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·2. Mai 2026

Havelse steigt ab, Remis am Tivoli, FCS macht Klassenerhalt fix

Artikelbild:Havelse steigt ab, Remis am Tivoli, FCS macht Klassenerhalt fix

Der TSV Havelse steht als dritter Absteiger fest. Beim SC Verl unterlagen die Niedersachsen am Samstag mit 0:4. Im Aufstiegskampf musste sich Hansa Rostock mit einem 1:1 in Aachen zufrieden geben, während der 1. FC Saarbrücken durch ein 2:0 im Derby gegen Waldhof Mannheim den Klassenerhalt perfekt gemacht hat. Zudem trennten sich Schweinfurt und 1860 mit einem 1:1, Regensburg schlug Hoffenheim II mit 2:1.

Verl 4:0 Havelse: Havelse-Abstieg besiegelt

Für beide Mannschaften ging es noch um Resthoffnungen – Verl auf den Aufstieg, Havelse auf den Klassenerhalt. Entsprechend wichtig war ein Sieg. Verl dominierte wie gewohnt mit viel Ballbesitz, ohne zunächst zwingend zu werden. Die erste größere Chance hatte Taz aus spitzem Winkel, doch Quindt parierte (31.). Kurz vor der Pause fiel die verdiente Führung: Nach einer Ecke köpfte Mhamdi am zweiten Pfosten ein (44.). Es war der Auftakt zu einer furiosen Schlussphase. Nur zwei Minuten später schickte Mhamdi Taz in die Tiefe, der auf Wörner querlegte – 2:0. Wiederum wenig später hebelte Taz mit einem langen Ball die Defensive aus, Wörner legte quer auf Arweiler, der nur noch einschieben musste (45.+4).


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Auch nach dem Seitenwechsel blieb Verl dominant. Nach einer kurzen Ecke kam Mhamdi an der Strafraumkante zum Abschluss und traf sehenswert zum 4:0 (49.). Havelse gab sich dennoch nicht auf, Boujellab verpasste den Anschlusstreffer nur knapp (54.). Auf der anderen Seite hätte Mhamdi per Freistoß beinahe seinen Hattrick perfekt gemacht (65.), Japaur vergab zudem aus kurzer Distanz (78.). Durch die Niederlage steht der Abstieg des TSV Havelse fest, während Verl den Druck auf die Aufstiegsplätze erhöht. Vorerst beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz nur noch drei Punkte.

Aachen 1:1 Rostock: Remis für beide Klubs zu wenig

Rein rechnerisch ist für Alemannia Aachen sogar noch Platz zwei möglich – realistischer erscheint jedoch Rang vier. Hansa Rostock hingegen darf sich noch größere Hoffnungen im Aufstiegsrennen machen. Entsprechend intensiv starteten beide Teams in die Partie, mit leichten Vorteilen für die Gastgeber. Klare Torchancen blieben zunächst aus, was vor allem an den stabilen Defensivreihen lag. Nach knapp einer halben Stunde wurde es erstmals gefährlich: Gindorf zog im Strafraum ab, doch Uphoff parierte stark. Dabei verletzte sich der Rostocker Schlussmann leicht, konnte aber weitermachen. In der 40. Minute folgte dann eine ungewöhnliche Unterbrechung: Sintflutartiger Regen zwang den Schiedsrichter, das Spiel für rund sieben Minuten zu pausieren. Diese Pause bekam Aachen nicht gut. Rostock kam mit neuem Schwung zurück auf den Platz und ging noch vor der Halbzeit in Führung: Dirkner eroberte den Ball und schickte Krauß auf die Reise, der vor Pseftis eiskalt blieb (45.+6).

Mit viel Energie kehrte Aachen aus der Kabine zurück. Zunächst scheiterte Bagkalianis per Kopf an Uphoff, doch im Anschluss an die folgende Ecke zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt: Dirkner klammerte zu lange gegen Bagkalianis und brachte ihn zu Fall. Gindorf verwandelte den Strafstoß souverän zum Ausgleich (59.). In der Folge übernahm Rostock wieder mehr Kontrolle, während Aachen abseits des Elfmeters offensiv kaum Akzente setzte. Holten vergab per Kopf die Führung für die Gäste (75.), und kurz vor Schluss bot sich Voglsammer die große Chance: Nach einem Ausrutscher von Da Silva Kiala kam er frei zum Ball, konnte diesen jedoch nicht entscheidend kontrollieren, sodass Aachen klären konnte. Am Ende steht eine Punkteteilung, die beiden Teams nur bedingt weiterhilft. Rostock bleibt Sechster mit drei Punkten Rückstand auf Essen, Aachen rangiert auf Platz sieben und liegt fünf Zähler hinter dem MSV Duisburg.

