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·2. April 2025
Harte Vorwürfe: Das sind die Gründe für das Rose-Aus in Leipzig!

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·2. April 2025
Marco Rose ist bei RB Leipzig Geschichte. Der Übungsleiter wurde nach der 0:1-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach und seinem 125. Pflichtspiel für die Sachsen von seinen Aufgaben entbunden. Eine Entscheidung, die folgerichtig ist, da die sportliche Entwicklung der Leipziger unter dem 48-jährigen Ex-Profi zuletzt zu wechselhaft war. Zwar hat man als Tabellensechster lediglich drei Punkte Rückstand auf einen Champions-League-Platz, doch die Chance auf eine erneute Qualifikation für die Königsklasse liegt eher an der schwächelnden Bundesliga-Konkurrenz als an den eigenen Leistungen.
Aus den letzten zehn Bundesliga-Spielen holte man lediglich zwölf Punkte. Eine Bilanz, die eines Top-Teams unwürdig ist. Noch schlimmer sah die sportliche Bilanz in der Königsklasse aus. In der neugeschaffenen Gruppenphase gelang dem Team von Marco Rose lediglich ein Sieg (2:1 gegen Sporting CP), sieben Mal verließ man das Spielfeld als Verlierer. Klar, Leipzig hatte nicht wirklich Losglück und musste sich u.a. mit Atlético Madrid, Juventus Turin, dem FC Liverpool und Inter Mailand messen. Allerdings war man auch gegen Sturm Graz und Celtic Glasgow chancenlos.
Neben der sportlichen Bilanz gab es in Leipzig aber weitere Gründe, die gegen eine Weiterbeschäftigung von Rose sprachen.
Laut der Sport Bild werfen die RB-Verantwortlichen Rose vor, die jungen Talente im Leipziger Kader zu wenig gefördert und verbessert zu haben. Das Blatt nennt hierbei die Innenverteidiger Castello Lukeba und El Chadaille Bitshiabu als Beispiele, die teuer aus Frankreich verpflichtet, bisher zu wenig Spielzeit erhalten haben (Platz 16 und 17 im internen Ranking nach Spielminuten).
Ebenfalls soll man in Leipzig nicht zufrieden mit der Außendarstellung des Ex-Trainers gewesen sein. Rose, dem bereits in Gladbach und beim BVB eine gewisse Sturheit nachgesagt wurde, soll den RB-Kosmos nicht ausreichend leidenschaftlich vertreten haben. Darüber hinaus lehnte Rose wohl im Winter einen weiteren Co-Trainer als neuen Impuls für die Mannschaft ab und irritierte die Verantwortlichen, als er am Mittwoch vor dem Gladbach-Spiel nach einer Rede von Jürgen Klopp, "Head of Global Soccer", der sich der Mannschaft vorstellte und sie für den Saisonendspurt einschwor, selbst noch, unabgesprochen, das Wort ergriff.
Zur Wahrheit gehört aber auch: Der Kader der Leipziger, das zeigt diese Saison eindrucksvoll, ist zu dünn besetzt. Immer wieder musste Rose auf wichtige Eckpfeiler verzichten. Der Ausfall von Xaver Schlager konnte nicht aufgefangen werden und auch Benjamin Henrichs wurde nicht adäquat ersetzt.
Probleme, die Nachfolger Zsolt Löw bis zum Ende der Saison nun in Griff bekommen muss. Dazu gehört auch, den launischen Xavi Simons wieder zur alten Stärke zu verhelfen.
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