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·27. September 2026
Griechenland-Pressekonferenz vor Deutschland-Duell: Das sagt Jovanovic

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Griechenlands Nationaltrainer Ivan Jovanovic hat sich auf der Pressekonferenz vor dem Nations-League-Duell mit Deutschland kämpferisch gezeigt und gleichzeitig Respekt vor der Qualität des Gegners gezollt. Eine halbe Stunde lang stellte sich der 62-Jährige den Fragen der Journalisten — und machte deutlich: Seine Mannschaft will sich in der Liga A nicht verstecken.
GLASGOW, SCHOTTLAND – 9. Oktober 2025: Ivan Jovanovic, Trainer der griechischen Nationalmannschaft, steht vor dem FIFA-WM-Qualifikationsspiel zwischen Schottland und Griechenland auf dem Spielfeld im Hampden Park. (Foto: Ian MacNicol/Getty Images)
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Jovanovic erwartet gegen die von Jürgen Klopp trainierte deutsche Auswahl eine „charakterstarke Mannschaft“ und verwendet für den Gegner eine bemerkenswerte Bezeichnung: „Punchers“. Der Serbe, der Griechenland seit Anfang 2024 trainiert, weiß um die Wucht, die der neue Bundestrainer mitbringt. „Herr Klopp hat sicherlich einen anderen Spielstil, sehr aggressiv, sehr intensiv. Er wird der deutschen Nationalmannschaft zweifellos etwas Neues bringen“, sagte Jovanovic. Der Fußball werde „deutlich schwieriger“ als zuvor.
Dass mit Jamal Musiala und Kai Havertz zwei Offensivkräfte verletzungsbedingt fehlen, schreckt Jovanovic nicht: „Ich glaube nicht, dass Klopp große Probleme mit den Spielern haben wird, die ein- und ausgewechselt wurden. Sie haben viel Qualität.“ Die deutsche Tiefe sei auch ohne die beiden Stars enorm.
SOLNA, SCHWEDEN – 4. Juni 2026: Kostas Tsimikas von Griechenland feiert mit seinem Teamkollegen Christos Tzolis nach seinem Treffer zum 0:1 im Länderspiel gegen Schweden in der Strawberry Arena. (Foto: Michael Campanella/Getty Images)
Auf die Frage nach personellen Umstellungen in der Startelf gab Jovanovic eine klare Absage an größere Experimente: „Änderungen werden nur bei Erschöpfung oder Verletzungen vorgenommen.“ Wer größere Rotationen über die vier anstehenden Nations-League-Spiele erwarte, den könne er beruhigen — das habe er nicht vor. „Wir werden versuchen, in jedem Spiel so stark wie möglich aufzutreten.“
Die vier Partien in Folge seien „eine wertvolle Erfahrung für mich und die Spieler, die wir vielleicht für die EM-Qualifikation im nächsten Jahr brauchen werden.“
LONDON, ENGLAND – 10. Oktober 2024: Griechenlands Nationaltrainer Ivan Jovanovic beobachtet das Geschehen während des Nations-League-Spiels gegen England im Wembley Stadium. (Foto: Ryan Pierse/Getty Images)
Jovanovic benannte offen die Lehren aus dem 2:0-Auswärtssieg in Belgrad gegen Serbien: „Fußball ist ein Spiel der Fehler. Je höher das Niveau, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Gegner diese Fehler ausnutzt.“ Gegen Serbien habe Griechenland in einer schwierigen Phase nach dem Gegentor Ruhe bewahrt — Mentalität und taktische Disziplin seien entscheidend gewesen. Doch gegen Deutschland und die Niederlande sei die Qualität eine andere. „Wir sollten einige unserer Fehler nicht wiederholen.“
Trainingszeit für Korrekturen fehle weitgehend: „Uns fehlt möglicherweise die Gelegenheit dazu, was logisch ist, da wir keine Trainingseinheiten haben.“ Man nutze die Erholungsphasen für Arbeit an Blockspiel, Linienführung und Pressing.
