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·24. Juni 2026

Hannover 96 kann von neuer Liga profitieren: Es gibt aber ein großes Manko

Artikelbild:Hannover 96 kann von neuer Liga profitieren: Es gibt aber ein großes Manko

In den letzten Jahren gab es seitens der DFL so manchen Entschluss, der mich frustriert hat. Sei es der angedachte Investoren-Einstieg vor drei Jahren, der glücklicherweise gescheitert ist, oder die Einführung des VAR zur Saison 2017/18. Doch die Einführung der neuen U21-Liga stimmt mich positiv, auch im Sinne von Hannover 96. Es gibt allerdings einen großen Wermutstropfen.

In der „Bundesliga Talent Series“ gehen ab der kommenden Spielzeit 26 Teams an den Start, darunter auch Hannover 96. Unsere Roten können sich hier mit den besten Nachwuchsteams Deutschlands messen. Von Bayern München bis Borussia Dortmund. Dass ein eigens eingeführtes System dieser Art gut funktionieren kann, zeigt die Premier League bereits seit Jahren. Die Durchlässigkeit von Talenten zu den Profis ist dort deutlich höher, zahlreiche Topstars haben vergleichbare Nachwuchsligen durchlaufen.

Talent Series: Hannover 96 hat viele Talente in den eigenen Reihen

Genau diese Durchlässigkeit will nun auch die DFL fördern und scheint angesichts des großen Teilnehmerfeldes den Nerv der Zeit getroffen zu haben. Hannover 96 investiert schon seit Längerem intensiv in den Nachwuchs, und die Hoffnung, dass künftig noch mehr Talente den Sprung in die 1. Mannschaft schaffen, ist durchaus berechtigt. Was möglich ist, hat nicht zuletzt der Werdegang von Tresoldi gezeigt.


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Hannover 96 kann zudem flexibel entscheiden, welche Akteure für welche Spiele eingesetzt werden. Ein weiterer Pluspunkt, um Talenten Spielpraxis auf hohem Niveau zu ermöglichen. Für den neuen Wettbewerb werden keine zusätzlichen Teams geschaffen. Stattdessen greifen die teilnehmenden Vereine auf bereits vorhandene Spielerkader aus dem Nachwuchsbereich (U17 bis U21) zurück.

Und wenn wir uns einmal in unserem Verein umschauen, gibt es einige Spieler, die hier aufblühen könnten: Pepe Lorenz (IV), Julius Meusel (ZM), Taycan Kurt (LF) oder Tom Hobrecht (MS).

Das klingt zunächst alles gut, doch es gibt einen großen Kritikpunkt.

Neue Liga ohne Fans – bis zum Finale

Fans sind bei den Spielen nämlich nicht zugelassen. Etwas, das ich nicht nachvollziehen kann. Immer mehr Anhänger interessieren sich für den Nachwuchs ihres Vereins, das zeigt auch die gestiegene Unterstützung der U23-Teams vieler Profi-Clubs in den vergangenen Jahren. In der Drittligasaison unserer U23 waren durchschnittlich 3.294 Zuschauer vor Ort – eine Zahl, die eigentlich auch die DFL zufriedenstellen dürfte.

Ich bin mir relativ sicher, dass die neue Liga, die durchaus auf einem hohen Niveau stattfinden dürfte, ein echter Zuschauermagnet hätte werden können. Ich würde mir Spiele gegen die besten Talente von beispielsweise Schalke 04 jedenfalls anschauen.

Von der DFL heißt es, dass man die „organisatorischen und wirtschaftlichen Belastungen für die Teilnehmer gering halten“ wolle. Dieser Punkt ist nachvollziehbar, aus Sicht der Fans bleibt es dennoch schade. Immerhin: Bei den Finalspielen sind Fans zugelassen. Dann muss Hannover 96 eben in diese Spiele einziehen.

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