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·12. März 2026
Hannovers Gründe für Optimismus: Voll in der Verlosung

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·12. März 2026

Bleibt also die Frage: Setzt sich diese Rechnung auch in den kommenden Partien fort?
Denn eines ist klar: Hannover 96 ist weiterhin voll im Rennen. Und gehen wir einmal mutig davon aus, dass die Mannschaft seitdem weiter gereift ist und nicht mehr solche Aussetzer wie gegen Münster, Bochum oder Nürnberg produziert, könnten der roten Gemeinde noch einige spannende Wochen bevorstehen.
Natürlich war die Heimniederlage gegen Fürth frustrierend. Dennoch gibt es einige gute Gründe zur Hoffnung – und die haben wir hier einmal gesammelt.
Mit Mustapha Bundu, Hussein Chakroun und Hayate Matsuda kehren gleich drei Tempodribbler zurück, die zu Saisonbeginn häufig den Unterschied auf den Außenbahnen ausmachen konnten. Als sie rund um die Winterpause nacheinander durch Verletzungen und Krankheiten ausfielen, verlor auch das Flügelspiel von Hannover 96 spürbar an Durchschlagskraft.
Die im Winter kurzfristig verpflichteten Leihspieler Elias Saad und Noah Weißhaupt konnten bislang noch keine konstanten Akzente setzen, weshalb die Offensive zuletzt etwas ins Stocken geriet. Doch nun könnten die Außenbahnen wieder zur echten Waffe werden – besonders dann, wenn Chakroun und Bundu mit Tempo und Dribblings für Chaos in den gegnerischen Abwehrreihen sorgen.
Wir halten es für ein Gerücht, dass Benjamin Källman „überspielt“ sei oder gar eine Pause benötige. Ganz im Gegenteil: Der finnische Torjäger braucht vor allem eines – mehr und bessere Zuspiele.
Die Bälle, die Källman in den letzten Partien verwerten sollte, hatten schlicht nicht die nötige Qualität. Im letzten Drittel waren die Pässe häufig zu ungenau und zu langsam – egal ob durch die Mitte gesteckt oder von außen hereingegeben. Genau hier muss Hannover 96 wieder zulegen.
Dass es besser geht, war bereits in der zweiten Halbzeit am Sonntag zu erkennen, als das Offensivspiel deutlich lebendiger wirkte.
Auch bei Standardsituationen fehlte zuletzt die nötige Durchschlagskraft. Ecken und Freistöße aus dem Halbfeld blieben häufig harmlos. Maurice Neubauer und Enzo Leopold haben in dieser Hinsicht schon deutlich bessere Phasen gezeigt.
Vor allem Kapitän Leopold geriet zuletzt in die Kritik, weil seine ruhenden Bälle wenig Ertrag brachten, er aber weiterhin häufig die Verantwortung übernahm. Trainer Christian Titz wird hier sicherlich nachjustieren, sollte sich keine Verbesserung einstellen. Das wäre letztlich im Sinne der gesamten Mannschaft – und auch der eigene Anspruch des Kapitäns dürfte ein anderer sein. In der Vergangenheit folgte auf Kritik meist eine schnelle Reaktion.
Allerdings darf man auch nicht vergessen, dass mit Boris Tomiak zuletzt ein wichtiger Zielspieler im Strafraum fehlte. Seine Präsenz band bei Standards häufig mehrere Verteidiger. Eine Anpassung der Abläufe bei ruhenden Bällen sollte daher im Training Priorität haben.
Wie spektakulär das Spiel von Hannover 96 in der Hinrunde zeitweise war, zeigte vor allem das aggressive Pressing. Wenn die Offensive sofort hoch anlief und auf schnelle Ballgewinne ging, gerieten viele Gegner früh unter Druck.
Die Gesichter der Gegner, die kaum einen ruhigen Spielaufbau hinbekamen und stattdessen permanent gestresst wurden, sprachen oft Bände. Zuletzt waren diese Pressingphasen allerdings deutlich seltener, langsamer und auch weniger präzise.
Ein Grund dafür dürften Abstimmungsprobleme mit den neuen Leihspielern sein – gutes Pressing muss schließlich einstudiert werden. Genau deshalb richtet sich der Blick auch hier wieder auf die Rückkehrer Matsuda, Chakroun und Bundu.
„Wir haben es leider zu fehlerhaft gespielt“, sagte Trainer Christian Titz zuletzt mehrfach. Bei einer Passquote von 85,3 Prozent klingt das zunächst nach Kritik auf hohem Niveau. Doch in entscheidenden Momenten können genau solche Ungenauigkeiten den Unterschied machen.
Ein Fehlpass in der eigenen Hälfte oder ein zu lasch gespielter Steckpass kann ein Spiel sofort kippen lassen. Hier muss Hannover 96 konsequenter werden.
Gleichzeitig bietet auch die Chancenverwertung Luft nach oben. Mit einer Quote von aktuell zwölf Prozent besteht genügend Motivation, vor dem Tor wieder effizienter zu agieren.
Nach Wochen, in denen Hannover 96 häufig liefern musste, bietet das Spitzenspiel eine neue Ausgangslage. Beim Tabellenführer Schalke liegt der Druck klar beim Gastgeber.
Der Gejagte steht unter Beobachtung – nicht der Jäger.
Gerade gegen spielstarke Gegner hat Hannover 96 in dieser Saison oft überzeugt und das Maximum aus der Mannschaft von Christian Titz herausgeholt. In der Veltins-Arena erwartet das Publikum ein großes Spektakel. Genau diesen Spaß könnte Hannover 96 den Gastgebern verderben.
Wir wären schließlich nicht die ersten, die eine Schalker Party crashen.
Mit freien Köpfen, klarer Struktur und kompromissloser Disziplin ist im Spitzenspiel alles möglich. Und danach, liebe Freunde, sehen wir einfach weiter.









































