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·9. Juli 2026

Gregor Kobel und die Schweiz: Wie ein Torwart Geschichte schreibt

Artikelbild:Gregor Kobel und die Schweiz: Wie ein Torwart Geschichte schreibt

Ein Torwart, ein Elfmeter, ein Moment für die Geschichtsbücher: Gregor Kobel hat die Schweiz ins WM-Viertelfinale geschossen – und damit 72 Jahre Warten beendet.

Es war der Moment, den ein ganzes Land herbeigesehnt hatte. Das Achtelfinale gegen Kolumbien, 0:0 nach Verlängerung, Elfmeterschießen in Vancouver. Als Hernández anlief, hatte Kobel bereits die richtige Ecke gelesen. Der Dortmund-Keeper warf sich zur Seite, parierte spektakulär – und Ruben Vargas verwandelte den letzten Schuss zum 4:3. Erstmals seit der Heim-WM 1954 steht die Schweiz im WM-Viertelfinale.


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Wie Kobel zur Nummer eins der Schweiz wurde

Der Weg von Gregor Kobel zur Stammkraft der Schweizer Nationalmannschaft war alles andere als geradlinig. In der Bundesliga bei Augsburg und Stuttgart reifte er zum verlässlichen Stammkeeper, ehe Borussia Dortmund ihn verpflichtete. Beim BVB entwickelte er sich zur absoluten Weltklasse – mit überragenden Reflexen, Stärke im Eins-gegen-Eins und einer Ruhe im Kasten, die seinen Vordermännern Sicherheit gibt. Bei der Nationalmannschaft ist er seit Jahren die unangefochtene Nummer eins.

Das Turnier der Schweiz: Schritt für Schritt in die Geschichte

Die WM 2026 war von Beginn an eine Erfolgsgeschichte für die Nati. Mit einem souveränen 2:0 gegen Algerien – Breel Embolo (10.) und Dan Ndoye (46.) trafen – beendeten sie eine 88-jährige Durststrecke ohne WM-K.o.-Sieg. Dann das Achtelfinale gegen Kolumbien: 120 Minuten Nervenzitter ohne Tor. Doch Kobel hielt die Schweiz am Leben. Seine Parade gegen Hernández war der entscheidende Moment – 4:3 im Elfmeterschießen, Viertelfinale, Geschichte.

Was dieses Team auszeichnet

Die Schweiz von Trainer Murat Yakin ist kein Team der großen Namen – sie ist ein Team des Kollektivs. Xhaka als erfahrener Anführer im Mittelfeld, Akanji und Schär als kompakte Innenverteidigung, Embolo und Ndoye als dynamisches Sturmduo. Kobel verkörpert die Stärke dieser Mannschaft am besten: ruhig, zuverlässig, und in den entscheidenden Momenten einfach da.

Viertelfinale gegen Argentinien: Die nächste Herausforderung

Im Viertelfinale wartet Argentinien – der amtierende Weltmeister, der gegen Ägypten nach 0:2-Rückstand noch auf 3:2 drehte. Messi, Fernández, Romero: ein Team voller Weltklasse-Spieler. Für die Schweiz wird es die schwerste Aufgabe des Turniers. Aber nach dem, was dieses Team bisher gezeigt hat, weiß man: Abschreiben wird teuer. Und Kobel steht im Tor.

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