Foot National
·11. September 2026
Govou: „Mein Sohn geht nicht auf die Tribüne“ – Rassismus in Lyon

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·11. September 2026

In einem Interview mit Le Progrès prangert Sidney Govou den Rassismus im Fußball an, insbesondere rund um Olympique Lyonnais, seinen Ausbildungsverein.
Rassismus in den Stadien ist in Frankreich nach wie vor eine echte Plage, und auch Olympique Lyonnais bleibt davon nicht verschont. Zu diesem Schluss kommt Sidney Govou, ehemaliger prägender Spieler des Klubs und heute Experte für Canal+, in einem Interview mit Le Progrès. Diese Wortmeldung erfolgt rund zehn Tage nach Gewalttaten im Umfeld des Groupama Stadiums nach dem Spiel des Klubs aus dem Rhône-Gebiet gegen Le Havre (1:1) Ende August. Der siebenmalige französische Meister mit OL verrät insbesondere, dass er seinem Sohn aus Angst vor rassistischen Übergriffen verbietet, auf die Tribüne zu gehen.
Govou wirft nicht alle in einen Topf. Er verurteilt diese „Mikrogruppen von Menschen, die eine Art Terror verbreiten“, und appelliert vor allem an die Verantwortung des Staates: „Rassismus ist ein gesetzlich strafbares Delikt, nicht nur eine politische Meinung. Viel zu lange hat man das geschehen lassen.“ Der frühere Flügelspieler, der seine gesamte Karriere in Lyon verbrachte, war schon während seiner Spielerkarriere mit rassistischen Vorfällen konfrontiert. Heute ist es jedoch eine andere Sorge, die ihn antreibt: „Ich reagiere als Familienvater.“ Sein 17-jähriger Sohn, in Lyon geboren und Fan des Klubs, steht heute im Mittelpunkt seiner Ängste.
„Mein Sohn ist heute 17, er wurde in Lyon geboren, ist Fan von OL, und er ist gemischter Herkunft. Mehrmals hat er mich gebeten, ein Spiel von der Tribüne aus zu verfolgen. Und ich habe ihm ganz natürlich Nein gesagt. Es ist nicht normal, dass ich ihm verbiete, auf die Tribüne zu gehen, weil ich Angst vor rassistischen Übergriffen gegen ihn habe, nur weil er gemischter Herkunft ist.“ Diese Wortmeldung steht auch im Zusammenhang mit den Ereignissen vom 29. August beim Spiel OL–Le Havre (1:1), unter anderem. An jenem Abend kam es im Umfeld des Groupama Stadiums zu mehreren Angriffen, von denen einige von den Opfern als rassistisch eingestuft wurden. Insbesondere eine Kommunalpolitikerin aus Rillieux-la-Pape und ihr Partner wurden angegriffen; die junge Frau erklärte, rassistisch beleidigt worden zu sein, bevor ihr Begleiter brutal geschlagen wurde. Angesichts dieser Vorfälle hatte der Klub die Taten verurteilt und eine interne Untersuchung eingeleitet, während seine Führung den Staat dazu aufrief, rund um das Stadion stärker einzugreifen.
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Dieser Artikel wurde mithilfe künstlicher Intelligenz ins Deutsche übersetzt. Die Originalversion auf 🇫🇷 kannst du hier lesen.







































