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·20. Juli 2026

Gladbach und der Fall Ngoumou

Artikelbild:Gladbach und der Fall Ngoumou

Gladbach und der Fall Ngoumou

Nathan Ngoumou ist nach einem Jahr Verletzungspause wieder ins Mannschaftstraining von Borussia Mönchengladbach zurückgekehrt. Nach seinem Achillessehnenriss stand der Franzose im ersten Testspiel gegen den Wuppertaler SV direkt in der Startelf und präsentierte sich wieder voll einsatzfähig. Der 26-Jährige wurde auf der Rechtsverteidigerposition eingesetzt. Da Wuppertal jedoch kaum Offensivaktionen hatte, interpretierte der Flügelspieler seine neue Rolle sehr offensiv.

Ngoumou hat sein Tempo nicht verloren

Bereits jetzt lässt sich erkennen, dass Ngoumou seine enorme Geschwindigkeit trotz der langen Verletzungspause nicht eingebüßt hat. In mehreren Situationen überlief er seine Gegenspieler und setzte immer wieder offensive Akzente. Mit seinem Tempo bringt Ngoumou eine Qualität mit, die im aktuellen Gladbacher Kader nahezu einzigartig ist. Nach seinem Wechsel im Sommer 2022 für rund 8 Millionen Euro vom FC Toulouse an den Niederrhein konnte der Franzose allerdings bislang nicht dauerhaft überzeugen.


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In seiner ersten Saison unter Daniel Farke kam er lediglich auf 20 Einsätze und ein Tor. Zudem galt Ngoumou nicht als Wunschtransfer des damaligen Trainers, sondern von Roland Virkus. Farke hätte stattdessen lieber einen klassischen Mittelstürmer verpflichtet. In seiner zweiten Saison lief es für den Franzosen bereits deutlich besser. Trotz der enttäuschenden Spielzeit unter Gerardo Seoane absolvierte Ngoumou wettbewerbsübergreifend 36 Partien und steuerte 6 Tore sowie 4 Vorlagen bei.

Artikelbild:Gladbach und der Fall Ngoumou

Ngoumou-Abschied? – Photo by Joern Pollex/Getty Images

Entscheidung im Sommer?

In der Saison 2024/25 kam Ngoumou auf 21 Einsätze, 2 Tore und 1 Vorlage. Dann folgte nach dem Auswärtsspiel beim FC St. Pauli beim Auslaufen der schwere Achillessehnenriss. Gerade vor seiner Verletzung hatte man den Eindruck, dass sich Ngoumou immer weiter steigerte. Mit seinen Treffern gegen Stuttgart und Heidenheim sowie seiner Vorlage gegen Union Berlin trug er maßgeblich dazu bei, dass Gladbach zwischenzeitlich von den Europapokalplätzen träumen durfte.

Der Vertrag des Franzosen läuft noch bis 2027. Dennoch dürfte in diesem Sommer eine wichtige Entscheidung anstehen. Aktuell berichtet die Rheinische Post, dass ein Verkauf durchaus möglich sei. Die Gespräche mit der Spielerseite und möglichen Interessenten sollen sich allerdings noch in einer frühen Phase befinden. Ngoumou soll in Gladbach inklusive Boni rund 2,1 Millionen Euro pro Jahr verdienen und zählt damit zu den besser bezahlten Spielern im Kader. Sein Marktwert wird derzeit auf rund 3,5 Millionen Euro geschätzt.

Rouven Schröder soll grundsätzlich bereit sein, den Franzosen zu verkaufen, um Gehalt einzusparen und einen späteren ablösefreien Abgang zu vermeiden. Sollte jedoch kein angemessenes Angebot eingehen, wäre es durchaus denkbar, mit Ngoumou zunächst ohne Vertragsverlängerung in die neue Saison zu gehen und die Situation im Winter neu zu bewerten. Dass Ngoumou der Mannschaft mit seinem Tempo und seinen Qualitäten in bestimmten Spielsituationen weiterhelfen kann, hat er bereits bewiesen.

Wie würdet ihr im Fall Ngoumou vorgehen? Schreibt es in die Kommentare!

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🖊 Autor: Jan David Busch

📷 Photo by Sebastian Widmann/Getty Images

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