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·12. Januar 2026
Historische Pleite beim FC Bayern: Der VfL Wolfsburg muss gegen St. Pauli reagieren

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·12. Januar 2026

Der VfL Wolfsburg steht nach einem historischen Rückschlag vor einer richtungsweisenden Woche. Das 1:8 beim FC Bayern hat die Mannschaft hart getroffen und die Sorgen im Abstiegskampf weiter verschärft. Noch schwerer als das Ergebnis wiegt der totale Einbruch nach der Pause, der viele Fragen offenließ. Trainer Daniel Bauer machte jedoch unmittelbar nach dem Abpfiff deutlich, dass nun keine Zeit für Selbstmitleid bleibt. Bereits am Mittwoch wartet mit dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli die nächste Aufgabe. Vor eigenem Publikum soll eine klare Reaktion folgen und vor allem ein anderes Auftreten als in München. Das Duell gegen den Aufsteiger bekommt damit zusätzliche Brisanz, denn für den VfL geht es darum, Vertrauen zurückzugewinnen und im Tabellenkeller wieder Boden gutzumachen.
Schon kurz nach dem Abpfiff war Bauer bemüht, das Geschehen einzuordnen. Der Jahresauftakt sei brutal gewesen, sagte der 43-Jährige, doch spätestens am nächsten Morgen müsse diese Niederlage aus den Köpfen verschwinden. Die kommende Woche sei entscheidend. Mit den Heimspielen gegen den FC St. Pauli am Mittwoch und den 1. FC Heidenheim am Samstag biete sich sofort die Chance zur Wiedergutmachung.
Ob sich ein solcher Abend jedoch einfach abhaken lässt, blieb offen. Vor allem die zweite Halbzeit offenbarte die ganze Wucht des Wolfsburger Zusammenbruchs.
Nach einer ordentlichen ersten Hälfte und dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Dzenan Pejcinovic verlor der VfL nach der Pause komplett die Ordnung. Innerhalb von 42 Minuten kassierten die Wolfsburger sechs Gegentore. Außenverteidiger Kilian Fischer, der gegen Bayerns Offensivdrang kaum Zugriff bekam, sprach offen von einem peinlichen Auftritt nach dem Seitenwechsel.
Auch Sportdirektor Pirmin Schwegler fand deutliche Worte. Das, was sich nach der Pause abgespielt habe, sei ein Komplettausfall gewesen. Wer in einer Halbzeit sechs Gegentore kassiere, könne nicht von vielen positiven Aspekten sprechen. Pejcinovic ging sogar so weit zu sagen, die Mannschaft habe sich teilweise ergeben. Eine Einschätzung, die die Tiefe des Problems verdeutlicht.
Bauer blieb am Ende nur ein Schritt. Er entschuldigte sich bei den mitgereisten Fans für den Auftritt in der zweiten Hälfte. Zwar habe der FC Bayern in Topform agiert und einen echten Lauf entwickelt, doch das könne keine Erklärung für das eigene Defensivverhalten sein. Schwegler formulierte es klar. In der Bundesliga bestehe man nicht, wenn man so verteidige.
Die Niederlage war auch für Bauer persönlich ein bitterer Einstand in München. Umso wichtiger sei nun die Reaktion.
Als einzig tröstlichen Punkt sahen Trainer, Sportdirektor und Spieler, dass die nächste Aufgabe unmittelbar bevorsteht. Schon am Mittwoch bietet sich gegen den FC St. Pauli die Gelegenheit, ein anderes Gesicht zu zeigen. Diese Reaktion sei zwingend notwendig, betonte Schwegler.
Fischer versprach eine klare Steigerung. Zu Hause gegen St. Pauli und Heidenheim müsse der VfL punkten. Der Druck ist hoch, der Spielraum klein. Nach dem Münchner Debakel geht es für den VfL Wolfsburg nicht um schöne Worte, sondern um Antworten auf dem Platz.
Ein Lichtblick könnte die Rückkehr von Amoura sein. Nach Monaten Bundesliga und ohne echte Winterpause würde dem 25-Jährigen zwar eine Verschnaufpause guttun, dennoch wird er in Wolfsburg dringend erwartet, möglicherweise schon zu Beginn der neuen Woche. Nach aktuellem Stand soll der Angreifer fest für den Kader im Spiel gegen St. Pauli eingeplant sein. Ob es bereits für einen Einsatz von Beginn an reicht, entscheidet sich kurzfristig. Maßgeblich sind dabei sein körperlicher Zustand und die Frage, wie gut er die Umstellung nach den klimatischen Bedingungen verkraftet. In der Vorsaison hatte Amoura beim 1:1 gegen St. Pauli per Elfmeter getroffen und damit seine Bedeutung für das Wolfsburger Offensivspiel unterstrichen.









































