Treffpunkt Betze
·21. Mai 2026
Hefte raus, Klassenarbeit! - Notenvergabe Teil 1

In partnership with
Yahoo sportsTreffpunkt Betze
·21. Mai 2026

Die FCK-Bosse um Thomas Hengen kommunizierten vor der abgelaufenen Saison das Ziel, besser zu sein als in der Saison zuvor. Gerüchten zufolge wollte man intern sogar noch mehr: aufsteigen. Ob die Pfälzer Hintermannschaft diesen Zielsetzungen gerecht werden konnte, zeigt die„Treffpunkt Betze”-Saisonbenotung.
Whatsapp-Channel
**Betze-News direkt aufs Smartphone?** Erhalte alle Neuigkeiten per Push-Nachricht über unseren Whatsapp-Kanal
Stammkeeper Julian Krahl hielt im Schnitt 3,63 Bälle pro Partie und gehört damit statistisch zu den besten 15 Prozent der Liga in dieser Kategorie. Insgesamt parierte der Lautrer Schlussmann starke 72,5 Prozent aller Schüsse auf seinen Kasten — ebenfalls ein absoluter Topwert innerhalb der 2. Bundesliga. Dass der 26-Jährige vor allem auf der Linie zu den stärkeren Torhütern der Liga zählt, unterstreicht zusätzlich der Wert der sogenannten „Prevented Goals“. Mit 3,54 verhinderten Treffern gehört Krahl auch hier zu den besten Keepern der Liga. Nicht umsonst blieb der Lautrer Kasten in insgesamt neun Ligapartien ohne Gegentor.
Die klare Kehrseite des Lautrer Stammtorwarts liegt allerdings im Spiel mit dem Ball am Fuß. Sowohl bei kurzen als auch bei langen Pässen bewegt sich Krahl statistisch lediglich im unteren Ligaviertel. Gerade im modernen Spielaufbau fehlt dem FCK auf der Torhüterposition dadurch phasenweise Ruhe und Präzision. Neben Krahl kamen im Saisonverlauf noch Simon Simoni sowie Nachwuchstalent Kamga zum Einsatz. Aufgrund der geringen Einsatzzeiten lässt sich das Leistungsniveau beider Keeper allerdings nur schwer seriös bewerten. Wirklich negativ auffallen konnte jedoch keiner der beiden.
Top auf der Linie, mit Ball am Fuß weiterhin ausbaufähig, insgesamt aber ein konstanter und sicherer Rückhalt mit gleichzeitig spannender Perspektive im Nachwuchsbereich.
TB-Note: 2,5
Die Lautrer Innenverteidigung stand in der abgelaufenen Saison wohl häufiger im Fokus von Interviews, Pressekonferenzen und Fan-Diskussionen, als den Verantwortlichen lieb war. In der Welt des Fußballs ist das meist kein gutes Zeichen — so auch beim FCK. Auffällig dabei ist, dass sich die Probleme der Innenverteidigung nur schwer rein statistisch erfassen lassen, da viele Gegentore nicht aus strukturellen Problemen, sondern vielmehr durch individuelle Fehler oder Unaufmerksamkeiten entstanden sind.
An guten Tagen wirkte die Lautrer Defensive durchaus stabil und konnte gerade durch Spieler wie Luca Sirch auch immer wieder spielerische Akzente nach vorne setzen. Gleichzeitig wurden diese grundsoliden Auftritte regelmäßig von Spielen überschattet, in denen die letzte Linie beinahe vollständig auseinanderfiel. Gerade die Auftritte in Darmstadt, Kiel oder Berlin offenbarten massive Probleme im Defensivverhalten, bei denen ein Großteil der Gegentore auf individuelle Fehler oder fehlende Zuordnung zurückzuführen war.
Ein Blick auf die Statistiken zeigt jedoch, dass die Lautrer Innenverteidiger grundsätzlich über hohe individuelle Qualität verfügen. Beispielsweise bewegen sich Luca Sirch und Maxwell Gyamfi bei Werten wie Zweikampfquote, Balleroberungen oder Passquote teilweise im oberen Ligabereich. Die Probleme liegen also vermehrt in der Konstanz und weniger im theoretischen Können der einzelnen Spieler. Denn trotz der starken Statistiken dürfte sich nahezu jeder Betze-Fan an mehrere folgenschwere individuelle Fehler der Lautrer Hintermannschaft erinnern können.
Theoretisch solide besetzt, praktisch jedoch zu fehleranfällig für höhere Ansprüche.
TB-Note: 3,5
Sowohl die Linke- als auch Rechteschiene der Jungs aus der Barbarossastadt haben klare stärken aber auch ebenso klare schwächen. Besonders auffällig: Sie sind völlig unterschiedlich.
Die linke Seite, die nahezu ausschließlich von Youngster Mika Haas beackert wurde, überzeugte vor allem gegen den Ball. Mit einer Zweikampfquote von rund 60 Prozent gehört Haas auf seiner Position zu den stärkeren Defensivakteuren der Liga. Gleichzeitig zeigte sich allerdings auch, dass der junge Außenverteidiger offensiv noch Entwicklungsschritte gehen muss. Zwar kommt Haas selbst regelmäßig zum Abschluss und steuerte zwei Treffer bei, im klassischen Wingback-Spiel offenbarte sich jedoch noch Luft nach oben. So fanden beispielsweise lediglich 20% seiner zahlreichen Flanken einen Mitspieler.
Nahezu gegensätzlich präsentiert sich dagegen die rechte Seite auf welcher Paul Joly die Stammposition inne hat. Während der Franzose defensiv eher zum Ligamittelfeld gehört, zählt er offensiv zu den produktivsten Schienenspielern der Liga. Mit 0,56 kreierten Großchancen pro Partie sowie 1,20 erfolgreichen Flanken pro Spiel liefert Joly absolute Spitzenwerte für seine Position. Genau diese offensiven Qualitäten machen ihn trotz defensiver Schwächen enorm wertvoll für das Lautrer Spiel.
Auch die zweite Reihe der Lautrer Außenverteidiger präsentierte sich insgesamt ordentlich, wobei die geringeren Einsatzzeiten einen direkten statistischen Vergleich erschweren. Insgesamt gehörten die Außenverteidiger damit eher zu den stabileren Mannschaftsteilen des FCK — auch wenn beide Seiten weiterhin sichtbares Verbesserungspotenzial besitzen.
Insgesamt kein Problemfeld, sondern vielmehr ein Mannschaftsteil mit klar erkennbaren Profilen und Entwicklungsmöglichkeiten.
TB-Note: 2,0
Die von Marcel Klos nahezu komplett neu aufgestellte Abwehrreihe zeigt auf dem Papier durchweg gute Leistungen. Gleichzeitig gehören „Softfaktoren“ wie individuelle Fehler und fast schon Unlust zu Verteidigen auch zur Saison der Roten Teufel. Dennoch zeigten die Lautrer ein besseres Defensivgesicht als in den vergangenen Saisons. Das Grundgerüst rund um Julian Krahl passt also. Nun gilt es die mögliche Leistung der Einzelakteure konstanter auf den grünen Rasen zu bringen.
Der zweite Teil unserer Notenvergabe folgt in Kürze!Autor: Tim K.
Live







































