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·30. März 2026
„Haben uns anderen Matchplan vorgenommen“: Frauen-Trainerin Britta Carlson unzufrieden nach Frankfurt-Pleite

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·30. März 2026


Daniel Mertens
30 März, 2026
Mit der Leistung ihres Teams war Britta Carlson gegen Eintracht Frankfurt nicht zufrieden. Die Trainerin benennt die Probleme im Nachgang deutlich.

Britta Carlson bei einem Spiel der FC-Frauen
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„Die Eintracht hat mehr fürs Spiel getan“, konstatierte Kölns Trainerin Britta Carlson und gab zu: „Wir haben uns schwergetan, den eigenen Rhythmus zu finden. Wir haben sicherlich kompakt gestanden in der ersten Halbzeit, damit war ich zufrieden. Trotzdem war ich nicht damit zufrieden, wie wir mit dem Ball agiert haben. Da haben wir zu schnell und zu einfache Ballverluste, die dann auch immer wieder anstrengend sind. Da haben wir uns einen anderen Matchplan vorgenommen, anstatt immer nur den Ball lang zu hauen. Das ist nicht unser Ziel gewesen“, so die 48-Jährige.
Carlson reagierte mit einem Doppelwechsel zur zweiten Hälfte, stellte in deren Verlauf ihr System vom 4-4-2 in ein 5-3-2 um. „Das hat nicht gleich funktioniert“, merkte die Trainerin an. Das Tor zum 1:1 sei deswegen unnötig gewesen, weil ihr Team „nicht die Intensität hatte in der Rückwärtsbewegung und viel zu einfach durch drei Pässe ein Tor zugelassen haben. Wenn wir gegen einen starken Gegner bestehen wollen, dann darf uns diese Intensität und am Limit zu spielen nicht fehlen. Das hat uns in den gewissen Situationen einfach gefehlt. Dann ist es schade, dass man sich nicht zumindest mal mit einem Punkt belohnt.“
Die Trainerin nahm Amelie Bohnen, den Pechvogel vor dem entscheidenden Frankfurter Siegtreffer, in Schutz: „Da mache ich gar keinen Vorwurf, sowas kann passieren, dass man mal über den Ball haut. Amelie hat wieder eine super Leistung gebracht wie auch schon in Nürnberg.“ Bemerkenswert war an diesem Abend, dass Carlson nach der Pause mit Sandra Jessen auch die bisher torgefährlichste Kölnerin der Saison vorzeitig vom Platz nahm. „Sandra hatte in dem Spiel wenig Aktionen“, erklärte die Trainerin auf Nachfrage von come-on-fc.com, „sie hat weder Bälle mal festmachen können, noch ist sie in die Aktionen reingekommen, die wir uns vorgestellt haben. Dann ist es manchmal wichtig, dass du eine bestimmte Umstellung hast. Auch Sandra darf mal einen schlechten Tag haben, um Gottes Willen. Dafür haben wir auch einen Kader, dass wir dann andere Spieler in die Position bringen können.“
Mit der Partie hat es der 1. FC Köln zudem erstmals live ins öffentlich-rechtliche Fernsehen geschafft. Das Spiel wurde von der ARD-Sportschau übertragen. „Das haben wir uns auch verdient aufgrund der Leistungen der Saison“, merkte Carlson an. Für die Mannschaft sei die Bühne vor Millionen Zuschauern „eher eine besondere Motivation“ gewesen und kein zusätzlicher Rucksack auf den Schultern.
Bis zum nächsten Kölner Bundesliga-Auftritt wird nun allerdings viel Zeit vergehen. Das nächste Spiel findet erst nach der Länderspielpause am letzten April-Wochenende auswärts bei der TSG Hoffenheim statt. Die exakte Terminierung durch den DFB ist noch ausstehend. „Das ist echt eine lange Zeit“, sagte Carlson am Samstagabend, „deswegen werden wir am Donnerstag ein Testspiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit gegen den SC Freiburg absolvieren und dann noch ein weiteres in Eindhoven, sodass wir versuchen, im Rhythmus zu bleiben mit den Spielerinnen, die nicht unterwegs sind. Aber es wird sicherlich auch mal ein paar Tage über Ostern frei geben.“









































