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·4. Oktober 2026

Gladbach: Ist dieser Kader wirklich besser als Platz 18?

Artikelbild:Gladbach: Ist dieser Kader wirklich besser als Platz 18?

Ist Gladbachs Kader überbewertet?

Seit Jahren hat man am Niederrhein das Gefühl, dass mit dem Gladbacher Kader deutlich mehr drin sein müsste als der Abstiegskampf. Doch seit fünf Jahren hat Borussia keine einstellige Platzierung in der Liga mehr erreicht. Gleichzeitig wurde der Kader qualitativ Jahr für Jahr ausgedünnt und der Marktwertverfall ist seit Jahren nicht mehr aufzuhalten. In der Saison 2020/21 hatte man noch einen Kaderwert von über 300 Millionen Euro. Über die vergangenen Jahre hat der Verein den Marktwert des Kaders jedoch fast gedrittelt.

Gladbach verliert erneut an Marktwert

Beim letzten Marktwertupdate mussten die Fohlen erneut einen Verlust von 3,6 Millionen Euro hinnehmen.


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Nachfolgend eine Übersicht der einzelnen Marktwertupdates:

  • Hugo Bolin: 6 Mio. € → 7,5 Mio. €
  • Robin Hack: 7 Mio. € → 5 Mio. €
  • Joe Scally: 7 Mio. € → 5 Mio. €
  • Ko Itakura: 8 Mio. € → 4 Mio. €
  • Shuto Machino: 4 Mio. € → 3 Mio. €
  • Jan Leszczynski: 600.000 € → 3 Mio. €
  • Mathieu Nguefack: 1,5 Mio. € → 3 Mio. €

Inzwischen beträgt der Kaderwert nur noch knapp 135 Millionen Euro. Damit liegt Borussia auf Platz 13 der Liga.

Mannschaften wie Köln, der Hamburger SV, Mainz oder Augsburg haben teilweise einen deutlich höheren Marktwert. Gerade der FC Augsburg hat die Fohlen in den vergangenen Jahren mit einem Marktwert von 192 Millionen Euro komplett abgehängt. Ein Ende des Marktwertverfalls ist derzeit tatsächlich noch nicht in Sicht.

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Schröder muss den Marktwertverfall stoppen – IMAGO / DeFodi Images

Drohen Gladbach die nächsten Marktwertverluste?

Bei Spielern wie Moritz Nicolas, Lukas Ullrich, Philipp Sander, Jens Castrop (Verletzung), Enzo Leopold (Verletzung), Robin Hack, Nicolas Kühn (ausgeliehen und verletzt), Shuto Machino und auch Tim Kleindienst deutet derzeit vieles auf ein mögliches Downgrade bei den Marktwerten hin. Daher erscheint es eher wahrscheinlich, dass Borussias Kaderwert noch weiter fallen könnte.

Zwar hat man mit Leszczynski, Nguefack, Mohya und Bolin einige Spieler im Kader, die ihren Marktwert derzeit halten oder steigern können, doch die Verluste der anderen Spieler können diese Hoffnungsträger aktuell nicht auffangen.

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Nguefack eine Startelfoption? –

IMAGO / MB Media Solutions

Etablierte Spieler weit weg von ihrem Leistungslimit

Spieler wie Itakura, Diks, Stöger, Kleindienst, Honorat und auch Hack sind weit von ihrem Leistungslimit entfernt. In Gladbach hofft man immer wieder darauf, dass gerade die etablierten Spieler wieder ihr Top-Niveau abrufen. Doch alles auf diese Hoffnung zu setzen, hat bereits in den vergangenen Jahren nicht funktioniert. Das größere Problem ist aus unserer Sicht, dass durch die schwachen Auftritte kaum ein erfahrener Spieler noch einen echten Verkaufswert besitzt.

Selbst bei Spielern wie Hack und Honorat dürfte es in Zukunft schwer werden, noch eine große Ablöse zu kassieren. Daher muss Rouven Schröder im Winter und auch im kommenden Sommer wieder alles daransetzen, den Kader weiter umzubauen. Denn sich ganz allein auf die Hoffnung einer Leistungssteigerung zu verlassen, wird nicht reichen. Der Marktwert spiegelt die Entwicklung der vergangenen Jahre von Borussia tatsächlich sehr gut wider und es dürfte sehr schwer werden, jetzt den Turnaround hinzulegen.

Umfrage Live

Ist der Gladbach-Kader gut genug?

  1. Ja - Einsteilligkeit muss damit möglich sein
  2. Ja - Für den Klassenerhalt muss das reichen
  3. Nein - Dieser Kader ist ein Abstiegskader

Auch Blessin bekommt die Kaderprobleme zu spüren

Bereits beim ersten richtigen Testspiel unter Alexander Blessin hat man gemerkt, dass der neue Trainer wohl auch mit diesem Kader Probleme bekommen wird. Gegen einen Mittelklasseverein aus der 2. Bundesliga konnten die Fohlen nur über wenige Phasen der Partie überzeugen. Immer wieder konnten sich die Kiezkicker durchsetzen und sich schlussendlich das Unentschieden erarbeiten.

Ist Gladbachs Kader tatsächlich überbewertet?

Viele Fans wünschen sich das Wunder von Alexander Blessin. Doch ähnlich wie bei der Nationalmannschaft mit Jürgen Klopp muss man sich aus unserer Sicht eingestehen, dass die Kaderqualität im Verhältnis zu anderen Bundesligavereinen maximal noch im unteren Drittel anzusiedeln ist. Gladbach hat zwar viele Spieler, die in der Vergangenheit teilweise große Leistungen gezeigt haben, ihren Leistungszenit aber anscheinend teilweise bereits deutlich überschritten haben wie beispielsweise Kevin Stöger.

Gladbach hat zwar weiterhin namhafte Spieler im Kader, doch die entsprechende Leistung auf dem Platz fehlt seit Jahren. Daher stellt sich zunehmend die Frage, ob einige Spieler bei Borussia nicht auch deutlich überschätzt werden.

Was glaubt ihr? Ist der Gladbach-Kader zu stark zum Absteigen oder wird er überschätzt? Schreibt es in die Kommentare!

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🖊 Autor: Jan David Busch

📷 Photo by IMAGO / STEINSIEK.CH

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