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·15. April 2026
Großreinemachen am Bosporus: Galatasaray plant den radikalen Südamerika-Schnitt – Muss sogar Mauro Icardi gehen?

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·15. April 2026

Bei Galatasaray, das mit großen Schritten auf die 26. Meisterschaft in der Trendyol Süper Lig zusteuert, bahnt sich für die kommende Saison womöglich ein tiefgreifender personeller Wandel an. Obwohl das Team fünf Spieltage vor dem Ende mit zwei Punkten Vorsprung vor dem Erzrivalen Fenerbahce führt, mehren sich die Anzeichen für eine geistige und mentale Ermüdung innerhalb des Kaders. Der Vorstand der Gelb-Roten sowie das Trainerteam scheinen entschlossen zu sein, nach drei Jahren mit nahezu derselben Kernmannschaft frisches Blut in das Team zu bringen. Im Fokus dieses Umbruchs steht vor allem die lateinamerikanische Fraktion, die den Klub in den letzten Jahren entscheidend geprägt hat.
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Eine der spektakulärsten Personalien betrifft den argentinischen Torschützenkönig Mauro Icardi. Laut einem Bericht der Zeitung Sabah wird der am 30. Juni auslaufende Vertrag des Stürmers nicht verlängert, was eine Trennung am Saisonende unvermeidlich macht. Doch Icardi ist nicht der einzige prominente Name auf der Streichliste. Auch bei Lucas Torreira stehen die Zeichen auf Abschied. Der uruguayische Mittelfeldmotor hatte in mehreren Interviews seinen Wunsch geäußert, nach Südamerika zurückzukehren, und es wird fest damit gerechnet, dass er diesen Schritt nun vollzieht. Zusätzlich soll die Kaufoption für den kolumbianischen Flügelspieler Yaser Asprilla, der im Winter vom FC Girona kam, nicht gezogen werden. Auch bei Verteidiger Davinson Sanchez signalisiert der Klub Verkaufsbereitschaft, sollte ein attraktives Angebot für den Kolumbianer eingehen.

Foto: IHA
Trotz der jüngsten Punktverluste und der damit verbundenen Kritik an Trainer Okan Buruk scheint dessen Position im Falle eines Wahlsieges von Dursun Özbek gefestigt zu sein. Der Präsident des Klubs hat laut der Zeitung Türkiye bereits eine endgültige Entscheidung getroffen. Sollte Özbek bei den Wahlen im Mai wiedergewählt werden und die Mannschaft die Meisterschaft perfekt machen, wird seine erste Amtshandlung die Unterzeichnung eines neuen Vertrages mit Okan Buruk sein. Der aktuelle Kontrakt des Erfolgscoaches endet am Saisonende, doch die Vereinsführung sieht in ihm weiterhin den richtigen Mann, um den geplanten personellen Umbruch in der neuen Spielzeit erfolgreich zu moderieren.

Foto: IHA
Die Verantwortlichen von Galatasaray sehen in der mentalen Sättigung der Spieler den Hauptgrund dafür, dass in dieser Saison in der Süper Lig unnötig Punkte liegengelassen wurden. Die Spielergruppe, die über drei Spielzeiten hinweg große Erfolge feierte, wirkt phasenweise übersättigt. Um diesen Prozess zu stoppen und den Hunger auf weitere Titel zu bewahren, planen die Administratoren unter der Führung von Dursun Özbek einen umfassenden Personalwechsel. Während Fernando Muslera bereits in der Vergangenheit eine Ära beendete, wird nun der Weg für eine völlig neue Struktur geebnet, die den Klub langfristig an der Spitze des türkischen Fußballs halten soll.









































