FC Augsburg und die TSG Hoffenheim noch die Möglichkeit, Platz neun in der Bundesliga zu erreichen. Dafür benötigt die Mannschaft allerdings zwei Siege, um sich diese Chance offen zu halten und womöglich zusätzliche Einnahmen durch die TV-Gelder zu sichern.

Nach dem überraschenden und überzeugenden Sieg gegen Borussia Dortmund ist die Anspannung nach dem gesicherten Klassenerhalt sowohl bei den Verantwortlichen als auch bei den Fans deutlich abgefallen. Die Fohlen können befreit in die letzten beiden Saisonspiele gehen und vielleicht war der Erfolg gegen den BVB sogar ein kleiner Brustlöser.


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Große Saisonanalyse nach Hoffenheim-Spiel

Nach dem Heimspiel gegen Hoffenheim wird traditionell eine intensive Saisonanalyse stattfinden. Nach einem schwachen Saisonstart und zwischenzeitlich Platz 18 hat es die Mannschaft von Eugen Polanski zwar geschafft, den Klassenerhalt frühzeitig zu sichern, allerdings fehlte es sowohl an spielerischer Entwicklung als auch an der Entwicklung einzelner Spieler.

Zudem wirkten einige Personalentscheidungen des 40-Jährigen oftmals nicht nachvollziehbar. Polanski machte in den vergangenen Monaten häufig einen kritikresistenten Eindruck und verfing sich öffentlich immer wieder in Widersprüchen.

Wer wird Gladbach-Trainer in der kommenden Saison?

Die große Frage, die sich derzeit alle stellen: Wer steht in der kommenden Saison an der Seitenlinie von Borussia Mönchengladbach? Laut mehreren Medienberichten dürfte es für Polanski eng werden, sollte Rouven Schröder einen Trainerkandidaten finden, der alle Verantwortlichen am Borussia-Park überzeugt.

Ein „Weiter so“ mit Polanski würde bei vielen Fans wohl auf großes Unverständnis stoßen, da man bereits im vergangenen Sommer mit Gerardo Seoane an einem ähnlichen Prinzip festhielt mit bekanntlich enttäuschendem Ausgang.

Welche Traineralternativen hat Borussia Mönchengladbach?

Die Fohlen wollen in der kommenden Saison wieder für offensiven Fußball stehen und dafür auf eine Viererkette umstellen. Dafür wäre Matthias Jaissle wohl der perfekte Trainer. Jaissle arbeitet derzeit in Saudi-Arabien und steht für extrem intensiven Pressingfußball mit einer emotionalen Ansprache an der Seitenlinie. Jaissle wäre wohl eine absolute A-Lösung. Fraglich bleibt jedoch, ob Borussia Mönchengladbach nach den vergangenen Jahren überhaupt realistische Chancen hätte, einen Trainer dieses Kalibers zu verpflichten.

Artikelbild:Gladbach braucht wieder einen Favre-Moment

Jaissle die optimale Option für Gladbach – Photo by Yasser Bakhsh/Getty Images

Ähnlich dürfte die Situation bei Mauro Lustrinelli aussehen. Der frischgebackene Meistertrainer vom FC Thun gewann mit dem Aufsteiger sensationell die Schweizer Meisterschaft. Der 50-Jährige lässt in einer Viererkette erfrischenden Offensivfußball spielen und hat trotz begrenzter Mittel das Maximum aus seinem Kader herausgeholt. Eine ähnliche Situation würde der Schweizer auch in Gladbach vorfinden. Lustrinelli steht beim FC Thun noch bis 2028 unter Vertrag und Borussia müsste vermutlich eine hohe Ablöse investieren, um ihn aus seinem Vertrag herauszukaufen.

Gladbach braucht den nächsten Favre-Moment

Borussia Mönchengladbach benötigt einen Glücksgriff wie damals Lucien Favre einen Trainer, der es schafft, einer Mannschaft einen klaren Spielstil aufzudrücken und ein Team über mehrere Jahre hinweg zu entwickeln. Darüber hinaus gibt es mit Domenico Tedesco, Horst Steffen, Ralph Hasenhüttl und weiteren Namen mehrere ablösefreie Kandidaten auf dem Markt.

Allerdings würden diese Lösungen vermutlich nicht überall auf große Begeisterung stoßen. Die entscheidende Frage wird sein, ob Rouven Schröder einen Trainer überzeugen kann, der an den „Borussia-Weg“ glaubt und sich trotz des schwierigen Umfelds mit dem Verein identifizieren möchte.

Ein Trainerwechsel wäre teuer

Eine Entlassung von Eugen Polanski würde Borussia Mönchengladbach vermutlich eine Millionen-Abfindung kosten, da der Trainer noch bis 2028 an die Fohlen gebunden ist. Ein Trainerwechsel nur als kurzfristiger Impuls ohne klare Strategie könnte mit Ansage scheitern.

Sollte Schröder keinen passenden Trainer finden, ist es daher durchaus möglich, dass Borussia zunächst doch mit Polanski weitermacht.

Könntet ihr euch vorstellen, dass Eugen Polanski noch eine weitere Chance erhält? Schreibt es in die Kommentare!

🖊 Autor: Jan David Busch

📷 Photo by Gonzalo Arroyo Moreno/Getty Images

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