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·2. März 2026
Hainer stärkt Dreesen: Bayern-Bosse fordern Ende von 50+1-Regel

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·2. März 2026

Herbert Hainer und Jan-Christian Dreesen sorgen mit klaren Aussagen zur 50+1-Regel für Diskussionen. Die Bayern-Bosse stellen die bisherige Praxis offen infrage. Dabei geht es um nichts Geringeres als die Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga.
Jan-Christian Dreesen hat die Position des FC Bayern zur 50+1-Regel nun noch einmal deutlich gemacht. Im Interview mit der Sport BILD erklärte der Vorstandschef: „Herbert Hainer hat unsere Haltung zuletzt bekräftigt. Wir sind der Meinung, dass jeder Klub selbst entscheiden sollte, was er tun möchte. Wir brauchen eine starke und wettbewerbsfähige Bundesliga, um motiviert zu bleiben und uns weiter zu pushen. Ich hoffe, dass auch unsere Kollegen in Dortmund, Leverkusen, Stuttgart, Leipzig und überall sonst Schritte gehen können und mit uns mithalten.“
Damit unterstützt Dreesen ausdrücklich die Linie des Präsidenten. Zuvor hatte Hainer selbst klargestellt, dass aus seiner Sicht Reformbedarf besteht. „Ich bin der Meinung, dass man es den Klubs und ihren Mitgliedern überlassen sollte, wie viele Anteile sie abgeben wollen“, sagte der 71-Jährige bei einem Pressetermin in München.

Foto: IMAGO
Der Präsident verwies dabei auch auf die wirtschaftlichen Unterschiede im internationalen Vergleich. „Die Premier League nimmt jedes Jahr 4,5 Milliarden Euro ein, davon 2 Milliarden durch die Rechtevermarktung im Ausland, die Bundesliga nur 1,3 Milliarden Euro.“ Vor allem bei der internationalen Vermarktung sieht Hainer Handlungsbedarf und forderte: „Da muss die Bundesliga attraktiver werden.“
Gleichzeitig stellte er klar, dass es keine Abkehr vom bestehenden Ligasystem geben soll. „Die nationalen Ligen sind das Fundament der europäischen Fußballklubs und mit der Champions League sind wir international bestens aufgestellt.“ Eine Super League sei für ihn daher kein Thema.
Trotz der offenen Worte plant der FC Bayern selbst keinen radikalen Kurswechsel. In der Vereinssatzung ist verankert, dass Investoren maximal 30 Prozent übernehmen dürfen. Aktuell halten adidas, Audi und Allianz zusammen 25 Prozent an der FC Bayern AG. „Wir sind wirtschaftlich unabhängig und wollen das auch bleiben“, betonte Hainer.









































