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·19. Januar 2026

Hertha BSC: Stellungnahme nach gewalttätigen Konflikten

Artikelbild:Hertha BSC: Stellungnahme nach gewalttätigen Konflikten

Vor dem Spiel zwischen Hertha BSC und dem FC Schalke 04 kam es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen der Polizei und Anhängern des Berliner Klubs. Mehr als 50 Personen wurden verletzt. Der Verein veröffentlicht nun eine gemeinsame Stellungnahme von Präsidium und Geschäftsführung.

"Mit großer Sorge zur Kenntnis genommen"

Nach Angaben der Polizei wurden 31 Zuschauer und 21 Beamte verletzt, dazu auch Hertha-Mitarbeitende. Die Verantwortlichen des Hauptstadtklubs meldeten sich am Montag in einer Stellungnahme zu Wort. "Hertha BSC nimmt die Vorkommnisse und das Verhalten der Polizei im Rahmen des gestrigen Heimspiels gegen Schalke mit großer Sorge zur Kenntnis", heißt es darin. Zuvor hatte die Berliner Polizei bereits eine erste Darstellung veröffentlicht, in der die Rede von 100 vermummten Hertha-Anhängern ist. Der Klub schreibt: "Unabhängig von unterschiedlichen Sichtweisen auf einzelne Situationen sieht Hertha BSC die Notwendigkeit, den Fokus auf die grundsätzliche Ebene des Miteinanders an Spieltagen zu richten."


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Die Vereinsverantwortlichen wollen darauf setzen, dass ein "sicherer, respektvoller und möglichst spannungsfreier Ablauf" gewährleistet ist, der "Vertrauen, Kommunikation und Verhältnismäßigkeit zwischen allen Beteiligten" voraussetzt. Hertha verdeutlicht: "Ziel muss es sein, zu einer über viele Jahre bewährten, verhältnismäßigen und deeskalierenden Vorgehensweise – insbesondere mit und in sensiblen Bereichen – zurückzukehren." Zu diesem Zweck möchte Hertha nach den Vorkommnissen am vergangenen Samstag intensiver mit der Berliner Polizei in den Dialog gehen.

"Wunsch nach Dialog mit der Polizei"

Nach Angaben des Vereins kam es in der Vergangenheit nicht zu einem solchen Gespräch. "Hertha BSC hat seit mehreren Monaten den Wunsch nach einem weiterführenden Gesprächsformat mit der Polizei Berlin geäußert, das bislang noch nicht realisiert wurde und erneuert diesen Wunsch hiermit nachdrücklich. Die aktuellen Entwicklungen unterstreichen die Notwendigkeit, den Dialog nun auf eine neue, verbindlichere Ebene zu heben", heißt es im Detail.

Eine Schuldzuweisung an die Polizei will der Verein aber nicht aussprechen: "Gleichzeitig stellt die Polizei ihr Vorgehen im Rahmen ihrer jeweiligen Lageeinschätzungen und Gefahrenprognosen dar. Diese unterschiedlichen Wahrnehmungen verdeutlichen, wie wichtig eine kontinuierliche, transparente und frühzeitige Abstimmung zwischen allen Akteuren ist, um Missverständnisse und Eskalationen möglichst zu vermeiden." Die vollständige Aufarbeitung der Vorkommnisse wird wohl noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Der "Fußball und seine Fankultur" soll auch zukünftig als "verbindendes Erlebnis wahrgenommen und respektiert werden".

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