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·27. März 2026
Hakan Calhanoglu nach Rumänien-Sieg emotional: „Mein einziges Ziel ist die Weltmeisterschaft als Kapitän“

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·27. März 2026

Hakan Calhanoglu hat nach dem 1:0-Sieg der türkischen Nationalmannschaft gegen Rumänien (zum Spielbericht) klare Worte gefunden. Der Kapitän sprach nach dem Einzug ins WM-Playoff-Finale über den Druck auf der Mannschaft, die Geduld gegen einen unangenehmen Gegner und über sein persönliches großes Ziel mit dem Nationalteam.
Direkt nach dem Schlusspfiff machte Calhanoglu im Gespräch mit TV8 deutlich, welche Bedeutung dieses Spiel für die Mannschaft hatte. „Wir haben eine Last auf uns, wir spüren sie. Nach 24 Jahren will jeder an der Weltmeisterschaft teilnehmen. Bei uns ist es genauso. Wir sind sehr froh, dieses Spiel und diese Aufgabe bestanden zu haben.“
Gleichzeitig wollte der Kapitän die Euphorie sofort einordnen. „Ein letztes Spiel ist noch übrig. Ich hoffe, dass wir uns gut auf dieses Spiel vorbereiten werden. Das Wichtigste im Moment ist, sich gut auszuruhen und gut vorzubereiten. Wir sind im Moment sehr glücklich, aber noch ist nichts vorbei.“ Damit schlug er einen Ton an, der Freude und Konzentration zugleich ausdrückt.
Mit Blick auf den Spielverlauf erklärte Calhanoglu, dass intern niemand mit einem Selbstläufer gerechnet habe. Die Mannschaft sei darauf vorbereitet gewesen, dass Rumänien sehr kompakt und unangenehm auftreten würde.
„Alle hatten mit 3:0, 4:0 gerechnet, aber wir wussten, dass es kein solches Spiel werden würde. Die rumänische Nationalmannschaft ist eine gute Mannschaft. Dort arbeitet unser ehemaliger Trainer. Er kennt jeden Spieler.“ Danach hob er besonders die Kontrolle des türkischen Spiels hervor: „Wir waren geduldig, wir hatten immer die Kontrolle über das Spiel.“
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Der Kapitän sprach auch ausführlich über den Zustand innerhalb der Mannschaft. Aus seinen Aussagen wurde deutlich, dass er die aktuelle Atmosphäre als einen der wichtigsten Gründe für den Erfolg ansieht.
„Das Team ist motiviert, sehr positiv. Die Situation in der Umkleidekabine ist wie immer sehr schön. Sie sehen die meisten Dinge, es geht genauso weiter. Wir wollen dieses Glück nicht verlieren. Wir wollen es am Leben erhalten“, sagte Calhanoglu. Damit machte er klar, dass nicht nur die Qualität auf dem Platz, sondern auch der Zusammenhalt im Inneren entscheidend ist.
Auf die Frage, ob er im Finale lieber auf die Slowakei oder den Kosovo treffen würde, vermied der Mittelfeldspieler jede Festlegung. Für ihn steht allein die eigene Vorbereitung im Vordergrund.
Seine Antwort fiel knapp, aber eindeutig aus: „Egal, um welchen Konkurrenten es sich handelt. Wichtig ist, sich gut auf das Finale vorzubereiten.“ Die Botschaft dahinter ist klar: Die Türkei will nicht auf Wünsche oder Rechenspiele setzen, sondern auf die eigene Leistung.
Besonders emotional wurde Calhanoglu, als er auf sein 103. Länderspiel angesprochen wurde. Der Kapitän zeigte sich stolz auf diese Marke und verband sie direkt mit einem noch größeren Ziel, das für ihn über allem steht.
„Ich möchte allen danken, die im Prozess der Nationalmannschaft mitgearbeitet haben; meinen Trainern, allen meinen Brüdern. Ich freue mich sehr über mein 103. nationales Spiel, ich bin sehr stolz. Ich hoffe, es wird noch mehr geben.“ Dann folgte der prägnanteste Satz seiner Medienrunde: „Mein einziges Ziel ist es, als Kapitän an der Weltmeisterschaft teilzunehmen.“
Calhanoglu sprach dabei nicht nur von einem sportlichen Wunsch, sondern von einer Lücke, die er mit diesem Team unbedingt noch schließen will. „Mir fehlt im Moment nur diese WM-Teilnahme mit dem Team. Ich hoffe, er wird uns vergönnt sein“, sagte er und machte damit deutlich, welchen Stellenwert eine WM-Endrunde für ihn persönlich hat.
Auch in diesem Moment richtete er den Blick sofort wieder auf die Gruppe. „Ich möchte meinen Teamkollegen danken. Gesundheit für alle meine Brüder, für ihre Hände, für ihre Füße, für ihre Herzen. Sie alle helfen mir.“ Diese Aussagen passten zu seinem gesamten Auftritt nach dem Spiel: persönliche Emotion, aber immer eng verbunden mit dem Kollektiv.
Zum Abschluss blickte der Kapitän schon auf das große Ziel voraus. Er erinnerte an das gute Turnier bei der Europameisterschaft und machte keinen Hehl daraus, dass die Mannschaft sich auch bei einer möglichen Weltmeisterschaft einiges zutraut.
„Ich denke, es wäre ein schönes Turnier, wenn wir dort mitmachen würden. Wir hatten ein tolles Turnier in der Europameisterschaft. Machen wir mit und kümmern uns darum“, sagte Hakan Calhanoglu. Nach dem Sieg gegen Rumänien ist dieser Traum für die Türkei nun nur noch ein Spiel entfernt.









































