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·26. September 2026

Gladbach: Ist Rouven Schröder bereits angezählt?

Artikelbild:Gladbach: Ist Rouven Schröder bereits angezählt?

Schröder in Gladbach bereits angezählt

Rouven Schröder ist laut der „Rheinischen Post“ auch durch die Trainerentscheidungen rund um Eugen Polanski und nun Alexander Blessin am Borussia-Park längst angezählt. Laut dem Bericht der Journalistin Hannah Gobrecht soll die Zukunft des Gladbacher Sportchefs auch eng mit dem Erfolg des neuen Trainers Alexander Blessin zusammenhängen. In dem Bericht der RP entsteht zumindest der Eindruck, als wäre Rouven Schröder gerade bei der Entscheidung für Polanski maßgeblich verantwortlich gewesen.

Fakt ist, dass Schröder am 14. Oktober 2025 sein Amt als Head of Sports bei Borussia angetreten hat. Nur einen Monat später wurde Polanski vom Interimstrainer zum Cheftrainer befördert und mit einem Vertrag bis 2028 ausgestattet. Ob Rouven Schröder diese Entscheidung tatsächlich vollständig eigenständig getroffen hat oder ob auch Präsidium und Geschäftsführung die Entscheidung mitgetragen haben, darüber darf zumindest spekuliert werden. Mit Polanski in die Sommervorbereitung zu gehen, war aus heutiger Sicht zumindest ein schwerer Fehler, wie der misslungene Saisonstart zeigt.


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RP schreibt vom „Geschröderten Gladbach“

Grundsätzlich legt Rouven Schröder zumindest den Finger in die Wunde der „Wohlfühloase Borussia Mönchengladbach“. Der 50-Jährige durfte mit André Hechelmann für den Bereich Kaderplanung, Jan-Moritz Lichte als Co-Trainer und Jörg Menger als Performance-Trainer seine Vertrauten installieren. Die RP bezeichnet das bereits nach nicht einmal einem Jahr als „Geschrödertes Gladbach“.

Die frühzeitige und sehr deutliche Kritik an Rouven Schröder ist durchaus überraschend. Mit einer solch klaren Kritik war sein Vorgänger Roland Virkus erst zu einem deutlich späteren Zeitpunkt konfrontiert, obwohl er für die Entlassungen von Hütter, Farke und Seoane sowie weitere sportliche Entscheidungen verantwortlich war und zudem ein deutlich höheres Transferbudget zur Verfügung hatte.

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Viirkus wurde in Gladbach geduldet – Photo by Maja Hitij/Getty Images

Schröders Transfers überzeugen bislang nur teilweise

Fakt ist allerdings auch, dass man sich zum jetzigen Zeitpunkt deutlich mehr von Rouven Schröder versprochen hat. Borussia steht sportlich ähnlich schlecht da wie zu dem Zeitpunkt, als Schröder vor knapp einem Jahr angefangen hat. Auch die Transfers, die er mit einem deutlich geringeren Budget als sein Vorgänger bewältigen musste, haben bisher nicht wie erhofft eingeschlagen.

Lediglich bei Hugo Bolin und Jan Leszczynski zeichnen sich bereits jetzt zwei starke Entwicklungen ab. Von Herold, Itakura und Lidberg, in die man zusammen mehr als zehn Millionen Euro investiert hat, dürfte man sich hingegen deutlich mehr versprochen haben.

Liegen Gladbachs Probleme noch viel tiefer?

Bei Borussia Mönchengladbach hat sich viel verändert, doch gewisse Strukturen sind gleich geblieben. Vom Aufsichtsrat über das Präsidium bis hin zur Geschäftsführung gab es vor allem interne Veränderungen und keinen wirklichen Umbruch. Aus Gesprächen mit ehemaligen Mitarbeitern von Borussia Mönchengladbach entsteht zudem der Eindruck, dass es auch innerhalb der sportlichen Führungsriege auf Abteilungsleiter-Ebene unter Rouven Schröder Probleme gibt.

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Demnach soll es festgefahrene Strukturen geben, gerade im Analysebereich, wodurch Weiterentwicklungen nur schwer vorangetrieben werden könnten. Auch der hochgelobte Fohlenstall wird teilweise mit teuren externen Talenten wie Fritz Fleck, Tyler Meiser, Samin Mujevic und Iaia Danfa verstärkt. Nach unserer Einschätzung stellt sich dabei die Frage, ob diese Spieler bei anderen Vereinen vergleichbare Angebote erhalten hätten.

Würde eine Schröder-Entlassung überhaupt etwas ändern?

Das grundsätzliche Problem bei Borussia liegt aus unserer Sicht deutlich tiefer. Eine Entlassung von Rouven Schröder dürfte wohl nur wenig an den grundsätzlichen Strukturen im Verein verändern. Vielmehr bestünde die Gefahr, dass die von uns kritisierte „Wohlfühloase“ im Verein wieder zurückkehrt. Schröder hat bei einigen Entscheidungen bisher definitiv kein glückliches Händchen gehabt. Sollte Rouven Schröder jedoch hinschmeißen oder entlassen werden, könnten die Fohlen vor einem Scherbenhaufen stehen. Anschließend müsste zudem die schwierige Frage nach einem möglichen Nachfolger beantwortet werden.

Roland Virkus würde dem Verein mit Sicherheit weiterhin zur Verfügung stehen.

Wie beurteilt ihr die frühe Kritik an Rouven Schröder? Schreibt es in die Kommentare!

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🖊 Autor: Jan David Busch

📷 Photo by IMAGO / Kirchner-Media

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