Nicht nur im Mittelfeld, auf „mehreren Positionen“ seien die Anforderungen in diesem Länderspielfenster „deutlich höher als im März oder Juni“ — athletisch, in der Vorbereitung, mental. Jovanovic gestand: „Ich habe Bedenken.“ Die endgültigen Entscheidungen würden jedoch kurzfristig getroffen, je nachdem, „wie sich jeder Spieler fühlt.“ Festlegungen, wer in welchem Spiel aufläuft, werde es nicht geben: „In beiden kommenden Spielen wollen wir die bestmögliche Aufstellung.“
ZÜRICH, SCHWEIZ – 27. März 2018: Alexandros Tziolis von Griechenland im Länderspiel gegen Ägypten im Letzigrund-Stadion. (Foto: Robert Hradil/Getty Images)
Zur Personallage äußerte sich Jovanovic konkret: Dinos Mavropanos habe sich im Serbien-Spiel leicht verletzt, sei aber „okay“ und habe sich seit zwei Tagen nicht beschwert. Bei Konstantinos Kostoulas sei es in der ersten Halbzeit zu einer Verletzung gekommen, die genäht werden musste. „Er ist ein starker Junge, er versteht es einfach nicht.“ Nach der etwas längeren Rückreise von Belgrad wolle Jovanovic nach dem heutigen Training finale Aussagen treffen. Die Stimmung im Team sei nach dem Auswärtssieg „sehr gut“.
Auf die Frage, ob Griechenland in der Gruppe mit Deutschland und den Niederlanden einen der ersten beiden Plätze erreichen könne, antwortete Jovanovic selbstbewusst: „Welchen Grund gäbe es, auf diesem Spitzenniveau zu spielen, wenn wir in diesen Spielen nicht um ein gutes Ergebnis kämpfen würden? Das ist unsere Logik und die der Spieler.“ Auch Angreifer Christos Tzolis habe sich in dieser Frage klar geäußert. Man wisse, dass man gegen die Besten spiele — und werde alles geben für ein positives Ergebnis.
Schwedens Mittelfeldspieler Yasin Ayari setzt sich im Testspiel gegen Griechenland gegen den Zugriff von Andreas Tetei durch. Die Partie fand am 4. Juni 2026 in der Strawberry Arena in Solna statt. Linnea Rheborg / Getty Images
Dass Klopp die griechische Nationalmannschaft und die U21 jüngst lobte, nahm Jovanovic zur Kenntnis: „Es ist natürlich schön, das zu hören, aber Griechenland hat seit vielen Jahren keine großen Wettbewerbe mehr bestritten, und das vermissen wir.“ Positiv sei, dass bereits viele junge Spieler im Team stünden, die „im nächsten Jahrzehnt die Verantwortung für die Nationalmannschaft tragen könnten.“ Der Verbleib in der Nations-League-A-Gruppe sei dafür essenziell: „Deshalb ist es für uns wichtig, in der ersten Liga zu bleiben, damit die Qualität unserer Spiele weiterhin so hoch bleibt wie bisher.“
Auf die Frage nach der Ausbildung griechischer Mittelfeldspieler und der Situation in der heimischen Liga (OFI Kreta mit acht Stammspielern in der Startelf) winkte Jovanovic ab: „Ich denke, es ist nicht der richtige Zeitpunkt, darüber zu sprechen. Das ist ein zu wichtiges Thema für eine Pressekonferenz am Vorabend eines Spiels.“ Als ehemaliger Vereinstrainer habe er eine andere Denkweise gehabt — damals ginge es nur um das eigene Team. Er sehe sich nicht als idealen Ansprechpartner für diese strukturelle Debatte.
„Wir wissen, dass wir gegen die Besten spielen und werden alles geben, um ein positives Ergebnis zu erzielen.“
Das Duell mit Deutschland steht am morgigen Abend an. Anpfiff ist um 20:45 Uhr. Für Jovanovic und seine Mannschaft geht es nicht nur um Punkte — sondern um den Beweis, dass Griechenland in der höchsten Nations-League-Klasse angekommen ist.







































