Griechenland gewinnt in Belgrad – und zwei Dortmunder zeigen, was am Sonntag auf Klopp zukommt | OneFootball

Griechenland gewinnt in Belgrad – und zwei Dortmunder zeigen, was am Sonntag auf Klopp zukommt | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: 90PLUS

90PLUS

·24. September 2026

Griechenland gewinnt in Belgrad – und zwei Dortmunder zeigen, was am Sonntag auf Klopp zukommt

Artikelbild:Griechenland gewinnt in Belgrad – und zwei Dortmunder zeigen, was am Sonntag auf Klopp zukommt

Belgrad. Nach vier Minuten führte Serbien, nach 74 stand es 1:1, und in der fünften Minute der Nachspielzeit lief Kostas Tsimikas auf der linken Seite bis fast zur Grundlinie und flankte. Tasos Douvikas war perfekt eingelaufen und nickte aus kürzester Distanz ein. Griechenland gewinnt 2:1 im Stadion Rajko Mitić – das erste Pflichtspiel gegen Serbien in der Geschichte beider Verbände, und zwar in der ersten Liga-A-Saison, die Griechenland je gespielt hat.

Für Deutschland ist das Ergebnis mehr als eine Randnotiz. Am Sonntag kommt genau diese Mannschaft nach Augsburg.


OneFootball Videos


Der Blitzstart, der nichts wert war

Serbien begann, als wollte es die Frage schnell klären. Vom Anstoß weg ging es nach vorn, nach 90 Sekunden die erste Chance – Griechenland hatte den Ball da noch nicht berührt. In der vierten Minute genügte ein einfacher Bogenball in den Strafraum: Dušan Tadić nahm ihn im Fallen an, hob ihn mit der Innenseite hinter den Elfmeterpunkt, und Andrija Živković drückte ihn per Dropkick unhaltbar ins linke Eck.

Der Jubel danach sagte einiges. Tadić, der seit dem 0:0 gegen Dänemark bei der EM 2024 kein Länderspiel mehr bestritten hatte und nun direkt wieder die Kapitänsbinde trug, wurde laut sportal.de „mehr geherzt als Torschütze Živković“. Veljko Paunović hatte bewusst auf erfahrene Kräfte gesetzt: Milinković-Savić im Tor, Kostić auf der Schiene, Tadić als Kreativposten.

Danach spielte nur noch Griechenland

Die Antwort kam binnen zwei Minuten. Christos Tzolis dribbelte links zur Grundlinie und legte zurück, Konstantinos Karetsas traf den Ball mit der Innenseite nicht richtig – und gerade deshalb wurde es gefährlich: Der Ball flog im Bogen über Torwart Milinković-Savić und klatschte an den rechten Außenpfosten. Kurz darauf schob Vangelis Pavlidis knapp vorbei.

Das Muster blieb. Der kicker fasste die erste Halbzeit so zusammen: Griechenland sei „früh ins Hintertreffen“ geraten, danach aber „die bessere Mannschaft“ gewesen. In der 54. Minute traf Pavlidis frei vor dem Tor – Abseits. Es fehlte, wie sportal.de formulierte, „das nötige Quäntchen Glück und Abschlussqualität“.

74. Minute: Tzolis

Dann kam die Szene, die das Spiel drehte, und sie gehörte zwei Angreifern. Pavlidis nahm den Ball im Sechzehner stark herunter, behauptete ihn gegen mehrere Verteidiger und steckte im perfekten Moment auf Tzolis durch. Der Dortmunder traf aus halblinker Position flach ins lange Eck. Der kicker nannte es den „hochverdienten Ausgleich“.

Serbien hatte danach die Chance zur erneuten Führung: Saša Lukić traf die Latte. Es blieb die letzte serbische Aktion von Bedeutung. In der Nachspielzeit schlug Tsimikas seine Flanke, Douvikas köpfte, und Belgrad war still.

Was das für Klopp bedeutet

Am Sonntag um 20.45 Uhr spielt Deutschland in Augsburg gegen Griechenland. Drei Namen aus diesem Abend sollten dabei auffallen.

Christos Tzolis und Konstantinos Karetsas stehen beide bei Borussia Dortmund unter Vertrag. Karetsas, 18, kam im Sommer für 30 Millionen Euro plus Boni aus Genk und ist damit der zweitteuerste Zugang der BVB-Geschichte nach Ousmane Dembélé. Tzolis hat in dieser Saison bereits in ganz Europa Vorlagen gesammelt – laut Opta mehr als jeder andere Spieler in den Top-Ligen seit Beginn der Vorsaison. In Belgrad war er an fast jeder gefährlichen Aktion beteiligt und erzielte den Ausgleich.

Tasos Douvikas spielt für Como 1907 und hat vor zwei Wochen beim 4:1 gegen RB Leipzig getroffen – im ersten Champions-League-Spiel der Como-Vereinsgeschichte. Jetzt der Siegtreffer in der 95. Minute in Belgrad.

Griechenland ist unter Trainer Ivan Jovanović vor diesem Spiel seit Wochen sieglos gewesen und hatte offensiv erhebliche Probleme. Was die Mannschaft auszeichnet, ist defensive Stabilität – nur drei Gegentore in den fünf Spielen davor. Nach diesem Abend kommt ein Sieg hinzu, der Selbstvertrauen gibt.

Und Serbien?

Für die Orlovi war es das erste Pflichtspiel seit zehn Monaten – seit dem 2:1 gegen Lettland in der WM-Qualifikation im vergangenen November. Die WM verpassten sie, 2026 verloren sie drei von vier Testspielen deutlich. In der Liga A gehalten hat sich Serbien nur über das Play-off gegen Österreich.

Die Gruppe A2 mit Deutschland und den Niederlanden wird für Serbien und Griechenland vor allem eine Frage sein: Wer steigt direkt ab, wer geht in die Relegation? Nach einem Spieltag hat Griechenland drei Punkte und Serbien keinen. Am Sonntag kommen die Niederlande nach Belgrad.

Impressum des Publishers ansehen