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·29. November 2025
Heimstärke, hartes Einsteigen und ein kriselnder Top-Stürmer – Das erwartet den FC gegen Bremen

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Luca Kaiser
29 November, 2025
Am Samstagnachmittag ist der FC zu Gast bei Werder Bremen, eine schwere Aufgabe für die Kölner. Denn die Nordlichter haben sich gefangen und zuletzt stark aufgespielt. Das erwartet den 1. FC Köln gegen Bremen.

Victor Boniface kommt bei Bremen bislang noch nicht in Schwung (Foto: Selim Sudheimer/Getty Images)
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Form: Werder Bremen hat sich nach dem Erstrunden-Aus im Pokal bei Arminia Bielefeld (0:1) und einem mehr als holprigen Ligastart stabilisiert. Nach dem 0:4 in München blieben die Werderaner in den folgenden fünf Ligaspielen ungeschlagen. Durch die drei Heimsiege gegen St.Pauli (1:0), Union (1:0) und Wolfsburg (2:1) sowie den beiden Remis in Heidenheim (2:2) und in Mainz (1:1) etablierte sich das Team von Trainer Horst Steffen im Mittelfeld der Tabelle. Am vergangenen Spieltag musste Bremen dann jedoch wieder eine Niederlage hinnehmen. Beim Auswärtsspiel in Leipzig zeigten die Grün-Weißen eine gute Leistung, mussten das Feld am Ende jedoch mit einer 0:2-Niederlage verlassen. Aktuell steht Bremen mit 15 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz.
Heimstark: Zehn der 15 Zähler in der Liga holte Werder im heimischen Weserstadion. Damit steht Bremen in der Heimtabelle auf dem sechsten Platz. Nach einem 3:3 gegen Leverkusen und einem 0:3 gegen Freiburg gewann Werder seine vergangenen drei Heimspiele gegen St. Pauli, Union und Wolfsburg allesamt. Auch der FC hat seine Schwierigkeiten an der Weser, gewann dort zuletzt 2014.
Viele Verwarnungen: Mit 28 Karten bekamen die Bremer in dieser Saison hinter Augsburg (34) und Mainz (31) die drittmeisten Karten. Neben einer Gelb-Roten Karte bekam Werder bereits 27 und damit hinter Augsburg (33) die zweitmeisten Verwarnungen der ganzen Liga ausgesprochen. Der FC erhielt erst 19 Verwarnungen, nur Leipzig und Frankfurt sind noch fairer.
Balleroberungen: Das Team von Horst Steffen ist die Mannschaft mit den meisten Balleroberungen, der FC kommt auf die wenigsten. Dafür spulten die Geißböcke die meisten Kilometer aller Bundesligisten ab, Bremen die wenigsten.
Im Fokus: Mit Victor Boniface ist Werder Bremen am Deadline Day ein echter Transfercoup gelungen. Der Nigerianer, der in den vergangenen beiden Spielzeiten für Bayer 04 Leverkusen auflief, in 61 Pflichtspielen 32 Treffer und zwölf Vorlagen sammelte und mit Leverkusen sowohl die Meisterschaft als auch den DFB-Pokal sowie den Supercup gewann, wechselte im Sommer nach einem gescheiterten Transfer zu AC Mailand für ein Jahr auf Leihbasis an den Osterdeich. Mit einem damaligen Marktwert von 40 Millionen Euro war der 24-Jährige sofort der wertvollste Spieler im Kader der Bremer.
Allerdings kann Boniface bislang noch nicht an seine Form aus Leverkusen anknüpfen. Immer wieder gibt es Diskussionen über den Fitnesszustand des Angreifers, der in der Vergangenheit bereits zwei Kreuzbandrisse hinnehmen musste. Unter Horst Steffen stand Boniface zwar in neun der elf Ligaspiele auf dem Feld, gehörte jedoch nur zweimal zur Startelf. Überdies gelang dem Rechtsfuß neben zwei Vorlagen noch kein Treffer. Die fehlende Form spiegelt sich auch bei Bonifaces Marktwert wider, der sich seit Saisonbeginn auf 20 Millionen halbiert hat. Sollte der Angreifer im Laufe der Saison in Schwung kommen, hätte Bremen einen echten Top-Stürmer, der die Mannschaft ins obere Tabellendrittel führen kann.
