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·1. Januar 2026
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·1. Januar 2026
Wie Liebeskummer - so kanns sich anfühlen, wenn unser Lieblingsklub und ein verdienter Spieler getrennte Wege gehen. Trost spenden weder die krassen Performances noch die eingenommenen Millionen.
Und das ganz große Vermissen geht natürlich dann los, wenn die Abwesenheit der Tore, Assists, Rettungsgrätschen oder Glanzparaden nicht mehr da sind, wenn die halbe Saison gespielt ist und der einhellige Tenor lautet: Uff, der fehlt wirklich.
Nach dem Deadline-Day drohte Leverkusen in seine Einzelteile zu verfallen. Startrainer Xabi Alonso machte den Abflug - ob der seinen Bayer-Abgang mittlerweile genau so sehr bereut wie die Werkself die ten-Hag-Verpflichtung?
Alonso schrieb mit der Werkself Fußballgeschichte. Und das war kein Zufall. Er konstruierte mit einer Mischung aus Taktik, Feingefühl und Mentalität, das eine Saison lang sogar den Bayern voraus eilte. Ein absoluter Startrainer also, dessen Abschied die ganze Bundesliga sicher auch jetzt im Winter noch bedauert. Mit seinem Abgang, dem der zahlreicher Topspieler folgten, ist der Starflair erst mal verflogen.
In Frankfurt hingegen hat Sportdirektor Krösche zwar dem Vernehmen nach wieder ordentlich "gekocht", vor allem kamen aber schwarze Kontozahlen auf den Tisch. Hugo Ekitike verließ die Mainmetropole, seine eingeplanten Ersatzmänner treffen das leere Tor nicht oder verletzen sich reihenweise.
📸 KIRILL KUDRYAVTSEV - AFP or licensors
Nach drei Jahren, 26 Toren und 23 Assists verließ Ritsu Doan die Freiburger und schloss sich CL-Teilnehmer Frankfurt an. Ein Abgang, der Nachwehen hinterlässt. Die Breisgauer stehen aktuell nur auf Tabellenplatz neun, letztes Jahr zu dieser Zeit war es Platz fünf - mit. Auch die Mainzer verloren einen Torgaranten an Frankfurt und stürzten daraufhin direkt in die Krise. Jonathan Burkardt war im Sommer wohl aus den FSV-Schuhen rausgewachsen . Bleibt die Frage: Würden die 05er auch mit Burkhardt-Toren zu Weihnachten die Rote Laterne in den Händen halten?
Krisenstimmung gabs auch bei Gladbach und Bremen sehr früh. Bei Werder tat das Pokal-Aus und der holprige Start alles übrige. Mittlerweile stabilisiert ist aber auch im Winter noch nicht vollends geklärt, wer die großen Fußstapfen von Marvin Ducksch ausfüllen soll - diese Saison hat Werder noch kein einziges Stürmertor auf dem Konto, von daher kann man sagen: Victor Boniface wohl eher nicht.
📸 Alex Bierens de Haan - 2025 Getty Images
Der Name Itakura dürfte bei Borussen-Fans den größten Herzschmerz auslösen. Vor allem in der Defensive fehlt der nach Amsterdam abgewanderte Abwehrmann nach wie vor, sein Nachfolger Diks wäre dem Vernehmen nach eher was für Außen. Auch wenn das Gespenst des Überraschungsabstiegs zunächst mal wieder weggepustet werden konnte, der Schmerz bleibt nach wie vor.
RB Leipzig und Stuttgart haben gemeinsam, dass sie im Sommer Torgarantie verloren. Benjamin Sesko als RBs 13-Tore-Mann der vergangenen Saison wurde von Rômulo ersetzt, bei dem noch abzuwarten bleibt, ob er die Marke seines Vorgängers in dieser Saison toppen kann - aktuell steht er bei vier Toren in der Bundesliga. Nick Woltemade traf im letzten Buli-Jahr 12 Mal, dafür haben die Schwaben mit Undav einen zweiten Offensivspieler, der weiß, wo das Tor steht - trotzdem: Über zwei von der Sorte würde sich Sebastian Hoeneß eher nicht beschweren.
Auch wenn man weiß, die gemeinsame Zeit ist begrenzt - der Abschied tut trotzdem weh. Fragen wir mal die HSV-Fans. Weil eine feste Verpflichtung von Adam Karabec wohl zu teuer geworden wäre, verabschiedete er sich nach einem Kurzauftritt bei den Hanseaten und nahm neben zehn Scorerpunkten vor allem Mut im Spiel nach vorne mit - in allen Auswärtsspielen dieser Saison Mangelware beim HSV.
Immerhin zwei Saisons war Benedict Hollerbach zu Diensten der Eisernen aus Berlin. Letzte Saison gelingen ihm neun Buli-Tore. Marin Ljubicic, der bereits vor einem Jahr zu Union kam, stinkt im Vergleich mit gerade einmal einem Saisontor bis jetzt natürlich ganz schön ab. Zum Glück gibt es da ja noch Ilyas Ansah...
Beim anderen Hamburger Klub blickten viele Fans bestürzt auf den Abgang von Aufstiegsheld und Ballzauberer Elias Saad (Ihr wisst: Die romantische Aus-Der-Regionalliga-In-Die-Bundesliga-Ohne-NLZ-Story der Kiezkicker). Aktuell - mitten im Abstiegskampf - dürfte der Fan-Frust was diesen Abgang zur Konkurrenz betrifft nicht kleiner geworden sein.
📸 Selim Sudheimer - 2025 Getty Images
Der BVB fehlt - weil dem im Sommer eigentlich nur "Was-wäre-wenn-Spieler" abhanden kamen. Bei Gittens, Moukoko und Coulibaly waren die Schwarz-Gelben-Anhänger wohl überwiegend nur in die Idee von den Fußballern verliebt, die sie hätten sein können.
Der FC Bayern erwischte einen nahezu perfekten Saisonstart - nachtrauern tut man da an der Säbener Straße vermutlich nicht mal Superstar Kingsley Coman.
Das gilt sicher nicht für Personalien wie Thomas Müller - er und andere Vereinslegenden wie Kevin Trapp, der die SGE im Sommer verließ, fehlen zwar auf dem Platz vielleicht weniger, in der Kabine & den Fanherzen dafür umso mehr.
📸 KIRILL KUDRYAVTSEV - AFP or licensors









































