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·10. September 2026

Gnabry vor dem Comeback: Wie sehr braucht Bayern ihn eigentlich noch?

Artikelbild:Gnabry vor dem Comeback: Wie sehr braucht Bayern ihn eigentlich noch?

Über vier Monate ohne Pflichtspiel, die Weltmeisterschaft verpasst und das Saisonfinale nur von der Tribüne verfolgt – jetzt steht Serge Gnabry vor seinem Comeback. Ausgerechnet zum Champions-League-Auftakt gegen Bodø/Glimt könnte der 31-Jährige erstmals wieder zum Bayern-Kader gehören.

Die spannende Frage lautet deshalb: Wie sehr braucht Bayern Gnabry eigentlich noch?


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Der lange Weg zurück

Gnabry zog sich Mitte April einen Adduktoren-Ausriss am rechten Oberschenkel zu. Die Verletzung kostete ihn nicht nur den Saisonendspurt mit Bayern, sondern auch die Weltmeisterschaft mit der deutschen Nationalmannschaft.

Nach monatelanger Reha arbeitet der Offensivspieler inzwischen wieder mit der Mannschaft. Ende August kehrte er ins vollständige Teamtraining zurück, zuletzt absolvierte er weitere Einheiten auf dem Platz.

Trainer Vincent Kompany will trotzdem nichts überstürzen. Bereits vor dem Schalke-Spiel hatte er erklärt, dass Gnabry seine ersten Minuten innerhalb von rund zehn Tagen bekommen könnte. Gleichzeitig betonte der Bayern-Coach, dass der Spieler anschließend wieder voll zur Mannschaft gehören soll.

Warum Kompany auf ihn setzt

Kompanys Aussagen zeigen, welchen Stellenwert Gnabry weiterhin besitzt. Der Bayern-Trainer betonte, dass man den Offensivspieler nach seiner langen Pause nicht vergessen habe und ihn möglichst schnell wieder auf sein Niveau bringen wolle.

Dabei geht es nicht nur um seine Torgefahr. Gnabry kann zentral hinter der Spitze ebenso eingesetzt werden wie auf den Flügeln. Genau diese Flexibilität ist für Bayern angesichts des eng getakteten Kalenders wertvoll.

Und der Konkurrenzkampf wird dadurch größer.

Saibari, Musiala – und jetzt auch Gnabry

Mit Ismael Saibari hat Bayern im Sommer eine weitere Option für die offensive Zentrale geholt. Dazu ist Jamal Musiala nach seiner eigenen Pause wieder zurück. Gegen Schalke setzte Kompany Saibari in der Startelf ein, während Harry Kane und Michael Olise zunächst geschont wurden. Die Partie endete allerdings 0:0.

Gnabrys Rückkehr verschärft diesen Konkurrenzkampf zusätzlich.

Kompany sieht darin ausdrücklich einen Vorteil: Wenn Gnabry wieder sein Niveau erreicht, müssen auch die anderen Spieler auf dieser Position liefern. Genau diese Konkurrenz und „Schärfe“ wolle er innerhalb des Kaders sehen.

Bayern hat Gnabry nicht vergessen

Trotz seiner langen Abwesenheit wäre es allerdings zu einfach zu behaupten, Bayern habe ohne Gnabry offensiv plötzlich große Probleme bekommen.

Die Münchner haben mit Harry Kane, Michael Olise, Luis Díaz, Musiala, Saibari und weiteren Optionen weiterhin enorme Qualität. Auch deshalb ist Gnabrys Rückkehr weniger eine Rettungsaktion als vielmehr eine zusätzliche Waffe.

Sein Wert liegt vor allem in der Variabilität. Kompany kann ihn zentral einsetzen, auf den Flügel ziehen oder innerhalb eines Spiels die Position verändern. Nach mehr als vier Monaten Pause muss Gnabry dieses Niveau allerdings erst wieder erreichen.

Gegen Bodø/Glimt könnte es so weit sein

Ob Gnabry bereits gegen Bodø/Glimt seine ersten Minuten bekommt, blieb bis zuletzt offen. Kompany ließ seine Rückkehr bewusst offen und wollte zunächst die Belastbarkeit des 31-Jährigen abwarten.

Sollte er tatsächlich im Kader stehen, wäre das deshalb vor allem ein Zeichen: Bayern bekommt eine weitere wichtige Option zurück.

Und genau darin liegt Gnabrys eigentliche Bedeutung. Die Münchner brauchen ihn nicht zwingend, um konkurrenzfähig zu sein. Sie können ihn aber sehr gut gebrauchen, wenn sie über Bundesliga, Pokal und Champions League hinweg möglichst viele Optionen auf höchstem Niveau haben wollen.

Für Saibari und Co. bedeutet das gleichzeitig: Der Konkurrenzkampf wird noch härter.

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