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·4. August 2026

Historisch schlecht: Argentiniens Traditionsklub River Plate in der Krise

Artikelbild:Historisch schlecht: Argentiniens Traditionsklub River Plate in der Krise

Als einer der erfolgreichsten Vereine Südamerikas hegt River Plate große Ambitionen. Im nationalen Fußball befindet sich der Klub aktuell allerdings auf einer historischen Talfahrt.

Coudet und Longoria bisher noch blank

Die Neuordnung bei River Plate zeichnete sich schon länger ab. Vor allem in Marcelo Gallardos zweiter Amtszeit, die von 2024 bis Februar diesen Jahres andauerte, wurden die Mängel immer klarer, der Fußball immer biederer. Nach Gallardos Rücktritt kam mit Vereinslegende Eduardo Coudet, Spitzname "El Chacho", neues Leben in den Klub, doch die anfänglichen Lobeshymnen sind mittlerweile verstummt.


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Coudet sollte die titellose Durststrecke von über zwei Jahren beenden, was ihm in der Apertura beinahe gelang. Aus seinen ersten 16 Spielen verlor er wettbewerbsübergreifend nur zwei, doch das 17. war das entscheidende. Im Finale der Apertura wartete ausgerechnet Belgrano. Jener Klub, der River Plate 15 Jahre zuvor zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte in die zweite Liga schickte. Die Revanche gelang Coudets Mannschaft jedoch nicht, Belgrano krönte sich mit einem 3:2 zum argentinischen Meister.

Zum Comeback nach der WM sollte in der Clausura alles anders laufen. River Plate holte Ex-Marseille-Präsident Pablo Longoria an Bord, der mit großen Transfers aufwartete. Weltmeister Nicolás Otamendi wurde geholt, dazu kam mit Lucas Beltrán ein einstiges Talent per Leihe zurück. Kürzlich verpflichtete man mit Ángel Correa einen weiteren Weltmeister, der für die Rekordsumme von 13,2 Millionen Euro kam. Zudem sicherte sich River mit Tobias Andrada eines der größten Talente der Liga. Doch die namhaften Neuzugänge fruchteten bisher noch nicht.

Für die Geschichtsbücher

Doch der Ligaauftakt konnte kaum schlechter laufen: Vier Spiele, null Punkte. Zwei Statistiken unterstreichen die hie historische Misere. Mit der Finalniederlage der Apertura sind die "Millonarios" nun schon fünf Ligaspiele ohne Sieg. Eine derart schlechte Serie hatte man zuletzt vor 115 Jahren. Zudem konnte River die letzten 28 Spiele, in denen man in Rückstand geriet, nicht drehen. 17 davon gingen verloren.

Als Toptransfer steht nun Thiago Almada ante portas. Der 25-Jährige soll sich bereits mit River Plate bereits geeingt haben, einzig die Übereinkunft mit Atlético Madrid steht für River noch aus. Dem Vernehmen nach will der Klub 20 Millionen Euro für den Weltmeister von 2022 auf den Tisch legen, womit dieser zum teuersten Neuzugang aller Zeiten avancieren würde. Damit würde er Correas Rekordsumme nochmal deutlich überbieten, doch es liegt an Coudet, die Mannschaft wieder in die richtige Spur zu führen.

Auch die Fans ließen bei der letzten Niederlage gegen Rosario Central ihrem Unmut freien Lauf. Mit einem teils vulgären Fangesang, der in Argentinien als "jugadores" (dt. "Spieler") bekannt ist und oft bei Unzufriedenheit mit der eigenen Mannschaft gesungen wird, nahmen sie ihre Spieler heftig in Kritik. Die genaue Übersetzung wird dem Leser an dieser Stelle erspart. Für die Mannschaft von Coudet steht somit noch viel Arbeit bevor, um das Ruder wieder herumzureißen.

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