Formation: Trainer Horst Steffen lässt seine Mannschaft in einem 4-2-3-1-System auflaufen. Im Tor ist Mio Backhaus gesetzt. Vor dem jungen Schlussmann hat sich durch die Verletzungen in Werders Abwehr die Viererkette aus Yuki Sugawara, Karim Coulibaly, Amos Pieper und Marco Friedl festgespielt. Diese vier sind genauso gesetzt wie Senne Lynen und Jens Stage auf den beiden Sechserpositionen. So fest die Positionen im hinteren Bereich sind, desto offener ist die Besetzung der vier vorderen Positionen. Hier scheint lediglich Romano Schmid gesetzt, der entweder auf der Zehn oder auf der rechten Außenbahn spielt. Agiert Schmid auf den Außen, ist Cameron Puertas der heißeste Kandidat für die Position hinter der Spitze. Spielt Schmid jedoch auf der Zehn, hat Steffen mit Puertas und Justin Njimah verschiedene Optionen. Auf der linken Außenbahn liefern sich Samuel Mbangula und Marco Grüll ein enges Duell. In der Spitze startete in den vergangenen beiden Spielen Keke Topp, der den Vorzug vor Victor Boniface erhielt.
Lukas Kwasniok über Bremen: „Die Bremer sind mittlerweile eine etablierte Bundesligamannschaft. Sie haben einen Trainer, den ich sehr schätze und der in Elversberg eine tolle Arbeit an den Tag gelegt hat. Auch jetzt in Bremen hat er diesen leichten Umbruch gut moderiert. Der Saisonstart von ihnen war nicht so einfach, sie haben sich jetzt aber stabilisiert. Sie haben klare Abläufe in der Arbeit mit dem Ball, spielen einen ansehnlichen, schönen Fußball und sind vor allem in Umschaltsituationen so mit das Beste, was die Bundesliga zu bieten hat. Sie warten auf Bälle, die sie abgreifen können, und dann in Richtung gegnerisches Tor dich überfallartig auf dem falschen Fuß zu erwischen. Ich muss sagen, ich hege gewisse Sympathien für die Herangehensweise der Bremer in den vergangenen Jahrzehnten und habe auch das Gefühl, dass es ein perfektes Match zwischen, Bremen, Horst Steffen und der Mannschaft ist.“
Horst Steffen über den FC: „Das Spiel ist schwer vorzubereiten, da es beim FC unterschiedliche Formationen und Aufstellungen gibt. Mal spielt El Mala von Beginn an, mal kommt er rein. Mal ist Bülter da, mal ist Ache da. Es ist nicht abzuschätzen, wie die Aufstellung sein wird. Insofern werden wir versuchen, unsere Grundideen auf das Feld zu bringen, egal ob der Gegner mit einer Dreier- oder Viererkette verteidigt. Ich finde den Club ganz sympathisch, ich finde kölsche Lieder ganz nett. Insofern haben wir eine Nähe dazu. Es ist ein Gegner in der Bundesliga und mehr auch nicht. Mit Lukas habe ich jetzt schon einige Spiele gehabt. Er macht viele Personalwechsel, um ein Spiel dann auch noch einmal zu beeinflussen oder auch von Woche zu Woche das Spiel zu verändern. Das zeichnet ihn aus.“
Mögliche Aufstellung Bremen:
Backhaus – Sugawara, Pieper, Coulibaly, Friedl – Stage, Lynen – Puertas, Schmid, Grüll – Topp









































