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·13. September 2026
Hannover hat sich entschieden, Kind muss nur noch nicken: Titz vor dem Aus, fünf Kandidaten in der Warteschleife

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·13. September 2026

Hannover. Der zweite Trainerwechsel des Wochenendes bahnt sich an – diesmal in der 2. Bundesliga. Hannover 96 wird sich nach Informationen der „Bild“ von Christian Titz trennen. Die Entscheidung sei gefallen, offen sei nur noch der Zeitpunkt des Vollzugs. Und die Zustimmung eines Mannes: Martin Kind, Hauptgesellschafter und Aufsichtsratschef, muss den Schritt absegnen. Ausgerechnet Kind hatte Titz vor zwei Wochen noch eine Jobgarantie gegeben.
Am Samstag hatte Sportgeschäftsführer Jonas Boldt nach dem 1:2 in Nürnberg jede Rückendeckung vermieden – „Das ist der Plan“, sagte er zur Frage, ob Titz gegen Bochum noch auf der Bank sitze. Am Sonntag folgte der Bericht, dass der Plan geändert wurde. Ein Sieg aus fünf Spielen, vier Punkte, Platz 13 – für einen Klub, der seit dem Abstieg 2019 mit hohem finanziellem Aufwand an der Rückkehr arbeitet, ist das kein Saisonstart, sondern ein Grund.
Dabei war Titz‘ erste Saison in Hannover besser, als die Tabelle am Ende zeigte. Der 55-Jährige, 2025 vom 1. FC Magdeburg geholt, hatte eine komplett neue Mannschaft aufgebaut und mit ihr laut dpa „die statistisch beste Zweitliga-Saison“ des Klubs gespielt – Platz vier, 60 Punkte. Der Aufstieg war greifbar und wurde an den letzten drei Spieltagen verspielt. Es ist die Vorgeschichte, die Boldt meinte, als er sagte, er sei gekommen, um „Dinge zu verändern“. Sein Vertrag lief noch bis Juni 2027.
Die Liste ist in 48 Stunden gewachsen. Genannt werden:
Dazu soll Kontakt zu Dimitrios Grammozis bestehen. Lukas Kwasniok, den Boldt schon im August im Blick hatte, ist laut „Bild“ keine Option mehr – er will eine längere Auszeit.
Die Liste liest sich wie eine Verhandlung zwischen zwei Personen. Boldt bringt Kandidaten mit, die er kennt – Favé aus Hamburg, Kniat aus der Liga. Kind bringt einen mit, den Hannover kennt – Cherundolo, der als Spieler 15 Jahre für den Klub spielte und dessen Name in der Stadt mehr wiegt als jede Trainerbilanz. Wer sich durchsetzt, sagt viel darüber, wer bei 96 entscheidet: der Sportgeschäftsführer, der seit Juni im Amt ist, oder der Patron, der seit Jahrzehnten das letzte Wort hat.
Am Samstag kommt Bochum, danach die Länderspielpause. Beides sind Zeitpunkte für einen Wechsel. Dass Titz noch gegen Bochum coacht, war Boldts Plan vom Freitag. Seit Sonntag gibt es einen anderen.
In der Bundesliga hat derweil Eugen Polanski in Mönchengladbach als erster Trainer der Saison seinen Job verloren. Hannover wäre der zweite Wechsel binnen 24 Stunden – in zwei Ligen, aus demselben Grund: null Spielraum nach einem Fehlstart.
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