Saarbrücken 2:0 Mannheim: Derbysieg sichert FCS den Klassenerhalt

Südwest-Derby – und für den 1. FC Saarbrücken zugleich von großer tabellarischer Bedeutung. Mit einem Remis konnten die Gastgeber den Klassenerhalt endgültig perfekt machen. Zunächst tasteten sich beide Teams ab, offensiv passierte wenig – bis zur 23. Minute: Civeja setzte sich rechts an der Strafraumkante durch und spielte einen starken Querpass auf Brünker. Der Stürmer blieb frei vor dem Tor eiskalt und überwand Nijhuis mit einem flachen Abschluss (23.). In der Folge wurde das Spiel lebhafter, Saarbrücken blieb die spielbestimmende Mannschaft, ohne sich jedoch zwingende Chancen zu erspielen.

Die zweite Halbzeit begann für Mannheim mit einem Nackenschlag: Brünker lief in den ausgestreckten Arm von Ogbemudia und ging zu Boden – ein fragwürdiger Strafstoß. Pick verwandelte souverän zum 2:0 (53.). Vom Waldhof kam offensiv weiterhin wenig, während Saarbrücken sogar noch das 3:0 hätte nachlegen konnte. Brünker eroberte den Ball gegen Sietan und lief allein auf Nijhuis zu, scheiterte jedoch aus spitzem Winkel am Torhüter (69.). Durch den Derbysieg hat Saarbrücken den Klassenerhalt endgültig sicher und klettert mit dem zweiten Sieg in Folge auf Rang 13, Mannheim fällt durch die siebte sieglose Partie hintereinander auf Platz elf zurück.

Schweinfurt 1:1 1860: Punkteteilung im bayerischen Duell

Für beide Teams geht es sportlich um nicht mehr allzu viel. Für den TSV 1860 ist maximal noch Platz vier drin – und damit die direkte Qualifikation für den DFB-Pokal. Schweinfurt ist bereits seit Längerem abgestiegen. Die erste Chance hatten die Gäste: Niederlechner zog aus spitzem Winkel ab, doch Stahl parierte stark (11.). Auf der Gegenseite ging Schweinfurt in Führung: Nach einer unzureichenden Klärung von Dulic flankte Böhnlein an den ersten Pfosten, wo Müller zum Abschluss kam. Mit etwas Glück landete der Ball im Netz – Dähne war zwar noch dran, konnte den Treffer aber nicht verhindern (27.). Die Münchner reagierten prompt: Haugen setzte einen Abschluss zunächst an den Pfosten (29.), traf wenig später jedoch – wenn auch etwas glücklich, da er den Ball nicht sauber traf, dieser aber perfekt im Winkel landete.

Im zweiten Durchgang hätte es beinahe ein kurioses Eigentor gegeben: Angleberger spielte unter Druck einen unsauberen Rückpass auf Stahl, der Torhüter verschätzte sich anschließend bei der Ballannahme. Das Spielgerät rollte Richtung eigenes Tor, doch Stahl rettete gerade noch auf der Linie (67.). Schweinfurt wurde im Verlauf stärker, ließ aber gute Chancen liegen. Hobsch verpasste am langen Pfosten knapp, Keller köpfte wenig später daneben (81.). Schweinfurt bleibt auch nach dem siebten sieglosen Spiel in Folge Tabellenletzter, 1860 verharrt auf Rang acht.

Regensburg 2:1 Hoffenheim II: TSG muss weiter bangen

Noch ist die TSG 1899 Hoffenheim II nicht gerettet. Ein Sieg in Regensburg hätte den Klassenerhalt bedeutet. Beide Teams begegneten sich zunächst auf Augenhöhe, ehe die Gastgeber in Führung gingen: Eichinger zog von links in die Mitte und wurde dort von Frees ungestüm zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß verwandelte Hottmann souverän (21.). Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Frees brachte mit einem Rückpass Petersson in Bedrängnis, der den Ball gegen den anlaufenden Hottmann verlor. Dieser legte auf Oliveira ab, dessen Abschluss jedoch über das Tor ging (27.). Auf der Gegenseite klärte Gebhardt eine Hereingabe direkt vor die Füße von Honajzer – dessen Volley landete nur am Außennetz (28.). Nur wenig später war Eichinger frei durch, umkurvte Petersson, wurde jedoch aus spitzem Winkel gestoppt und legte auf Hottmann quer. Dessen Schuss wurde im letzten Moment geblockt (33.). Auf der anderen Seite scheiterte Labes im Eins-gegen-eins an Gebhardt (40.).

Im zweiten Durchgang war zunächst Regensburg am Drücker. Eichingers Abschluss wurde geblockt (48.), Hottmanns Kopfball zur Ecke geklärt (53.). Großchancen blieben danach zunächst Mangelware – bis der Jahn kurz vor Schluss das 2:0 erzielte: Dietz wurde per Heber in Szene gesetzt, nahm den Ball mit dem Kopf mit und vollendete aus halbrechter Position präzise ins lange Eck (90.). Die TSG meldete sich jedoch noch einmal zurück. Nach einer Ecke von links landete der Ball über Abraha, der im Fallen per Kopf ablegte, bei Bähr, der aus kurzer Distanz zum 2:1 traf (90.+7.). Für mehr reichte es jedoch nicht. Regensburg klettert auf Platz zehn, Hoffenheim II muss nun darauf hoffen, dass Ulm im späteren Spiel nicht gewinnt.

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