Treffpunkt Betze
·8. Februar 2026
Hart im Mittelmaß aufgeschlagen

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·8. Februar 2026

Im Duell Darmstadt gegen Kaiserslautern gewinnt die Heimmannschaft – sofern das Spiel nicht unentschieden ausgeht. Dieser Regelmäßigkeit entsprechend verlieren die Roten Teufel wie im vergangenen Jahr mit vier Toren Unterschied (0:4) im ausverkauften Stadion am Böllenfalltor und lassen vieles vermissen. Dass die Betze-Fans mit ihrer Pyroshow zu Beginn der zweiten Halbzeit im wahrsten Sinne des Wortes etwas über das Ziel hinausschießen und dem Darmstädter Verteidiger Maglica ein Piepsen ins Ohr böllern, reiht sich nahtlos in das miserable Gesamtgefühl der FCK-Anhänger ein. Genauso wie die Tatsache, dass der übertragende Sender Sky nach zwei Dritteln der Spielzeit plötzlich den Lilien-Ehrenspielführer Aytac Sulu auf den Kommentatorenplatz holt. Frei nach dem Motto: „Dann hast du schon kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu.“
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Dass der bärenstarke Zweikämpfer Robinson aufgrund seiner roten Karte aus dem Spiel gegen Elversberg in jeglicher Hinsicht fehlen würde, war bereits vor dem Anpfiff gegen die gefährlichen Darmstädter klar. Rasmussen vertrat ihn bei seinem Startelfdebüt und bildete zusammen mit Gyamfi in der Mitte und Chernev rechts die Dreier-Abwehrkette. Keiner der Genannten erreichte auch nur ansatzweise eine akzeptable Wettkampfform.
Vor dem Elfmeter, den Darmstadt schon nach wenigen Minuten zum 1:0 nutzen konnte, ließ sich Chernev vor die Kette locken und öffnete damit den Raum hinter Joly. Dieser kam dem Steilpass zwar noch hinterher, verhielt sich im Strafraum aber recht plump im Zweikampf, sodass Schiedsrichter Harm Osmers nur die Entscheidung für einen Strafstoß blieb. Vor dem 2:0 unterlief Rasmussen in einer eigentlich alltäglichen Abwehrsituation ein Stellungsfehler und beim 4:0 war er sich mit Keeper Krahl wiederum nicht einig. Trainer Lieberknecht muss demnach in der Trainingswoche unbedingt an der weiteren Integration der Wintertransfers in der Defensive arbeiten, um die sich mehrenden Gegentore (Neun in den letzten drei Spielen) abzustellen.
Sicherlich ließe sich vieles auf die gnadenlose Effizienz des SVD und das fehlende Glück der Lauterer schieben. In der ersten Hälfte schafften es die Betzebuben jedoch nicht, sich das Glück mit aggressivem Zweikampfverhalten oder nicht zu bändigendem Eifer zu erzwingen. Die offensive Spielanlage war zu einfallslos und beschränkte sich auf wenige Halbfeldflanken, die für die Darmstädter gegen den in der Luft hängenden Hanslik, den Alleinunterhalter im Sturm der Pfälzer, letztlich einfach zu verteidigen waren.
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Mit Bassette konnte Lieberknecht zum Anpfiff der zweiten Halbzeit einen Akzent setzen, der vor allem in den ersten zehn Minuten für Furore sorgte. Doch auch großzügig verteilte Geschenke, wie beispielsweise ein fataler Fehlpass im Strafraum von Lilien-Torhüter Schuhen, wurden von den Lauterern verschmäht, sodass sie jede Chance vertan haben, durch einen Anschlusstreffer Druck auf die Hausherren auszuüben. Auch Neuzugang Berisha hatte eine gute Einschussmöglichkeit, die aber wiederum nicht in ein Tor umgemünzt werden konnte. Alles in allem konnte man den Männern in Rot den Willen nicht absprechen – allein, es fehlte ihnen in diesem Spiel das notwendige Quäntchen Glück.
Endlich sind die Wochen der Topspiele für den FCK vorbei. Die Bilanz von vier Punkten aus vier Spielen ist dabei überschaubar, es hätte aber auch schlimmer kommen können. In den kommenden Spielen gegen die Kellerkinder Fürth und Münster gilt es, bestenfalls sechs Zähler mitzunehmen, um diese Spielzeit nicht schon nach zwei Dritteln abschenken zu müssen. Zwar konnten die Neuzugänge in der Partie gegen Darmstadt nicht über die gesamte Spielzeit überzeugen, sie vermochten aber im Gegenzug alle anzudeuten, dass sie sich in den nächsten Wochen zu wichtigen Stützen für das Team entwickeln können. Das wäre uns allen zu wünschen, bevor wieder die üblichen Mechanismen rund um den Betzenberg greifen und eine neuerliche Trainerdiskussion entsteht.









































