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·30. Juni 2026

Haaland entscheidet das Spiel: Norwegen wirft die Elfenbeinküste raus

Artikelbild:Haaland entscheidet das Spiel: Norwegen wirft die Elfenbeinküste raus

Fast alle Norweger lagen sich schon in den Armen, als Erling Haaland noch ganz allein den besonderen Moment genoss. Dann erst schloss sich der Stürmerstar mit der Torgarantie dem kollektiven WM-Jubel an. Und ruderte auf dem Rasen in Dallas mit, als das „Ruuh!“ der Wikinger wieder von den Rängen hallte.

Mit seinem späten Siegtor hatte Haaland (86.) den Skandinaviern das 2:1 (1:0) gegen den deutschen Vorrundengegner Elfenbeinküste (Cote d’Ivoire) und den Einzug ins Achtelfinale gesichert. „Es ist verrückt. Es ist eine Reise, bei der es Spaß macht, dabei zu sein. Es ist großartig“, sagte Haaland nach seinem fünften Tor im dritten Turnierspiel: „Ich wollte keine Verlängerung mehr, also mussten wir ein Tor schießen.“


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In Nordamerika wird damit weiter gerudert: Bei der ersten WM-Teilnahme seit 1998 wartet auf Norwegen im Achtelfinale am kommenden Sonntag in East Rutherford (22.00 Uhr MESZ) Rekordweltmeister Brasilien.

Haaland aus kurzer Distanz zur Entscheidung

Bundesliga-Youngster Antonio Nusa hatte mit einem Traumtor die Führung erzielt(39.). Amad gelang der zwischenzeitliche Ausgleich (74.). Die Elfenbeinküste verpasste es vor den Augen der deutschen Basketball-Legende Dirk Nowitzki, bei der vierten WM-Teilnahme erstmals in ein Achtelfinale einzuziehen. Auch der europaweit heiß umworbene Shootingstar Yan Diomande – bei RB Leipzig ein Teamkollege Nusas – verhinderte das Aus nicht. „So ist der Fußball. Wenn du Chancen hast, musst du sie nutzen“, sagte Trainer Emerse Faé enttäuscht.

Solbakken war nach der XXL-Rotation im letzten Gruppenspiel gegen Titelfavorit Frankreich (1:4) weitgehend zu seiner Stammformation zurückgekehrt. Neben Haaland spielten unter anderem auch Spielmacher Martin Ödegaard, Leipzig-Profi Nusa und Angreifer Alexander Sörloth wieder von Beginn an. Der angeschlagene Außenverteidiger Julian Ryerson (Borussia Dortmund) saß auf der Bank.

Auf dem Rasen tat sich Norwegens Stammpersonal zunächst schwer, die eigenen Ansprüche zu erfüllen. Eine Flanke vom rechten Flügel fand Haaland im Strafraum, den Kopfball des Torjägers blockte Odilon Kossounou (3.) ab. Aus einem ruhigen, kontrollierten Spielaufbau erzeugte Norwegen viel Breite. Vorstöße in die Gefahrenzone entstanden so aber kaum.

Der dreimalige Afrika-Cup-Gewinner setzte seinerseits immer wieder einzelne Nadelstiche ins letzte Drittel. Torabschlüsse wie durch Ghislain Konan (21.), der am Außennetz scheiterte, entstanden dabei zwar nur selten. Die scharfen Flanken aus dem Halbfeld sorgten jedoch stets für Unruhe.

Dem norwegischen Spiel fehlten Tempo und Schnelligkeit in der Entscheidungsfindung – bis Nusa zuschlug. Nach einer flinken Körpertäuschung schlenzte der 21-Jährige den Ball sehenswert in den Winkel. Das Tor leitete eine Druckphase Norwegens ein: Haaland (42.) verpasste den zweiten Treffer aus kurzer Distanz, bei der folgenden Ecke rauschten Sörloth und erneut Haaland am Ball vorbei.

Norwegen war nach der Pause verstärkt defensiv gefordert. Die Elfenbeinküste setzte die schnellen Außen besser in Szene und drang vermehrt in den Strafraum ein. Den Schuss von Nicolas Pépé parierte Orjan Nyland (56.) stark. Die Skandinavier spielten Konter unsauber aus, Gefahr entstand vereinzelt über Standards. Nach einer Ecke klärte Amad Diallo gegen Torbjorn Heggem auf der Linie (67.). Unmittelbar nach der zweiten Trinkpause schlug Amad zu. Für die späte Entscheidung sorgte – natürlich – Haaland.

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