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·27. September 2026
Guardiola statt Klopp? Volker Finke mit ungewöhnlicher DFB-Idee

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Volker Finke hätte den DFB bei der Bundestrainer-Suche gern zu einem Blick über die deutschen Grenzen hinaus bewegt. Der frühere Bundesligacoach brachte sogar Pep Guardiola als möglichen Kandidaten ins Spiel, obwohl der Verband zu diesem Zeitpunkt bereits Jürgen Klopp als Nachfolger von Julian Nagelsmann bestimmt hatte.

KÖLN, DEUTSCHLAND – 28. März 2019: Volker Finke spricht zum Publikum, nachdem er bei der Abschlussveranstaltung des UEFA Pro Coaching Course im Hyatt Hotel mit einem Preis für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde. (Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images)
Wie Finke bei RTL/Sky berichtete, nahm er persönlich Kontakt zu DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig auf. Seine Idee: Der deutsche Fußball solle die Chance nutzen und einen international geprägten Chefcoach mit einer anderen Spielphilosophie verpflichten.
„Andreas, mach bitte ganz schnell. Guardiola ist frei. Es sind ausländische Trainer frei“, sagte Finke nach eigener Darstellung zu Rettig. Für den 78-Jährigen wäre es eine Gelegenheit gewesen, neue Impulse in die sportliche Neuausrichtung des DFB zu bringen: „Jetzt können wir doch mal einen Trainer für den deutschen Fußball holen, der diese Ideen aus anderen Ländern und die Spielphilosophie mitbringt.“
Sein Vorschlag kam allerdings zu spät. Der DFB hatte sich bereits für Klopp als Nagelsmann-Nachfolger entschieden. Ob Guardiola nach seinem Abschied bei Manchester City überhaupt für die Aufgabe beim Nationalteam zur Verfügung gestanden hätte, bleibt ohnehin offen. Der Erfolgscoach legt eine Auszeit ein.
Finke monierte vor allem, dass aus seiner Sicht zu wenige Optionen geprüft worden seien. „Für mich ist es ein komisches Gefühl, dass man nicht unterschiedliche Möglichkeiten bedacht hat“, erklärte der frühere Freiburger Trainer. Es habe „nur eine Richtung und keine anderen Überlegungen“ gegeben.
Die Entscheidung für Klopp stellte Finke dennoch nicht grundsätzlich infrage. „Ich finde, Klopp hat genug Erfolg gehabt, dass man das absolut rechtfertigen und absolut positiv sehen kann.“ Seine eigene Herangehensweise wäre jedoch anders ausgefallen.
Der langjährige Bundesligatrainer hätte einen Coach aus dem Ausland bevorzugt, möglicherweise „einen Mittelmeer-Trainer oder einen Trainer aus dem Ausland“. Besonders Spanien und Frankreich nannte Finke als Vorbilder: „Aus einem Mittelmeer-Land wie Spanien oder Frankreich, wo seit zwanzig bis dreißig Jahren Mittelmeer-Fußball gespielt wird: räumlich denkend, der bessere Fußball. Frankreich und Spanien wären nicht so gut, wenn sie nicht eine andere Fußballidee umsetzen würden.“







































