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·28. August 2026

"Heute noch zwei Ibus reinknallen": F95 stoppt die Talfahrt

Artikelbild:"Heute noch zwei Ibus reinknallen": F95 stoppt die Talfahrt

Riesig sind sie, die Steine der Erleichterung, die Fortuna Düsseldorf nach dem ersten Saisonsieg gegen den VfB Stuttgart II von den Schultern gefallen sind. Schließlich hat die Fortuna die Talfahrt der letzten Monate erstmal gestoppt. Mann des Tages war mit Andreas Müller ein Spieler, der zum Zeitpunkt seines Treffers fast schon nicht mehr auf dem Platz gestanden hätte.

Tor trotz schmerzender Rippe

Er wollte nach Schlusspfiff erstmal tief durchatmen, Andreas Müller. Problem nur: So richtig ging das nicht, weil die Rippe doch ziemlich schmerzte. "Da werde ich mir heute noch zwei Ibus reinknallen, damit die Nacht nicht so schlimm wird", sagte er im Nachgang bei "MagentaSport". Was war passiert? In der 52. Minute ging Müller in einen Zweikampf mit Stange und prallte anschließend unglücklich auf seinen Gegenspieler. Eine Aktion, für die er nicht nur Gelb sah, sondern auch Rippenschmerzen davontrug.


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"Ich dachte im ersten Moment, dass es nicht mehr weitergeht. Es ging dann aber doch." Zum Glück aus Fortuna-Sicht, schließlich erzielte der 26-Jährige nur wenige Augenblicke später das Tor des Tages. "Ich habe gesehen, dass der Verteidiger relativ schnell auf mich zukommt und dann dachte ich: Ja komm, ich lege ihn nochmal auf den linken Fuß. Ich bin froh, dass er reingeht, aber es war ein Abnutzungskampf für alle und ein dreckiges Drittligaspiel."

Vier Minuten nach seinem Treffer war für Müller dann aber doch Schluss – aus taktischen Gründen, wie Trainer Alexander Ende erklärte. "Wir wollten einen klassischeren Zehner bringen." Philipp Förster kam für den 26-Jährigen in die Partie. Durchgeführt werden sollte der Wechsel eigentlich schon nach knapp 55 Minuten, doch Müller durfte zunächst weitermachen, was sich letztlich als richtige Entscheidung erwies. "Er ist ein guter Spieler, und wir sind sehr froh, dass er bei uns ist", so Ende.

"Kein Hochglanz-Spiel, aber saubere Arbeit"

Sehr froh zeigte sich Ende auch über den so wichtigen Sieg, nachdem der Saisonstart mit zwei Niederlagen schiefgegangen war. "Es war kein Hochglanz-Spiel, aber saubere Arbeit – und das war genau der richtige Weg, um den Ergebnis-Bock umzustoßen." Es habe "harte Arbeit" gegen den Ball gebraucht, die drei Punkte mitzunehmen. Er verglich die aktuelle Situation mit einem Fahrzeug, das erst einmal in Bewegung gebracht werden müsse.

Der erste Schritt koste viel Kraft, danach laufe es leichter. Besonders zufrieden zeigte sich der 46-Jährige mit der defensiven Leistung seiner Mannschaft. Seine Spieler hätten vor allem mit viel Herz agiert und kaum Torchancen zugelassen. Die stabile Defensive sei die Grundlage gewesen. Die fußballerischen Elemente würden mit wachsendem Selbstvertrauen und einem besseren Selbstverständnis im Spiel folgen.

Vielleicht schon am Sonntag in einer Woche, wenn es zu Fortuna Köln geht? Beim Aufsteiger soll direkt nachgelegt werden – damit es langsam in Richtung der oberen Tabellenplätze geht. "Wir sind uns bewusst, dass es ein ganz langer Weg ist", sagte Müller. "Aber wir sind eine gute Truppe, auch in der Kabine passt es." Der erste Sieg sei nur eine Frage der Zeit gewesen. "Ich hoffe, dass wir das jetzt mitnehmen können."

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