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·27. September 2026

Gladbach: Die bittere Bilanz unter Stefan Stegemann

Artikelbild:Gladbach: Die bittere Bilanz unter Stefan Stegemann

Stegemanns fatale Bilanz als Gladbach-Geschäftsführer

Dr. Stefan Stegemann hat im Januar 2025 als Geschäftsführer bei Borussia Mönchengladbach übernommen und sollte die Lücke füllen, die Stephan Schippers hinterlassen hatte. Schippers ist gelernter Wirtschaftsprüfer und Steuerberater und hat Borussia ab 1999 durch schwierige Zeiten geführt vom Bau des Borussia-Parks über den Abstieg und finanzielle Krisen bis hin zur Corona-Pandemie. Doch 2024 entschied sich Schippers trotz eines gültigen Vertrags dazu, von seinem Amt bei Borussia zurückzutreten.

Für Borussia kam diese Entscheidung, wie auch aus der offiziellen Mitteilung hervorging, völlig überraschend. Nach Max Eberl verlor der Verein damit eine weitere Person mit großer Fachexpertise, die ersetzt werden musste. Die Wahl fiel schließlich auf den damaligen Vizepräsidenten des Vereins, Dr. Stefan Stegemann. Stegemann war zu diesem Zeitpunkt bereits seit 2022 Vizepräsident des Clubs und Geschäftsführer des Gladbach-Sponsors Sonepar. Er verließ Sonepar, um den Job als Geschäftsführer bei Borussia Mönchengladbach anzutreten.


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Schippers hinterließ eine große Lücke in Gladbach

Schippers war ein Mann, der wusste, wie man einen Bundesligaverein führt, und der seit 2010 zudem Aufsichtsratsmitglied der DFL war. Er galt in der Liga als anerkannter und geschätzter Fachmann. Bei Stegemann stellte sich die Ausgangslage anders dar. Er verfügte bei seinem Amtsantritt über keine Erfahrung in der Führung eines Bundesligaclubs. Auch Markus Aretz, der die Geschäftsführung komplettiert, kommt als Medienprofi aus einem anderen Fachbereich und verfügt nicht über eine vergleichbare sportliche Expertise.

Sportliche Probleme haben sich weiter verschärft

Seit dem Amtsantritt von Stefan Stegemann hat sich die Situation bei Borussia noch einmal dramatisch verschärft. Der Club hat im Geschäftsjahr 2025 ein Minus von vier Millionen Euro eingefahren. Zudem hielt man sehr lange an Sportdirektor Roland Virkus fest, der aus unserer Sicht mit zahlreichen Entscheidungen falsch lag. Im Sommer 2025 entschied man sich dazu, mit Virkus und Seoane in die neue Saison zu gehen. Rückblickend war das aus unserer Sicht sowohl finanziell als auch sportlich eine fatale Fehlentscheidung.

Artikelbild:Gladbach: Die bittere Bilanz unter Stefan Stegemann

Managementfehler in Gladbach – IMAGO / Revierfoto

Seoane wurde bereits nach drei Spieltagen entlassen und auch Virkus wurde frühzeitig von seinen Aufgaben entbunden. Er ist allerdings weiterhin als Trainer-Scout im Verein tätig eine Entscheidung, die bei vielen Beobachtern für Unverständnis sorgt. Anschließend entschied man sich in einem Auswahlverfahren für Rouven Schröder als neuen Sportchef. Bereits zuvor hatte man Polanski als Interimstrainer installiert.

Nur drei Wochen nach dem Amtsantritt von Rouven Schröder wurde der Vertrag von Polanski langfristig bis 2028 verlängert.

Umfrage Live

Ist Dr. Stefan Stegemann der richtige Geschäftsführer für Borussia Mönchengladbach?

  1. Ja - Top Geschäftsmann und das braucht der Verein
  2. Nein - Brauchen jemanden der weiß wie man eine Bundesligamannschaft führt

2026 wiederholt Gladbach den gleichen Fehler

Im Sommer 2026 unterlief dem neuen Sportchef und der Geschäftsführung aus unserer Sicht der gleiche Fehler erneut: Man entschied sich dazu, mit einem bereits angeschlagenen Trainer in die neue Saison zu gehen Erneut musste Borussia bereits nach drei Spieltagen den Trainer wechseln. Alexander Blessin übernahm anschließend die Mannschaft. Laut der „Rheinischen Post“ ist inzwischen auch Sportchef Rouven Schröder bereits angezählt.

Damit stellt sich zwangsläufig auch die Frage nach der bisherigen Bilanz von Geschäftsführer Dr. Stefan Stegemann.

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  2. Nein - Brauchen jemanden der weiß wie man eine Bundesligamannschaft führt

Hat Gladbach die verlorene Expertise ersetzen können?

Aus unserer Sicht fällt Stegemanns bisherige Bilanz als Geschäftsführer ernüchternd aus. Die große Expertise, die Borussia mit dem Abschied von Stephan Schippers verloren hat, konnte bislang nicht gleichwertig ersetzt werden. Insgesamt fehlt es dem Verein nach den Abgängen von Schippers, Eberl und auch Hans Meyer unserer Einschätzung nach massiv an sportlicher Fachexpertise. Die Entwicklungen der vergangenen Jahre liefern zumindest genügend Gründe, auch die Zusammensetzung und Entscheidungen der Vereinsführung kritisch zu hinterfragen.

Wie beurteilt ihr die Amtszeit von Stefan Stegemann? Schreibt es in die Kommentare!

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🖊 Autor: Jan David Busch

📷 Photo by IMAGO / Maximilian Koch

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