FC Schalke 04
·22. August 2026
Hallescher FC: Ein Traditionsclub aus Sachsen-Anhalt

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Am Montag (24.8.) steht für den FC Schalke 04 das erste Pflichtspiel der Saison 2026/2027 an. In der ersten Runde des DFB-Pokals trifft Königsblau auswärts auf den Halleschen FC – einen ambitionierten Verein aus der Regionalliga Nordost, der auf eine bewegte Vereinshistorie zurückblickt.
Während der DFB-Pokal für die Knappen den Pflichtspielauftakt markiert, befindet sich der Hallesche FC bereits seit einigen Wochen im Ligabetrieb. Nach fünf Spieltagen in der Regionalliga Nordost rangiert der HFC mit sechs Punkten auf Rang zehn. Zuletzt musste er sich der VSG Altglienicke mit 1:2 geschlagen geben. Es ist ein eher durchwachsener Saisonstart für den Club, der in der vergangenen Spielzeit zu den Spitzenteams der Liga gehörte und mit 63 Punkten auf Tabellenplatz vier endete.
Verantwortlich damals wie heute zeichnet Chef-Trainer Robert Schröder, der im Sommer 2025 das Amt von Mark Zimmermann übernahm. Sein Vorgänger führte den Halleschen FC nach dem Abstieg aus der 3. Liga direkt zur Vize-Meisterschaft in der Regionalliga. Der erst 38-jährige Schröder durfte in seiner Premierensaison beim HFC auch gleich einen Titel feiern: Im Finale des Landespokals Sachsen-Anhalt setzte sich Halle souverän mit 4:0 gegen Germania Halberstadt durch und gewann damit zum vierten Mal in Folge die begehrte Trophäe. Gleichzeitig sicherte sich der Club durch den Erfolg die Teilnahme an der ersten Runde des DFB-Pokals.
Doch nicht nur in nationalen Pokalwettbewerben konnte das Team in der Vergangenheit auf sich aufmerksam machen. Auch international hat der HFC seine Spuren hinterlassen: 1962 betrat der SC Chemie Halle, wie der Verein vor der Ausgliederung der Fußballabteilung hieß, erstmals die europäische Bühne. Im Europapokal der Pokalsieger trafen die „Chemiker“ in der ersten Runde auf OFK Belgrad, schieden nach zwei engen Duellen jedoch aus.
1971 folgte die zweite Teilnahme am internationalen Geschäft. Sportlich war nach dem 0:0 im Hinspiel gegen PSV Eindhoven alles offen. Doch die Ereignisse im Vorfeld des Rückspiels rückten den Fußball in den Hintergrund: Ein Hotelbrand in Eindhoven forderte mehrere Todesopfer, darunter auch den des Hallensers Wolfgang Hoffmann. Nach dem tragischen Ereignis nahm der Club nicht mehr am UEFA-Cup 1971/1972 teil. 20 Jahre später sollte die bislang letzte Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb gelingen: Gegen Torpedo Moskau war allerdings in der ersten Runde des UEFA-Cups 1991/1992 Schluss.
Für Felix Langhammer ist das Pokalduell am Montagabend ein besonderes: Der 20-jährige Linksverteidiger trug zwischen 2022 und 2023 das Trikot der königsblauen U17. Mit Stanley Ratifo gehört zudem ein Nationalspieler zum Aufgebot des Regionalligisten. Der 31-jährige Angreifer absolvierte bislang 42 Länderspiele für Mosambik – auch beim Afrika-Cup im vergangenen Winter sammelte Ratifo Einsatzminuten.
Im Angriff kann der HFC darüber hinaus auf Soufian Benyamina zurückgreifen, der reichlich Drittliga-Erfahrung mitbringt. Der 36-jährige Mittelstürmer ging unter anderem für die Zweitvertretung des VfB Stuttgart, den SV Wehen Wiesbaden und Hansa Rostock auf Torejagd. In seinen fast 300 Einsätzen in Deutschlands dritthöchster Spielklasse verbuchte Benyamina satte 90 Scorer.
Ob die drei Spieler auch gegen den FC Schalke 04 auf dem Feld stehen werden, bleibt abzuwarten. Fest steht hingegen: Die Pokalbegegnung im Leuna-Chemie-Stadion ist das allererste Pflichtspiel zwischen dem Halleschen FC und den Knappen. „Wir brauchen eine gehörige Portion Mut, einen hohen Fleißanteil und auch eine gewisse Portion Frustrationstoleranz“, sagte HFC-Coach Robert Schröder im Vorfeld.


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