Borussia Dortmund
·4. Oktober 2026
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Die Personaldecke wird langsam etwas dünner. Auch gegen Sola kam Ona Vegué nicht zum Einsatz. Die Spanierin hatte sich im Training am Knöchel verletzt und war deshalb gar nicht erst mit nach Norwegen gereist. Auch Rückraumspielerin Mareike Thomaier fiel kurzfristig aus. Sie wurde bereits am Sonntag am Blinddarm operiert. Ebenfalls nicht dabei waren Emma Olsson (Oberschenkel), Lena Hausherr (Knie) und Pam Korsten (Knie).
Los ging es in Sola mit einem Siebenmeter für den BVB nach nur 30 Sekunden. Alina Grijseels verwandelte sicher. Da neben der regulären, verletzten Siebenmeterschützin Ona Vegué auch Mareike Thomaier ausfiel, übernahm die Kapitänin diese Aufgabe – und fand sehr gut ins Spiel.
Die Partie begann ausgeglichen und mit hohem Tempo auf beiden Seiten. Nach acht Minuten stand es 5:5, darunter zwei verwandelte Siebenmeter von Grijseels. Auffällig beim BVB war das gute Rückzugsverhalten, das eine Führung der Norwegerinnen verhinderte. Neben Grijseels überzeugten auch Torfrau Sarah Wachter und Guro Nestaker, die in ihrer Heimat nach 15 Minuten bereits dreimal erfolgreich war.
Die zweiten 15 Minuten des ersten Durchgangs begannen mit einer Zwei-Tore-Führung für den BVB (11:9). Kelly Vollebregt zeigte sich auf Rechtsaußen bei einem Doppelschlag treffsicher. Auch Grijseels blieb vom Siebenmeterstrich souverän und erhöhte mit ihrem dritten Treffer auf 13:11 (19.). Das hohe Tempo konnten beide Mannschaften anschließend nicht ganz aufrechterhalten. Sola profitierte zunehmend von Lücken in der BVB-Abwehr. Gut für Schwarzgelb, dass es offensiv weiterhin rund lief und Sarah Wachter im Tor einen starken Tag erwischte.
Nach einem verworfenen Siebenmeter von Malin Holter erhöhte Wachter mit einem sehenswerten Wurf ins leere Sola-Tor auf 17:14 (25.). Drei Minuten vor der Pause griff Kay Rothenpieler in die Trickkiste und ließ mit vier Rückraumspielerinnen agieren. In der Auszeit forderte der BVB-Trainer „noch zwei, drei Tore vor der Pause“. Guro Nestaker legte mit ihrem vierten Treffer zum 18:14 vor, Dana Bleckmann erhöhte auf 19:15 und erneut Nestaker sorgte mit dem schönsten Treffer des Spiels für den 20:15-Pausenstand.
Nach dem Seitenwechsel stellte sich die Frage, wie Sola den Fünf-Tore-Rückstand noch aufholen wollte. Zunächst verkürzte Camilla Herrem nach drei Minuten auf 17:20. Der BVB kam nur langsam wieder in Schwung. Erst nach dreieinhalb Minuten gelang Nestaker das erste Dortmunder Tor der zweiten Hälfte zum 21:18. Rothenpieler forderte mehr Bewegung in der Deckung. Verständlich, denn aus der Fünf-Tore-Führung war zwischenzeitlich ein knappes 24:22 (40.) geworden.
Ganz wichtig war in dieser Phase das 25:22 durch Lisa Antl. Wenig später erhöhte Merel Freriks nach einem tollen Anspiel von Dana Bleckmann auf 26:22 (43.). Nach einem stark erkämpften Ball von Grijseels war es erneut Freriks, die zum 28:23 traf (45.).
Unglaublich kämpferisch, aber absolut fair, präsentierte sich Lisa Antl auf der für sie ungewohnten linken Abwehrseite und gewann Ball um Ball. Doch Sola blieb dran. Zehn Minuten vor dem Ende führte der BVB nur noch mit drei Treffern (28:25), fünf Minuten später stand es 29:25. Doch die Zeit spielte nun für Schwarzgelb. Als Grijseels mit ihrem fünften verwandelten Siebenmeter auf 30:25 erhöhte, verstummte die Stimmung in der Halle zunehmend. Sola wirkte nun immer ratloser.
Vier Minuten vor dem Ende nahm Rothenpieler eine weitere Auszeit und beendete das Sieben-gegen-Sechs-Überzahlspiel. Grijseels forderte zum Zeitspiel auf. Die letzten Zweifel beseitigte Lara Egeling 120 Sekunden vor dem Ende mit einem tollen Heber zum 32:27. Der zweite Sieg in der EHF Champions League war damit perfekt.
Kay Rothenpieler (Trainer): „Das war ein verdienter Sieg, ich würde sogar von einem Big Point sprechen, weil es ein Schlüsselspiel gegen Sola war. Ich denke, wir hatten das Spiel immer unter Kontrolle. Zwischen der 40. und 42. Minute hatten wir mal eine schwierige Phase, als wir zwei Bälle verworfen haben, haben das aber überzeugend gelöst. Sarah Wachter im Tor hat einen richtig guten Tag erwischt. Durch den Ausfall von Mareike Thomaier hatten wir natürlich weniger Optionen im Rückraum, aber Alina Grijseels oder Guro Nestaker haben das sehr gut gemacht. Durch Lisa Antl in der Abwehr auf Außen haben wir neue Impulse gesetzt. Man hat gesehen, dass wir uns weiterentwickelt und eine ganz andere Körpersprache an den Tag gelegt haben.“
In der Alsco Bundesliga Handball Frauen geht es am Mittwoch, 7. Oktober, weiter. Dann kommt der Buxtehuder SV in die Halle Wellinghofen (Anwurf 19:30 Uhr, live bei Dyn und Sporteurope.TV). Ein höchst interessanter Gegner, der sich wie der BVB ebenfalls für das Viertelfinale im DHB-Pokal qualifiziert hat. In der Halbzeitpause des Bundesliga-Spiels wird BVB-Frauenfußballerin Alexandra Popp die Auslosung für die nächste Runde im DHB-Pokal vornehmen.







































