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·3. August 2026

Hainer verschärft Kritik: Bayern-Boss schießt erneut gegen Infantino

Artikelbild:Hainer verschärft Kritik: Bayern-Boss schießt erneut gegen Infantino

Beim FC Bayern wächst der Widerstand gegen FIFA-Präsident Gianni Infantino. Nach Sportvorstand Max Eberl und Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat nun auch Präsident Herbert Hainer seine Kritik deutlich verschärft. Der 72-Jährige fordert nach dem gescheiterten Investoren-Vorstoß des Weltverbandes Konsequenzen.

Nur wenige Stunden nach der Ankunft des FC Bayern im Rahmen der Audi Summer Tour auf der südkoreanischen Insel Jeju legte Hainer in einer Medienrunde noch einmal nach.


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„Ich bin der Überzeugung, dass es jetzt starke Bestrebungen gibt, das detailliert aufzuarbeiten und dann auch die nötigen Konsequenzen daraus zu ziehen“, erklärte der Bayern-Präsident. Aus seiner Sicht müsse künftig sichergestellt werden, „dass solche Dinge nicht mehr passieren und man in Zukunft einen deutlich demokratischeren Prozess hat, die Mitgliedsländer und die Konföderationen alle mit eingebunden werden, wenn solche Entscheidungen vorbereitet werden.“

Hainer begrüßt das Aus der Investorenpläne

Bereits vor dem Abflug nach Asien hatte Hainer die inzwischen gescheiterten Pläne der FIFA scharf kritisiert. Der Weltverband wollte Anteile an der Weltmeisterschaft an Investoren verkaufen, stieß damit jedoch auf massiven Widerstand aus Europa, Nord- und Mittelamerika sowie Asien.

Entsprechend erleichtert zeigte sich der Bayern-Präsident über das Scheitern des Vorhabens: „Zunächst mal muss ich sagen, ist es ein Glück, dass dieser Spuk so schnell vorbeigegangen ist, wie er gekommen ist, und dass diese aberwitzige Idee vom Tisch ist.“

Ob Infantino selbst die Affäre politisch überstehen wird, wollte Hainer nicht bewerten. „Das entscheiden die Mitgliedsländer“, betonte der 72-Jährige. Gleichzeitig verwies er darauf, dass der Druck auf den FIFA-Präsidenten inzwischen enorm sei und aufgearbeitet werden müsse, wie ein solcher Vorschlag überhaupt ohne Einbindung der Kontinentalverbände entstehen konnte.

Bayern stellt sich geschlossen gegen die FIFA

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Foto: IMAGO

Mit seinen Aussagen reiht sich Hainer in die klare Haltung der Bayern-Führung ein. Bereits in den vergangenen Tagen hatten Max Eberl und Uli Hoeneß den Vorstoß der FIFA scharf kritisiert.

Hainer machte dabei noch einmal deutlich, wie er die Rolle des Weltverbandes grundsätzlich versteht: „Mein Grundverständnis ist, dass die FIFA als weltgrößter Dachverband dafür da ist, das Fußballspiel zu organisieren, damit alle auf der Welt vernünftig und unter bestimmten Regeln spielen können.“

Für den Bayern-Präsidenten dürfe der Fußball nicht ausschließlich unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet werden. „Es kann nicht sein, dass der Fußball immer mehr kommerzialisiert und nur noch dazu benutzt wird, um eben mehr Geld einzuspielen“, stellte er klar.

Während der FC Bayern seine Asienreise mit den Testspielen gegen Jeju SK und Aston Villa fortsetzt, bleibt die Debatte um die Zukunft der FIFA und die Führungsrolle von Gianni Infantino damit eines der bestimmenden Themen im internationalen Fußball.

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