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·15. März 2026
Hecking wirkt: Erstes Wolfsburger Lebenszeichen

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·15. März 2026

Das Urteil über das Ergebnis hätte Dieter Hecking am liebsten anderen überlassen. „Der Punkt wird etwas machen mit uns, bewerten können Sie ihn“, ließ er sich der Bundesligarückkehrer vor versammelter Presse zunächst nur entlocken – um dann doch noch eine eigene Einordnung vorzunehmen. Ein Auswärtspunkt sei „grundsätzlich etwas Positives“, sagte der Coach, zudem müssten sich seine Profis mit der derzeitigen Situation auch erstmal zurechtfinden. Heckings Fazit also nach seinem Comeback auf der Wolfsburger Trainerbank: „Es war ein sehr guter Punkt.“
Eine Sichtweise, mit der Hecking in den Reihen der Wolfsburger nicht alleine war: „Wir haben es gerade nicht einfach und jeder Punkt zählt“, sagte Stürmer Dzenan Pejcinovic bei DAZN nach dem 1:1 (0:0) beim Champions-League-Aspiranten TSG Hoffenheim, auch Sportdirektor Pirmin Schwegler befand: „Es ist es ein Punkt, der uns hilft.“
Es war eine verhalten-optimistische Stimmung, mit der der Tabellenvorletzte der Fußball-Bundesliga am Samstag die Heimreise antrat. Nach einem Horrorwochenende samt Niederlage gegen den Hamburger SV (1:2) und der Trennung von Trainer Daniel Bauer sowie Geschäftsführer Peter Christiansen gelang dem auserkorenen Retter Hecking ein solider Einstand – wenngleich kein perfekter.
„Irgendwie wäre doch ein Sieg drin gewesen“, haderte Schwegler angesichts der Tatsache, dass die Wölfe nach dem Treffer von Konstantinos Koulierakis (65.) auf ihren sechsten Saisonerfolg zusteuerten – bevor Grischa Prömel (83.) diesen doch noch zunichte machte. So geht auch unter Hecking das Warten auf das so ersehnte Erfolgserlebnis weiter, seit nunmehr neun Spielen ist der VfL in der Liga ohne Sieg. Der Rückstand auf Relegationsrang 16 wurde immerhin auf drei Punkte verkürzt – die Abstiegsgefahr ist aber weiter akut.
Was Hoffnung macht, ist indes nicht nur die weitestgehend stabile Defensivleistung im Kraichgau, sondern auch der neue Mann an der Seitenlinie. „Er hat uns auf jeden Fall gut getan“ sagte Schwegler über Hecking, der zwischen 2013 und 2016 mit dem VfL den DFB-Pokal und den Supercup gewonnen hatte.
Nach dem „schweren, schwarzen Samstag“ in der Vorwoche habe es Hecking „sehr schnell mit seiner Souveränität und Ruhe gebogen und gedreht bekommen“, erklärte der Schweizer. „Er bringt viel Erfahrung mit, er war bereits in solchen Situationen, er kennt den Klub in- und auswendig“, ergänzte Mittelfeldmotor Christian Eriksen.
Auch in Sachen Stimmung also scheint die Hecking-Rückkehr zu wirken – wenngleich dieser angesichts der bedrohlichen Lage betonte: „Es gibt nichts zu jubeln.“
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