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·17. Mai 2026

Große Party im Saarland: SVE steigt auf - SCP07 in die Relegation

Artikelbild:Große Party im Saarland: SVE steigt auf - SCP07 in die Relegation

Die Sensation ist perfekt, das Saarland hat einen neuen Bundesligisten! Dank eines 3:0-Sieges gegen Preußen Münster steigt die SV Elversberg erstmals in die 1. Liga, weil Hannover (3:3 gegen Nürnberg) und Paderborn (2:0 in Darmstadt) den Tabellenzweiten nicht mehr abfangen konnten. 

Erstklassige Arbeit schon seit Jahren

Die Sektkorken an der Kaiserlinde knallen. Spiesen-Elversberg, die saarländische Gemeinde mit etwas mehr als 13.000 Einwohnern im Landkreis Neunkirchen, ist zukünftig ein Bundesliga-Standort! Rund 15 Kilometer von Saarbrücken entfernt wird demnächst erstklassig gekickt, weil die SV Elversberg ihr Fußball-Märchen unaufhaltsam fortsetzt. Vor vier Jahren traten die Saarländer noch in der Regionalliga Südwest an, jetzt wird die SVE der 59. Bundesligist in der Geschichte des deutschen Fußballs. Schon in der vergangenen Saison waren die Saarländer ganz nah dran, aber scheiterten dann in der Relegation an Heidenheim. Jetzt ist der Aufstieg perfekt!


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Dass bei der SVE schon länger erstklassig gearbeitet wird, ist bekannt. In Elversberg entwickelten sich Shootingstars wie beispielsweise Paul Wanner, Fisnik Asllani oder Younes Ebnoutalib. Oder sie machten erste Schritte zu internationalen Größe wie Nick Woltemade. Erfolgstrainer Horst Steffen schaffte im letzten Sommer ebenfalls den Sprung in die Bundesliga, wenngleich dort früh wieder Schluss war. Und Sportvorstand Nils-Ole Book, das Herzstück der Erfolgsgeschichte, wechselte erst jüngst zu seinem persönlichen Herzensverein nach Dortmund. An bekannten Namen mangelte es den Saarländern in den vergangenen Jahren nicht, was nun mit einem märchenhaften Aufstieg seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Wagner setzt noch einen drauf

Elversberg setzte sich in der Saison besonders mit seiner herausragenden Offensive durch. Und das, obwohl Top-Stürmer Ebnoutalib im Winter nach zwölf Buden zu Eintracht Frankfurt wechselte. In diese Lücke setzte Lukas Petkov seinen Fuß, denn besonders in der Rückrunde startete der Außenstürmer richtig durch - und kommt mittlerweile auf 13 Tore und sieben Vorlagen. Insgesamt erzielte Elversberg schon 64 Tore, was den besten Angriff der Liga bedeutet. Andersherum hielt aber auch die Defensive dicht, denn mit lediglich 39 Gegentreffern hat die SVE auch die zweitbeste Abwehr nach Schalke.

4:1, 4:0, 6:0, 3:3, 5:1 - in dieser Saison gab es mehrfach Partien mit Elversberger Beteiligung, die Spektakel beinhalteten. Und in der Regel waren es dann auch die Saarländer, die daraus ihren Vorteil schlugen. Das war bereits in den vergangenen Jahren bei der SVE in der DNA verankert, aber dafür war ursprünglich auch Ex-Coach Steffen verantwortlich. Es war nicht zu erwarten, dass Elversberg diesen Stil unter Neu-Cheftrainer Vincent Wagner nahtlos fortführen kann - und sogar vielleicht noch weiter ausprägen konnte, denn der 40-Jährige war schon bei seinem Engagement für die U23-Mannschaft der TSG Hoffenheim für Offensivpower bekannt. In 102 Partien unter Wagner schossen die jungen Sinsheimer schließlich auch 230 Tore.

Weber und Welzmüller beerben Book

Seine Erfahrungen mischte Wagner an der Kaiserlinde mit einer Gemütsruhe, einer erfrischenden Bodenständigkeit und Ehrlichkeit. Der 40-Jährige verlor sich selten in Fußballfloskeln, sondern spricht mit Spielern wie mit Medienvertretern auf Augenhöhe. Immer ein Lächeln auf den Lippen, was dem Dorfklub gut zu Gesicht stand. In der Bundesliga wird Elversberg zunächst ein krasser Außenseiter sein - was aber auch schon in der 3. Liga und der 2. Bundesliga oftmals angenommen wurde. Offen ist, wie erfolgreich Sportdirektor Christian Weber und Josef Welzmüller (Technischer Direktor) in die Fußstapfen von Book treten werden. Doch es wäre keine Überraschung, wenn Elversberg einmal mehr alle überraschen wird.

In der Bundesliga-Relegation (21. Mai/25. Mai) tritt nun SC Paderborn 07 gegen den VfL Wolfsburg an, weil die Ostwestfalen aufgrund des Unentschiedens in Hannover noch an den Niedersachsen vorbeiziehen.

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