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·9. April 2026
"Hat mich sehr geprägt": Ehemaliger RBL-Coach formte Eugen Polanski

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"Er ist mir in den letzten eineinhalb Jahren auf den Sack gegangen", sagte Eugen Polanski einst im "FohlenPodcast" über seinen früheren Trainer Julian Nagelsmann. Polanski verbrachte von 2016 bis 2018 unter dem damaligen Coach der TSG Hoffenheim den Herbst seine Spielerkarriere. Julian Nagelsmann habe ihn dazu animiert, Trainer-Lizenzen zu machen.
Gesagt, getan: Heute ist Polanski wie Nagelsmann Inhaber der UEFA-Pro-Lizenz und coacht am Samstagnachmittag Borussia Mönchengladbach beim Auswärtsspiel in der Red Bull Arena.
Unser früherer Cheftrainer (2019-2021) ist eine Art Mentor für Polanski. Wenn der 40-Jährige über den heutigen Bundestrainer spricht, gerät er regelrecht ins Schwärmen.
"In den letzten zweieinhalb Jahren bei Hoffenheim hatte ich das große Glück, mit einem der wahrscheinlich besten Trainer Deutschlands zusammenzuarbeiten", gibt sich der damalige TSG-Kapitän Polanski (40) wertschätzend gegenüber dem zwei Jahre jüngeren Nagelsmann.
Beide erlebten eine erfolgreiche Zeit bei der TSG Hoffenheim. In der ersten gemeinsamen Saison führte Nagelsmann die Kraichgauer auf Rang vier, im Jahr darauf sogar auf Rang drei und in die Champions-League-Gruppenphase. Nagelsmanns Stern ging in Hoffenheim auf. Ein Jahr nach Polanskis Karriereende zog es den heutigen Bundestrainer weiter zu den Roten Bullen.
"Bei ihm habe ich ab Tag eins gemerkt, dass er etwas Besonderes hat: sehr lösungsorientiert, noch mal besser für die Entwicklung der Mannschaft und jedes einzelnen Spielers, detailversessen und kommunikativ. Die Art und Weise, wie er Fußball gedacht hat, hat mich zum Ende meiner Karriere sehr geprägt", singt Polanski auch in der "Sport Bild" ein Loblied auf seinen Ex-Trainer.

Nachdem Polanski 2018 seine Fußballschuhe an den Nagel gehangen hatte, ging es für ihn ein halbes Jahr später zurück zu seinem Jugendverein Gladbach. Bei den Fohlen agierte er zunächst als Übergangstrainer zwischen dem Jugend- und Senioren-Bereich, ehe er 2021 Trainer der U17 wurde. 2022 folgte die Übernahme der U23 und während der aktuellen Saison schließlich der Posten bei den Profis.
"Er hat klare Vorstellungen, die er der Mannschaft vermitteln will, was seine Arbeitsweise angeht. Sehr strukturiert, fordernd, sehr ehrgeizig, auch was Arbeitsethik und Arbeitskultur angeht. So wie er als Spieler war, so ist er auch als Trainer", beschrieb ihn Roland Virkus, ehemaliger Geschäftsführer Sport bei der Borussia. Charaktereigenschaften, die auch bei Nagelsmann zu erkennen sind.
Fußballerische Ähnlichkeiten sind ebenso nicht von der Hand zu weisen: Beide stehen für einen aktiven Fußball, wollen schnell umschalten und zielgerichtet in vorab festgelegten Räumen angreifen. Wie Nagelsmann ist auch Polanski taktisch flexibel, kann die Grundordnung seines Teams je nach Gegner anpassen.

Am 29. Spieltag will Eugen Polanski unseren Jungs mit seinem Team auf die Nerven gehen. Die Gladbacher sind als Tabellendreizehnter bei nur fünf Punkten Vorsprung auf Relegationsplatz 16 noch nicht gerettet. In der Hinrunde konnte er den Roten Bullen ein 0:0 abtrotzen.
Nach dem 2:2 gegen Heidenheim vom 28. Spieltag wird die Fohlenelf um Bald-Leipziger Rocco Reitz umso motivierter antreten, um etwas Zählbares zu entführen. Unsere Mannschaft ist gewarnt.
Wie Polanski hat aber auch Ole Werner reichlich Lösungen in der Schublade, um den nächsten Sieg einzufahren. Im Hinspiel lernten sich beide Trainer persönlich kennen. Umso größer ist die Hoffnung, dass das Team um Ole Werner die Polanski-Elf diesmal vollständig entschlüsseln wird.
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