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·8. Januar 2026

Gladbachs Millionenproblem: Warum der Kaderumbau von Rouven Schröder stockt

Artikelbild:Gladbachs Millionenproblem: Warum der Kaderumbau von Rouven Schröder stockt

Gladbachs Kaderumbruch auf Eis – Vertragliche Baustellen bei Borussia Mönchengladbach

Auf seiner Antrittspressekonferenz machte Rouven Schröder unmissverständlich klar, dass er den Kader von Borussia Mönchengladbach verkleinern möchte. Doch dieses Vorhaben gestaltet sich deutlich schwieriger als zunächst angenommen.

Die sportlich negative Entwicklung der vergangenen fünf Jahre hat gleich mehrere Konsequenzen: Zum einen sind viele Spieler des aktuellen Gladbach-Kaders auf dem Transfermarkt nur begrenzt gefragt, zum anderen gelingt es dem Klub kaum noch, internationale Top-Talente an den Borussia-Park zu holen und später gewinnbringend weiterzuverkaufen.


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Hinzu kommt ein weiteres zentrales Problem: Zu viele Spieler blockieren mit hohen Gehältern wertvolle Kaderplätze, ohne sportlich oder wirtschaftlich einen entsprechenden Gegenwert zu liefern.

Diese Verträge belasten Borussia Mönchengladbach besonders

Jonas OmlinDer 31-jährige Torhüter kam im Januar 2023 für rund 9 Millionen Euro als Nachfolger von Yann Sommer nach Gladbach. Nach einem starken ersten Halbjahr und seiner Ernennung zum Kapitän folgte eine langwierige Verletzungsmisere, die ihm letztlich den Stammplatz kostete.Mit einem geschätzten Jahresgehalt von rund 3 Millionen Euro ist Omlin aktuell einer der teuersten Ersatzkeeper der Bundesliga. Sein Vertrag läuft noch bis 2027, ein Transfer gilt aufgrund seiner Verletzungshistorie als nahezu ausgeschlossen – eine erhebliche finanzielle Belastung für den Verein.

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Omlins Verletzungsmisere – Photo by Joern Pollex/Getty Images

Marvin FriedrichDer Innenverteidiger wechselte bereits im Januar 2022 für 5,5 Millionen Euro zur Borussia, konnte sich jedoch nie dauerhaft durchsetzen. In der laufenden Saison kommt er lediglich auf vier Kurzeinsätze.Bei einem Jahresgehalt von knapp 2 Millionen Euro wäre Gladbach grundsätzlich an einem Verkauf interessiert. Da Friedrich bei einem Wechsel jedoch deutliche Gehaltseinbußen hinnehmen müsste, ist davon auszugehen, dass er seinen Vertrag bis Sommer 2026 erfüllen wird. Ein Winterabgang erscheint unwahrscheinlich.

Florian NeuhausDer offensive Mittelfeldspieler erhält unter Trainer Polanski wieder mehr Einsatzzeit, dennoch steht nach 11 Bundesligaspielen lediglich ein Assist zu Buche. Für einen Offensivakteur ist diese Bilanz enttäuschend.Besonders problematisch: Mit einem Gehalt von über 4 Millionen Euro pro Jahr gehört Neuhaus zu den Topverdienern des Klubs und ist noch bis 2027 gebunden. Sportlich wie finanziell passt sein Vertrag seit Längerem nicht mehr ins Gefüge. Trotz Alternativen wie Mohya, Reyna oder Stöger ist ein vorzeitiger Abgang derzeit kaum realistisch.

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Imago

Kevin StögerDer Österreicher kam im Sommer 2024 ablösefrei vom VfL Bochum, inklusive hohem Handgeld. Die Erwartungen konnte er bislang jedoch nicht erfüllen, weshalb Gladbach im Sommer mit Gio Reyna nochmals im offensiven Mittelfeld nachlegte.Ein Wechsel wäre aus Vereinssicht denkbar, doch Stöger hat sich klar zu Borussia Mönchengladbach bekannt. Mit einem Vertrag bis 2027 und einem Gehalt von rund 3 Millionen Euro ist diese Haltung aus Spielersicht nachvollziehbar.

Tomáš ČvančaraDer Mittelstürmer kam für rund 10,5 Millionen Euro und könnte sich zu einem langfristigen finanziellen Problem entwickeln. Bis auf wenige Ansätze blieb der Nachweis seiner Bundesliga-Tauglichkeit bislang aus.Auch die gescheiterte Leihe zu Antalyaspor steigerte seinen Marktwert nicht. Čvančara steht noch bis 2028 unter Vertrag. Sollte eine weitere Leihe ebenfalls misslingen, ist es durchaus möglich, dass er seinen Vertrag aufgrund seines guten Gehalts vollständig erfüllt.

Hohe Gehaltskosten – geringe sportliche Rendite

Zwar läuft der Vertrag von Marvin Friedrich im Sommer 2026 aus, doch die hoch dotierten Verträge von Omlin, Neuhaus und Stöger belasten den Klub noch bis 2027. Allein in den kommenden anderthalb Jahren summieren sich die Gehaltskosten (Stöger, Neuhaus, Omlin) auf rund 15 Millionen Euro – bei überschaubarem sportlichem Mehrwert.

Schröders schwierige Mission

Rouven Schröder steht damit vor einer großen Herausforderung. Ohne Einfluss auf vergangene Vertragsabschlüsse muss er versuchen, Spieler von neuen Wegen zu überzeugen und gleichzeitig den überfüllten Kader zu verschlanken.Solange diese Altlasten bestehen, sind weitere Neuverpflichtungen kaum möglich – der Kader ist schlicht zu groß und finanziell zu schwer.

Was meint ihr:Kann Rouven Schröder diese komplexe Situation bei Borussia Mönchengladbach lösen – und welchen Weg würdet ihr einschlagen?

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🖊 Autor: Jan David Busch

📷 Photo by Frederic Scheidemann/Getty Images

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