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·27. August 2026
Historische Nacht für Sabah Baku: Last-Minute-Wahnsinn führt erstmals in die Champions League

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Sabah Baku hat das größte Kapitel seiner noch jungen Vereinsgeschichte geschrieben. Der aserbaidschanische Meister setzte sich in einem dramatischen Rückspiel der Champions-League-Play-offs mit 5:2 nach Verlängerung gegen Hapoel Be'er Sheva durch und sicherte sich dank eines 6:4-Gesamterfolgs erstmals die Teilnahme an der Ligaphase der Königsklasse.
Vor heimischer Kulisse begann Sabah nervös. Hapoel Be'er Sheva machte früh deutlich, dass die Gäste ihre knappe Führung aus dem Hinspiel verteidigen wollten. Bereits nach wenigen Minuten jubelten die Israelis erstmals, doch ein Treffer von Igor Zlatanovic wurde wegen Abseits nach VAR-Überprüfung aberkannt.
Lange mussten die Gäste auf die Führung dennoch nicht warten. In der 10. Minute profitierte Zlatanovic von einem misslungenen Klärungsversuch von Sabah-Keeper Stas Pokatilov und schob zum 1:0 ein.
Der serbische Angreifer blieb zunächst der gefährlichste Spieler auf dem Platz, musste jedoch nach gut einer halben Stunde verletzt ausgewechselt werden. Dieser Moment sollte sich später als wichtiger Wendepunkt erweisen.
Mit zunehmender Spielzeit fand Sabah besser in die Begegnung. Kurz vor der Pause nutzten die Gastgeber einen schweren Abstimmungsfehler in der Defensive von Hapoel aus. Christian Nwachukwu musste aus kurzer Distanz nur noch einschieben und sorgte für den 1:1-Ausgleich.
Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel offen und spektakulär. Joy-Lance Mickels traf zunächst nur die Latte, ehe auf der anderen Seite erneut ein Fehler von Pokatilov teuer wurde. Guy Mizrahi erkannte die Situation blitzschnell und brachte Hapoel mit einem Lupfer wieder in Führung.
Doch Sabah gab sich nicht auf. Umarali Rakhmonaliev nahm sich aus rund 25 Metern ein Herz und traf mit einem sehenswerten Distanzschuss zum 2:2.
Je näher das Spielende rückte, desto mehr schien Hapoel die Qualifikation in Händen zu halten. Sabah benötigte dringend einen weiteren Treffer, um das Ausscheiden zu verhindern.
Dann kam die vierte Minute der Nachspielzeit. Nach einer Ecke landete der Ball bei Tellur Mutallimov, der ihn spektakulär per Volley im Netz versenkte. Das Stadion explodierte förmlich vor Begeisterung, denn der Treffer rettete Sabah in die Verlängerung.
Dort kippte die Partie endgültig zugunsten der Gastgeber. Hapoel verlor zunächst Djibril Diop durch eine Gelb-Rote Karte und musste die letzten Minuten in Unterzahl bestreiten.
Sabah nutzte den Vorteil konsequent aus. Der eingewechselte Orphe Mbina köpfte seine Mannschaft erstmals auf die Siegerstraße und brachte die Gastgeber dicht vor den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte.
Als Joy-Lance Mickels wenig später sogar das 5:2 erzielte, war die Entscheidung gefallen. Die Nerven der Israelis lagen inzwischen blank. Eliel Peretz sah ebenfalls die Rote Karte, sodass Hapoel die Partie sogar nur noch zu neunt beendete.
Mit dem Schlusspfiff kannte der Jubel in Baku keine Grenzen mehr. Sabah hat sich nicht nur erstmals für die Champions League qualifiziert, sondern als einziges Team aus der ersten Qualifikationsrunde den kompletten Weg bis in die Ligaphase erfolgreich bestritten.
Besonders beeindruckend war dabei die Moral der Mannschaft. Zweimal geriet Sabah im Rückspiel in Rückstand, kämpfte sich jedes Mal zurück und drehte die Begegnung schließlich in der Verlängerung.
Für Hapoel Be'er Sheva bleibt immerhin die Teilnahme an der Europa League. Dennoch dürfte die Enttäuschung groß sein, nachdem die Israelis bis tief in die Nachspielzeit auf Champions-League-Kurs gelegen hatten. Für Sabah hingegen wird diese Nacht als eine der größten in der Vereinsgeschichte in Erinnerung bleiben.







































