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·2. Juli 2026
Hannover 96 im Transfercheck: Wo wirklich Handlungsbedarf besteht

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·2. Juli 2026

Wir blicken gemeinsam auf die anstehende Transferperiode. Es bleiben zwei Monate Zeit, um Hannover 96 durch punktuelle Verstärkungen besser aufzustellen. Idealerweise stehen die ersten wichtigen Neuzugänge bereits vor der Abfahrt ins Trainingslager am 17. Juli fest.
Die aktuell wohl vakanteste Position ist die des Torhüters. Nach dem Abgang von Leihspieler Noll hat Hannover 96 mit Weinkauf und Schwanke nur noch zwei Keeper im Kader. Unabhängig davon, wer die neue Nummer eins wird, müssen die Roten einen dritten Schlussmann an Bord holen.
Viele – und dazu zähle auch ich – wünschen sich, dass Weinkauf endlich den Durchbruch schafft und ihm die Rolle als Nummer eins zugetraut wird. Der 29-Jährige hält Hannover inzwischen seit acht Jahren die Treue. Wirklich viel Spielpraxis konnte er allerdings nur während seiner Leihstation in Duisburg (2019 bis 2022) sammeln. Für uns Fans wäre diese Entscheidung mit Blick auf Weinkaufs Verbundenheit ein echtes Geschenk.
Realistisch betrachtet kann ich mir jedoch gut vorstellen, dass ein neuer Stammkeeper verpflichtet wird. Der Grund dafür ist die bereits angesprochene mangelnde Spielpraxis von Weinkauf. Die Gerüchte überschlagen sich seit Wochen: Hannover 96 soll an Kastenmeier, Raab, Schenk und neuerdings sogar an WM-Keeper Beach interessiert sein. Liebe Leute: Ruhe bewahren und dem Gespür unserer Scouts sowie der Führungsetage vertrauen. Es wird einen guten Schachzug geben und selbst mit dem „Worst Case“ Leo Weinkauf wäre ich mehr als zufrieden. Er kann die Mannschaft ohne jeden Zweifel anzünden und pushen.
In der Innenverteidigung ist Hannover 96 mit Ghiță, Okon, Tomiak, Hugonet und Allgeier sehr gut besetzt. Nach seiner starken WM scheinen die Interessenten bei Okon bereits Schlange zu stehen. Sollte Okon tatsächlich wechseln, was ich nicht hoffe , könnte sich auf dieser Position noch etwas tun.
+++ Mehr dazu: Kommentar zu Ime Okon: Hannover 96 muss alles geben +++
Etwas anders sieht es hingegen in puncto Außenverteidigung aus – vorausgesetzt, Hannover 96 spielt künftig nicht mit einer Dreierkette. Mit Matsuda und Neubauer stehen aktuell nur zwei Akteure zur Verfügung, die sich auf den defensiven Außenbahnen wirklich wohlfühlen. Immerhin könnten auch Allgeier und Kokolo auf den Außenpositionen aushelfen.
Bedarf sehe ich vor allem im zentralen Mittelfeld. Mit Kapitän Leopold und Shootingstar Aseko hat Hannover 96 die beiden zentralen Stützen der vergangenen Saison verloren. Mit Taïbi und Thórdarson haben sich zwar zwei Neuzugänge gegen Ende der Saison zunehmend in den Fokus gespielt und starke Leistungen gezeigt, dahinter wird die Personaldecke allerdings dünn.
Franz Roggow konnte sich bislang noch nicht wirklich beweisen und es bleibt abzuwarten, welche Rolle man ihm künftig zutraut. Mwisho Mhango gilt als aussichtsreiches Talent. Er ist sicherlich ein guter und schneller Backup-Spieler, ob es allerdings schon jetzt für mehr reicht, kann ich derzeit schwer einschätzen.
Die Diskussion über zusätzlichen Bedarf auf den Flügeln kann ich hingegen nicht nachvollziehen. Mit Bundu und Yokota, die über rechts kommen können, sowie Chakroun und Ünal auf der linken Seite ist Hannover 96 auf beiden Flügeln doppelt besetzt. Und das mit guter Qualität. Mit Oudenne und Kokolo stehen zudem zwei variable Akteure bereit, die auch auf diesen Positionen für Gefahr sorgen können.
Was Hannover 96 ebenfalls guttun könnte, ist ein neuer Knipser. Källman hat zwar eine starke Saison gespielt und ein fitter Pichler verleiht dem Team im Strafraum ohne Frage mehr körperliche Präsenz, allerdings wurde er zuletzt von seiner Verletzung ausgebremst. Auch Källman hatte im Saisonverlauf durchaus seine Durchhänger. Mit Tom Hobrecht hat Hannover 96 zudem ein Talent nach oben gezogen, dem ich durchaus Einsatzminuten und wichtige Tore zutraue. Ein erfahrener Neuzugang könnte dem Team dennoch zusätzlich helfen.







































